Performance Max liefert seit Februar keine Maps-Anzeigen mehr
Seit dem 3. Februar liefern Performance Max Kampagnen offenbar keine Anzeigen mehr auf Google Maps aus. Im Channel-Report tauchen für Maps null Impressionen und null Spend auf. Das gesamte Budget wandert ins Suchnetzwerk. Was du jetzt prüfen solltest und welche Auswirkungen das hat.
Wenn du Performance Max Kampagnen einsetzt und lokale Sichtbarkeit ein wichtiger Teil deiner Strategie ist, lohnt aktuell ein genauer Blick in die Kanalleistung. Es mehren sich Berichte, dass die Maps-Auslieferung in PMax seit Anfang Februar komplett ausgesetzt ist. Eine offizielle Erklärung von Google gibt es bisher nicht.
Was genau passiert da gerade?
Performance Max Kampagnen scheinen seit dem 3. Februar 2026 keine Impressionen mehr auf Google Maps auszuliefern. Stattdessen wird das gesamte Budget vollständig ins Google Suchnetzwerk verschoben. Der Effekt taucht über verschiedene Branchen und Account-Größen hinweg auf.
Die Datenlage ist eindeutig: Im Kanalleistungs-Report unter „Maps” steht in betroffenen Accounts seit Anfang Februar konstant eine Null. Gleichzeitig zeigt Google Suche teilweise einen Anteil von 96 Prozent oder mehr an den Kosten.
Das ist ungewöhnlich. PMax verteilt das Budget normalerweise dynamisch über Search, Display, YouTube, Shopping, Discover, Gmail, Maps und Suchpartner. Wenn ein Kanal komplett wegfällt und das Budget nicht ins Maps-Inventar fließt, deutet das stark auf einen Bug oder eine stille Änderung an Googles Auslieferung hin.
Warum ist das gerade für lokale Anbieter wichtig?
Wer lokal sichtbar sein will, hat in den letzten Jahren auf das Zusammenspiel zwischen Google Business Profile, lokalen Suchanzeigen und PMax gesetzt. Maps war dabei oft ein wichtiger Touchpoint, gerade wenn Nutzer schon mit konkreter lokaler Absicht unterwegs sind.
Ein Handwerker, der über PMax neben Search auch Maps mitnimmt, verliert mit diesem Bug einen Teil der Sichtbarkeit. Eine Anwaltskanzlei, die über lokale Anfragen wächst, ebenfalls. Das Tückische: In den Top-Zahlen wie Klicks, Conversions oder Kosten musst du gar nicht zwingend etwas Auffälliges sehen. Das Budget wird ja weiterhin ausgegeben, nur eben anders verteilt.
Genau deshalb fällt der Effekt vielen Werbetreibenden nicht sofort auf. Wer nicht aktiv in den Channel-Performance-Report schaut, sieht den Verlust nicht.
Wie prüfst du, ob deine Accounts betroffen sind?
Der Weg ist überschaubar. In Google Ads öffnest du deine Performance Max Kampagne und gehst im linken Menü auf „Insights und Berichte”. Dort findest du die Visualisierung „Woher stammen Ihre Conversions?”, die das Budget und die Conversions auf alle Kanäle aufteilt. Wenn Maps seit Februar konstant null Kosten und null Anteil zeigt, hast du den Effekt im eigenen Account.
Es lohnt zusätzlich, einen längeren Zeitraum zu wählen, idealerweise drei Monate. So erkennst du, wann genau die Maps-Auslieferung gestoppt hat und wie viel Anteil sie vorher gehabt hat.
Wer Store-Visits oder Anrufe als Conversion-Ziel definiert hat, sollte zusätzlich prüfen, ob diese Conversions seit Februar zurückgegangen sind. Auch hier kann der ausgefallene Maps-Kanal eine stille Ursache sein, die in den aggregierten Zahlen untergeht.
Bei lokalen Accounts hilft es, zusätzlich die Suchbegriffe der letzten Monate mit denen aus dem Vorjahr zu vergleichen. Wenn klassische lokale Begriffe wie „in der Nähe” oder Stadt-Suchen plötzlich weniger Volumen bringen, ist das ein weiteres Indiz, dass dir Sichtbarkeit über Maps verloren geht.
Was bedeutet das für deine Kampagnen-Strategie?
Solange Google sich nicht offiziell äußert, bist du in einer Situation, in der du den Bug nicht direkt fixen kannst. Performance Max entscheidet selbst, wo die Anzeigen ausgespielt werden. Du kannst die Kanal-Verteilung nicht manuell steuern.
Was du aber tun kannst, ist deine Erwartungshaltung an PMax in Bezug auf lokale Sichtbarkeit überprüfen. Wenn Maps für dich ein wichtiger Kanal war, lohnt sich aktuell ein zweiter Blick auf ergänzende Maßnahmen. Das kann eine eigene Suchkampagne mit lokalen Keywords sein, eine stärkere Pflege deines Google Business Profils oder Local Services Ads, falls deine Branche sie nutzen kann.
Wichtig ist, das Ganze nicht als Dauerlösung zu sehen. Sobald Google den Bug behebt oder die Änderung offiziell macht, wirst du deine Strategie wieder anpassen müssen.
Wie kommunizierst du das im Account?
Falls du Verantwortung für mehrere Accounts trägst oder mit einem Berater zusammenarbeitest, lohnt sich eine kurze Notiz im Account-Logbuch. Das hilft später dabei, Veränderungen in der Performance richtig einzuordnen. Ein plötzlicher Conversion-Rückgang seit Februar lässt sich so nicht fälschlicherweise auf Saisonalität, Wettbewerber oder Gebote schieben.
Wenn du Reportings für interne Stakeholder erstellst, ist es ehrlicher, den Maps-Bug aktiv zu erwähnen, statt die Zahlen unkommentiert weiterzureichen. Das vermeidet falsche Schlüsse und zeigt, dass du die Plattform aktiv beobachtest.
Deine Checkliste
Empfohlener Ablaufplan für die Umsetzung:
- Channel-Report prüfen. In jeder PMax-Kampagne unter „Insights und Berichte” den Channel-Performance-Report öffnen und die Maps-Spalte für die letzten drei Monate kontrollieren.
- Conversion-Verlauf abgleichen. Wenn Maps seit Februar null zeigt, parallel die Entwicklung lokaler Conversions wie Anrufe oder Routenanfragen anschauen.
- Account-Logbuch ergänzen. Den ausgefallenen Maps-Kanal als bekannten Faktor dokumentieren, damit Performance-Entwicklungen seit Februar richtig eingeordnet werden.
- Lokale Sichtbarkeit ergänzen. Wenn Maps ein wichtiger Kanal war, eine eigene Suchkampagne mit lokalen Begriffen oder verstärkte Pflege des Google Business Profils einplanen.
- Updates beobachten. Sobald Google offiziell reagiert oder der Bug behoben ist, die Strategie wieder zurückführen.
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