Conversion Traffic
Smartphone auf Holzschreibtisch mit ChatGPT-Konversation und Anzeigen-Box

ChatGPT Ads: was funktioniert, was kommt, was sich lohnt.

Werbung in ChatGPT läuft seit dem 24. August 2026 in Deutschland, und seit dem 31. August kannst du sie selbst buchen. Auf dieser Seite steht der aktuelle Stand, ehrlich sortiert: was geht, was noch nicht geht, was es kostet. Ich halte sie aktuell.

Selbst buchen geht seit dem 31. August 2026. Am 1. September im eigenen deutschen Konto geprüft, ab 15 € am Tag oder 65 € je Kampagne.

Was sind ChatGPT Ads überhaupt?

Seit 2026 testet OpenAI Werbung direkt in ChatGPT. Anzeigen erscheinen als Empfehlungen am Ende einer Antwort, wenn sie zum Gesprächskontext passen.

1

Wo erscheint die Anzeige?

In einer eigenen Box am Ende der ChatGPT-Antwort. In der deutschen App klar mit dem Wort „Anzeige“ gekennzeichnet, optisch vom organischen Text abgesetzt. Keine Banner, keine Pop-Ups.

2

Wie wird die Anzeige ausgewählt?

Auf Basis des Gesprächsthemas, nicht über Suchbegriffe oder Profile aus deinem Surfverhalten. ChatGPT nutzt nur den aktuellen Konversationskontext.

3

Wer sieht die Anzeigen?

Free-User und ChatGPT-Go-User (8 $/Monat). Plus, Pro und Enterprise sind werbefrei. Reichweite: rund 800 Millionen aktive Nutzer pro Woche weltweit.

ChatGPT-App auf einem Android-Handy: Unter der Antwort auf eine Reisefrage steht eine als Anzeige gekennzeichnete Einblendung von CHECK24 für Hotels in den Niederlanden
So sieht das in der App aus. Unter der Antwort auf eine Reisefrage steht eine Anzeige von CHECK24, gekennzeichnet mit dem Wort „Anzeige“. Eigener Screenshot vom 26. August 2026, zwei Tage nach dem deutschen Start.

Wo es ChatGPT Ads heute schon gibt

In den USA läuft das Format seit Anfang 2026, im Juni kamen fünf Märkte dazu, im August Mexiko und Brasilien. Deutschland folgt am 24. August zusammen mit 30 weiteren europäischen Ländern.

Region Status
Deutschland, Österreich, Schweiz Self-Service seit 31. August 2026 offen, am eigenen deutschen Konto geprüft. Abrechnung in Euro, Mindest-Tagesbudget 15 €
Übriges Europa (31 Märkte insgesamt) Gleicher Stand, Self-Service offen
USA, Kanada, Australien, Neuseeland Self-Service live, kein Mindestbudget
UK, Japan, Südkorea, Brasilien, Mexiko Live, Self-Service offen

Wie man heute an Zugang kommt Was sich zuletzt geändert hat

Was am 24. August geht und was nicht

In den Ankündigungen tauchen Zielgruppen-Uploads, ein Pixel und eine Conversions API auf. Das ist der Stand in den USA. Der europäische Start ist deutlich konservativer, und diese Lücke ist der wichtigste Teil der ganzen Meldung.

Zugang

Geht

Selbst buchen. Seit dem 31. August 2026 ist der Beta-Self-Service in allen 31 europäischen Märkten offen, ich habe es am 1. September mit meinem deutschen Konto nachgeprüft. Der Anzeigenmanager läuft bis in die Kampagnenerstellung durch, Deutschland ist als Standort wählbar, abgerechnet wird in Euro, das kleinste Tagesbudget liegt bei 15 €. Der Weg über das Ads-Solutions-Team, Agenturpartner und Technologiepartner besteht daneben weiter.

Geht nicht

Als Rechtsdienstleister werben, dieser Ausschluss bleibt bestehen. Zugelassen sind bestimmte Kategorien, und jede Anzeige läuft durch eine Freigabeprüfung. Ob eine Kampagne nach hinterlegter Zahlungsart tatsächlich ausgespielt wird, habe ich noch nicht geprüft, so weit ist mein Test am 1. September nicht gegangen.

Targeting

Geht

Das aktuelle Gesprächsthema, der Gerätetyp, dazu Kontext-Hinweise, mit denen du Themen beschreibst, in denen dein Angebot passt. Regional geht die Ausrichtung in Deutschland bis auf Postleitzahl-Ebene, das habe ich am 1. September im eigenen Konto geprüft. iOS-App, Android-App und Web lassen sich einzeln steuern.

Geht nicht

Frühere Unterhaltungen, gespeicherte Erinnerungen und hochgeladene Kundenlisten bleiben tabu. Custom Audiences gibt es bisher nur im US-Markt, und dort erst ab 25.000 gematchten Nutzern. Ob es neben der Postleitzahl auch eine Ausrichtung nach Umkreis gibt, habe ich noch nicht geprüft.

Reichweite

Geht

Nutzer der Tarife Free und Go, dazu nicht eingeloggte Nutzer.

