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Performance Max: KI-Videoformate, Opt-out bis 4. September
Google Ads News 5 Min. Lesezeit

Performance Max: KI-Videoformate, Opt-out bis 4. September

Das Wichtigste zusammengefasst

Google erzeugt künftig mit generativer KI die Videoformate, die in deinen Performance-Max-Kampagnen fehlen, und greift dafür auch auf Videos zu, die längst im Konto liegen. Die Funktion ist standardmäßig aktiv. Wer widersprechen will, meldet sich bis zum 4. September 2026 beim Google-Team oder füllt das Opt-out-Formular aus.

Google hat die betroffenen Konten ab dem 17. August 2026 benachrichtigt, berichtet unter anderem Search Engine Land. Bisher hat Google vorhandene Videos automatisch zugeschnitten, also aus einem querformatigen Clip einen hochkantigen oder quadratischen Ausschnitt gemacht. Der neue Schritt geht darüber hinaus: Fehlende Formate werden generativ erzeugt, damit ein einziges hochgeladenes Video auf allen Plätzen laufen kann.

Was passiert, wenn du nichts tust?

Gut zu wissen

Die Voreinstellung ist aktiv. Ohne Widerspruch erzeugt Google aus deinen bestehenden Videoassets die fehlenden Seitenverhältnisse und spielt sie aus. Betroffen sind ausdrücklich auch Videos, die du vor Monaten hochgeladen und freigegeben hast. Nach dem 4. September lässt sich die Einstellung weiterhin im Konto ändern, dann allerdings nachdem bereits umgebaute Fassungen gelaufen sind.

Das ist der Punkt, der beim Lesen leicht untergeht. Betroffen sind Videos, die einmal durch deine Freigabe gegangen sind und danach ohne einen zweiten Blick in eine andere Form gebracht werden. Bei neu hochgeladenem Material hättest du die Entscheidung vorher in der Hand, dieses hier liegt längst im Konto.

Für wen lohnt sich das?

Die Antwort fällt je nach Betrieb unterschiedlich aus, und beide Seiten haben gute Gründe.

KI-erzeugte Videoformate laufen lassen
Vorteile
Ein Video reicht für alle Plätze in Performance Max
Mehr Reichweite auf YouTube Shorts und in vertikalen Umfeldern
Kein Budget für zusätzliche Schnittfassungen nötig
Sinnvoll, wenn ohnehin nur ein einziges Videoformat vorliegt
Nachteile
Freigegebenes Material wird ohne zweiten Blick verändert
Bildaufbau und Text im Video können im neuen Format kippen
Bei Kanzleien und Praxen ist die Außenwirkung heikler als die Reichweite
Was genau erzeugt wurde, siehst du erst im Nachhinein

Wer einen Shop betreibt und ein einzelnes Produktvideo hat, gewinnt hier vermutlich Plätze, die vorher leer geblieben sind. Wer als Kanzlei, Praxis oder beratender Dienstleister mit einem sorgfältig produzierten Film arbeitet, in dem Personen, Kanzleiräume und eingeblendete Texte an ihrem Platz sitzen, sollte den Widerspruch ernsthaft prüfen. Ein umgebauter Zuschnitt kann einen Namen anschneiden oder eine Einblendung aus dem Bild schieben.

Das Muster ist nicht neu

Im März 2026 lief dieselbe Mechanik schon einmal, damals mit KI-Voiceover für Performance-Max-Videos und einer Opt-out-Frist zum 20. März. Der Ablauf war identisch: standardmäßig an, Widerspruch innerhalb einer knappen Frist, Einstellung danach im Konto änderbar. Was daraus zu lernen war, steht im Beitrag zum KI-Voiceover in Performance Max.

Wer freiwillig mit KI-Video arbeiten will, hat inzwischen auch den geraden Weg. Veo erzeugt in Google Ads Videos aus vorhandenen Bildern, dort entscheidest du vor der Ausspielung, was entsteht. Das ist im Beitrag zu Veo in Google Ads beschrieben.

