Performance Max: Neues Video-Segment zeigt, ob deine Videos wirklich wirken
Google hat ein neues Segment im Performance Max Channel-Report eingeführt: „Ads using video”. Damit kannst du erstmals direkt vergleichen, wie Anzeigen mit Video-Assets gegenüber Anzeigen ohne Video abschneiden – und fundiert entscheiden, ob sich dein Video-Einsatz in PMax lohnt.
Performance Max ist für viele Unternehmer zur wichtigsten Kampagnenform geworden. Die Kampagne spielt Anzeigen automatisch über verschiedene Google-Kanäle aus – von der Suche über YouTube bis hin zu Display und Discover. Welche Assets dabei tatsächlich zum Einsatz kommen, war bisher schwer nachzuvollziehen. Besonders beim Thema Video fehlte lange die Transparenz.
Das ändert sich jetzt mit einem neuen Reporting-Segment.
Was ist das neue Video-Segment?
Das Segment „Ads using video” im PMax Channel-Performance-Report zeigt dir, welche Ergebnisse Anzeigen mit Video-Assets erzielen – im direkten Vergleich zu Anzeigen ohne Video. Du findest es im Google Ads Interface unter dem Channel-Performance-Report deiner Performance Max Kampagne.
Bisher konntest du in Performance Max zwar sehen, über welche Kanäle deine Anzeigen ausgespielt werden – also wie viel über YouTube, Display oder die Suche läuft. Was du aber nicht sehen konntest: Ob die Anzeigen, die tatsächlich ein Video enthalten, besser oder schlechter performen als die ohne Video.
Genau diese Lücke schließt das neue Segment. Wie PPC-Spezialistin Hana Kobzová berichtet, lässt sich damit erstmals auf Kanal-Ebene unterscheiden, ob Video-Assets in der Anzeigenauslieferung einen messbaren Unterschied machen.
Das Segment baut auf einem ähnlichen Prinzip auf wie das bereits Mitte 2025 eingeführte Segment „Ads using product data”, mit dem sich der Einfluss von Produkt-Feed-Daten auf die Performance analysieren lässt.
Warum ist das für dich relevant?
Viele Unternehmer stehen beim Thema Video vor einer grundsätzlichen Frage: Lohnt sich der Aufwand? Videos zu erstellen kostet Zeit und oft auch Geld – besonders wenn du einen Dienstleister beauftragst oder selbst vor die Kamera trittst.
Bisher war die Antwort darauf in Performance Max ein Ratespiel. Google empfiehlt grundsätzlich, Video-Assets hochzuladen, weil mehr Asset-Vielfalt dem Algorithmus mehr Spielraum gibt. Aber ob deine konkreten Videos tatsächlich bessere Ergebnisse liefern, ließ sich kaum belegen.
Mit dem neuen Segment bekommst du endlich Zahlen, die diese Frage beantworten. Du kannst unter anderem vergleichen:
- CPA (Kosten pro Conversion): Sind Conversions über Video-Anzeigen günstiger oder teurer?
- Conversion-Rate: Führen Video-Anzeigen zu einer höheren Abschlussquote?
- Impression-Anteil: Wie oft setzt Google überhaupt deine Videos ein?
Diese Daten helfen dir, fundierte Entscheidungen über deinen Video-Einsatz zu treffen, statt dich auf Googles allgemeine Empfehlungen zu verlassen.
Wo findest du das Segment?
Der Weg zum neuen Segment ist unkompliziert:
- Kampagne öffnen. Wähle deine Performance Max Kampagne in Google Ads aus.
- Channel-Performance-Report aufrufen. Du findest ihn in der Kampagnenübersicht unter den Berichtsoptionen.
- Segment auswählen. Wähle „Ads using video” aus der Segment-Auswahl.
Der Report zeigt dir dann die Performance aufgeteilt nach Anzeigen mit und ohne Video – jeweils pro Kanal.
Wenn du bisher keine eigenen Videos in deiner PMax-Kampagne hinterlegt hast, erstellt Google automatisch generierte Videos aus deinen vorhandenen Bildern und Texten. Das neue Segment zeigt dir auch, wie diese automatischen Videos performen – ein guter Anhaltspunkt, ob sich die Investition in eigene Videos lohnen könnte.
Was solltest du mit den Daten anfangen?
Die Zahlen allein bringen wenig, wenn du keine Schlüsse daraus ziehst. Hier einige Szenarien, die sich aus den Daten ergeben können.
Wenn Video-Anzeigen deutlich bessere Ergebnisse liefern, ist das ein klares Signal, mehr in Video-Content zu investieren. Überlege, ob du weitere Varianten testen kannst – unterschiedliche Längen, Botschaften oder Formate wie Hochkant-Videos für mobile Nutzer.
Wenn Video-Anzeigen schlechter abschneiden, heißt das nicht automatisch, dass Video generell nicht funktioniert. Es kann an der Qualität der Videos liegen, an der Zielgruppe oder daran, dass Google die Videos auf Kanälen ausspielt, die für dein Angebot weniger relevant sind. Prüfe in dem Fall, ob deine Videos zur Suchintention deiner Zielgruppe passen.
Wenn Google deine Videos kaum einsetzt, kann das verschiedene Gründe haben. Manchmal sind die Video-Assets technisch nicht optimal – falsches Seitenverhältnis, zu kurz oder zu lang. Oder andere Asset-Kombinationen performen schlicht besser. Auch das ist eine wertvolle Erkenntnis.
Triff keine Entscheidungen auf Basis weniger Tage. Lass mindestens zwei bis drei Wochen Daten auflaufen, bevor du grundlegende Änderungen an deiner Asset-Strategie vornimmst. Performance Max braucht Zeit, um verschiedene Kombinationen zu testen.
Was, wenn du noch keine Videos hast?
Auch wenn du bisher keine Videos für deine PMax-Kampagne erstellt hast, ist das neue Segment relevant. Google generiert in dem Fall automatisch einfache Videos aus deinen Bildern und Texten. Mit dem Segment kannst du jetzt prüfen, ob diese automatischen Videos überhaupt Wirkung zeigen.
Falls die automatisch generierten Videos bereits gute Ergebnisse liefern, könnte das ein Zeichen sein, dass sich echte Videos für dein Angebot besonders lohnen würden. Denn eigens erstellte Videos sind in der Regel deutlich ansprechender als zusammengesetzte Standbilder.
Falls die automatischen Videos kaum Performance bringen, muss das kein schlechtes Zeichen sein. Es kann schlicht bedeuten, dass für deine Branche und Zielgruppe andere Kanäle und Formate besser funktionieren. In dem Fall investierst du deine Ressourcen besser in starke Bilder und überzeugende Anzeigentexte.
Deine Checkliste
Empfohlener Ablaufplan für die Auswertung:
- Channel-Performance-Report öffnen. Gehe in deine PMax-Kampagne und wähle das neue „Ads using video”-Segment aus.
- Video- vs. Nicht-Video-Performance vergleichen. Achte besonders auf CPA, Conversion-Rate und Impression-Anteil.
- Video-Assets prüfen. Kontrolliere, ob Google deine hochgeladenen Videos nutzt oder auf automatisch generierte zurückgreift.
- Ergebnisse dokumentieren. Halte die Werte fest, damit du nach Änderungen einen Vergleich hast.
- Asset-Strategie anpassen. Je nach Ergebnis mehr Video-Varianten testen oder bestehende Videos optimieren.
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