Geht nicht

Plus, Pro, Business, Enterprise und die Bildungstarife bleiben werbefrei. Konten mit erkanntem Alter unter 18 werden ausgenommen. Ebenfalls werbefrei bleiben sensible Gespräche, etwa zu mentaler und persönlicher Gesundheit, unabhängig davon, welche Branche wirbt.

Kampagne anlegen

Geht

Die Ziele Reichweite, Klicks und Conversions, dazu die Gebotsstrategie "Ergebnisse maximieren". Eigene Ereignisse lassen sich anlegen und werden auch gezählt, auf meiner Seite messe ich so die Kontaktabsicht aus Anruf-, Mail- und Button-Klicks.

Geht nicht

Das Ereignis, auf das eine Kampagne hin optimiert, nach dem Start noch wechseln. Es steht dann fest, und wer ein anderes messen will, baut die Kampagne neu. Bei Google Ads ist das jederzeit umstellbar. Ausrichten lässt sich die Werbung außerdem nur auf die vorgegebenen Ziele, ein eigenes Ereignis steht in der Zielauswahl nicht zur Wahl. Beides habe ich am 2. September an meiner eigenen laufenden Kampagne gesehen.

Messung

Geht

Der OpenAI-Pixel im Browser, die Conversions API vom Server aus, dazu unterstützte Messpartner. Je Ereignis meldest du über genau einen der beiden Wege. Der Pixel vergibt seine Ereignis-ID selbst, deshalb lässt sich ein Browser-Ereignis nicht mit einem Server-Ereignis zusammenführen, und wer beides meldet, zählt jede Anfrage doppelt.

Geht nicht

Eine Abrechnung pro Conversion oder nach ROAS. Es gibt conversion-optimierte Klickkampagnen, bezahlt wird aber weiter pro Klick.

Kampagnenübersicht im OpenAI Anzeigenmanager mit deutschem Konto: Standort Deutschland, Tagesbudget in Euro, Gebotsstrategie Ergebnisse maximieren
So weit kommt ein deutsches Konto heute: Standort Deutschland, Budget in Euro, letzter Schritt ist die Abrechnung. Die Sperrmeldung aus dem August erscheint nicht mehr. Eigener Screenshot vom 1. September 2026, die Einzelheiten stehen im Beitrag zum OpenAI Ads Manager.

Was ChatGPT Ads kostet

Für Europa hat OpenAI keine Preise genannt. Die beiden ersten Werte habe ich deshalb in meinem eigenen Konto gemessen, die übrigen stammen aus den USA. Sie geht seit dem Pilotstart klar weg von Premium-Image-Werbung und hin zu Performance-Marketing, also denselben Weg, den Google Ads und Meta früher gegangen sind.

Klickpreis (CPC)

rund 1,20 €

In meinem eigenen Test im September 2026 gemessen, eine Nische über zehn Tage. OpenAI empfiehlt als maximales Startgebot 3 bis 5 $, tatsächlich gezahlt habe ich also deutlich weniger. Was du zahlst, entscheidet die Auktion, und die gewichtet neben dem Gebot auch die Relevanz.

Tausenderkontaktpreis (CPM)

rund 15 €

Ebenfalls aus meinem Test, je Kampagne zwischen 9 und 16 €. Aus den USA werden etwa 25 $ berichtet, zum Pilotstart waren es rund 60 $ und damit Live-Sport-Niveau.

Mindestbudget je Kampagne

15 € oder 65 €

Beim Anlegen entscheidest du dich für eine der beiden Budget-Arten: entweder ein Tagesbudget ab 15 € oder ein Gesamtbudget ab 65 € für die ganze Laufzeit. Abgelesen in meinem eigenen Konto am 1. September 2026, in keiner Dokumentation genannt. In den USA liegt das Tagesbudget bei 25 $, in Großbritannien bei 15 £.

Mindest-Commitment

keins mehr

Zum Start lag es bei 200.000 bis 250.000 $, im April fiel es auf 50.000 $, seit dem Self-Service im Mai gibt es keines mehr.

Zu einem Euro zwanzig je Klick rechnet sich der Kanal rein rechnerisch für fast jedes beratungsintensive Angebot. Ob dieser Preis hält, ist die offene Frage. Er stammt aus einem jungen Markt, in dem kaum jemand bietet, und aus einer einzigen Nische. In den USA berichten Agenturen je nach Branche und Markt von 3 bis 22 $ je Klick, die Spanne ist also groß.

So kommst du an den Zugang

Bis Ende August war das die schwierigste Frage auf dieser Seite. Seit dem 31. August 2026 ist sie in zwei Sätzen beantwortet.

Du legst das Konto selbst an

Unter ads.openai.com meldest du dich mit deinem OpenAI-Login an, richtest Unternehmen, Land, Währung und Zeitzone ein und baust die Kampagne selbst. Der Beta-Self-Service ist in allen 31 europäischen Märkten offen, ich habe das am 1. September mit einem deutschen Konto geprüft. Bevor Anzeigen laufen, brauchst du eine hinterlegte Zahlungsart und ein Kontologo.