Wie du widersprichst

Zwei Wege stehen offen, und beide führen zum selben Ergebnis. Du wendest dich an dein Google-Betreuungsteam, falls du eines hast, oder du reichst das Opt-out-Formular ein, das Google in der Benachrichtigung verlinkt hat. Die Frist endet am 4. September 2026.

Wenn du die Benachrichtigung nicht findest, sieh im Konto unter den Benachrichtigungen der letzten Wochen nach. Sie ging ab dem 17. August raus und landet je nach Kontoeinrichtung bei der hinterlegten Adresse, nicht zwingend bei dir persönlich.

Experten-Tipp

Bevor du entscheidest, sieh im Asset-Bericht deiner Performance-Max-Kampagne nach, welche Videos dort überhaupt liegen und welche davon Impressionen sammeln. Bei vielen kleineren Konten steht dort ein einziges Video, das kaum ausgespielt wird. Dann ist die Entscheidung leicht, weil wenig auf dem Spiel steht. Steht dort ein Film, für den ein Dreh bezahlt wurde, ist der Widerspruch die ruhigere Wahl.

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Was das über die Richtung sagt

Google verschiebt die Kontrolle über das fertige Werbemittel weiter in die eigene Automatik, und zwar in kleinen Schritten mit kurzen Widerspruchsfristen. Wer Performance Max fährt, sollte diese Benachrichtigungen deshalb wie Termine behandeln und nicht wie Werbung von Google. Grundsätzliches dazu, wie viel Steuerung in Performance Max überhaupt bleibt, steht im Überblick für Google Ads in kleinen Unternehmen.

Häufige Fragen

Betrifft das auch Videos, die schon lange im Konto liegen?

Ja, und das ist der wichtigste Punkt an der Meldung. Google greift auf bestehende Videoassets zu, nicht nur auf künftige Uploads. Material, das einmal freigegeben wurde, wird ohne erneute Vorlage umgebaut.

Was passiert, wenn ich die Frist verpasse?

Dann ist die Funktion in deinem Konto aktiv. Ändern lässt sich die Einstellung laut Google auch danach noch in den Video-Einstellungen, bis dahin sind aber möglicherweise schon erzeugte Fassungen ausgespielt worden.

Sehe ich vorher, was die KI aus meinem Video macht?

Vor der Ausspielung nicht. Im Asset-Bericht der Kampagne siehst du hinterher, welche Formate entstanden sind und wie sie laufen. Wer vorher wissen will, was gezeigt wird, widerspricht und lädt die Formate selbst hoch.

Gilt das auch für Demand Gen oder normale Videokampagnen?

Die Ankündigung betrifft Performance Max. Google baut Videofunktionen allerdings kanalübergreifend um, deshalb ist es sinnvoll, Benachrichtigungen zu Videoformaten in allen Kampagnentypen aufmerksam zu lesen.

Lohnt sich das für kleine Budgets?

Wenn du nur ein einziges Video hast und Reichweite brauchst, ist es eher ein Gewinn. Wenn dein Video die Außenwirkung deines Betriebs trägt und Menschen darin zu sehen sind, wiegt die Kontrolle über das Bild schwerer als die zusätzlichen Plätze.

Was ist der Unterschied zum bisherigen automatischen Zuschnitt?

Bisher hat Google aus einem vorhandenen Video einen Ausschnitt gewählt, also denselben Inhalt anders beschnitten. Neu ist, dass fehlende Formate generativ erzeugt werden. Damit kann Bildinhalt entstehen, den du nie aufgenommen hast.

Muss ich für den Widerspruch ein Google-Betreuungsteam haben?

Nein. Wenn dir kein Betreuungsteam zugeordnet ist, läuft der Widerspruch über das Opt-out-Formular, das Google in der Benachrichtigung ab dem 17. August verlinkt hat.

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Benjamin Häntzschel

Benjamin Häntzschel

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