Was es mindestens kostet

15 € am Tag oder 65 € je Kampagne

Was dich ausschließt

Deine Branche

Zugelassen sind bestimmte Kategorien, und jede Anzeige läuft durch eine Freigabeprüfung. Rechtsdienstleistungen sind komplett ausgeschlossen. Finanz-, Versicherungs- und Gesundheitswerbung hat OpenAI im Juli 2026 für geprüfte Werbetreibende geöffnet, allerdings nur in den USA, außerhalb ist sie bisher nicht vorgesehen.

Daneben gibt es die drei Wege, über die vor dem Self-Service gebucht wurde. Sie bestehen weiter und richten sich an Budgets, über die wir hier nicht reden. Für ein mittelständisches Budget sind sie seit dem 31. August überflüssig geworden.

Ads-Solutions-Team von OpenAI

Kein genanntes Mindestbudget, dafür weder Auswahlkriterien noch eine Frist. OpenAI beschreibt den Weg selbst als Angebot für größere Werbetreibende.

Agenturpartner

Publicis, Omnicom, WPP, Havas, Dentsu und Mediaplus. Internationale Gruppen mit eigenen Eintrittsschwellen und Aufschlägen auf das Mediabudget.

Technologiepartner

Adobe, Criteo, Kargo, Pacvue, StackAdapt. Hier stehen die einzigen belegten Zahlen, StackAdapt hat seine Mindestabnahme gestrichen, Criteo sie auf 10.000 Dollar gesenkt. Beides US- und UK-Angaben.

Was mein eigener Test ergeben hat

Ich habe den Kanal Anfang September selbst geschaltet. Mich hat interessiert, was ein Klick hier kostet, denn dazu gibt es für Deutschland bis heute keine belastbare Zahl.

Was mich ein Klick gekostet hat

rund 1,20 €

Deutlich unter dem, was OpenAI als Startgebot empfiehlt, und ein Bruchteil dessen, was dieselben Begriffe in Google Ads kosten. Gemessen in einer Nische, auf einem Konto, über zehn Tage im September 2026.

Wie oft geklickt wurde

etwa 1,2 %

Klickrate über die gesamte Laufzeit. In einer Antwort steht jeweils eine Anzeige, deshalb lässt sich dieser Wert nicht mit der Klickrate aus der Google-Suche vergleichen.

Angefragt hat aus diesen Besuchern niemand. Ich wollte erst einmal sehen, was überhaupt passiert, und habe die Kampagne danach nicht weiterlaufen lassen. Für eine belastbare Aussage über Anfragen bräuchte es ein deutlich größeres Budget über einen längeren Zeitraum, das war hier nicht das Ziel.

Woran es lag, kann ich dir trotzdem nicht sagen, und genau darin liegt der heutige Stand des Kanals. Es gibt keine Suchbegriffe, keine Zielgruppendaten, keinen Wettbewerbsvergleich. Du siehst nicht, in welchen Gesprächen deine Anzeige lief und welche davon danebenlagen. In Google Ads lese ich nach einer Woche die Suchbegriffe und weiß, was ich ausschließe. Hier fehlt dieser Weg. Der Kanal ist heute ein Testfeld, planbar arbeiten lässt sich damit noch nicht.

In welcher Branche das funktioniert, lässt sich heute nicht sagen. Aus den USA wird berichtet, dass Software und Dienstleistungen mit längerem Rechercheweg vorn liegen und der Handel sich schwerer tut. Für Deutschland fehlt diese Erfahrung noch komplett. Den meisten rate ich deshalb gerade, abzuwarten. Wer jetzt Anfragen braucht, ist in Google Ads besser aufgehoben, dort siehst du für jeden ausgegebenen Euro, welche Suche ihn ausgelöst hat.

Wann sich ChatGPT Ads für dich lohnen können

Buchen kannst du seit Ende August. Das sind die Konstellationen, in denen sich ein Einstieg am ehesten rechnet:

  • Du verkaufst Konsumgüter (Mode, Möbel, Kosmetik, Elektronik) und willst neue Käuferschichten erreichen
  • Du bist überregionaler Dienstleister oder B2B-Anbieter, dessen Zielgruppe ChatGPT in der Recherche nutzt
  • Du betreibst einen Online-Shop und willst mit deinem Produktfeed in ChatGPT-Antworten auftauchen
  • Du bist im Reise-, Bildungs- oder Entertainment-Bereich – Branchen, die OpenAI früh freigegeben hat
  • Du machst schon Google Ads und willst einen zweiten Kanal früh mitnehmen, solange dort wenig Wettbewerb ist

Ob es bei dir passt, klären wir am besten direkt im Gespräch.

Mein Ansatz: ehrlich einordnen

Ich rate dir zu ChatGPT Ads nur dann, wenn sie zu deinem Geschäft passen.

Buchbar heißt nicht automatisch sinnvoll. Dass ein Thema gerade durch die Fachpresse geht, ist erst recht kein Grund, Geld hineinzustecken.

Was ich mitbringe: über 15 Jahre Erfahrung mit bezahlter Suchmaschinenwerbung. Diese Erfahrung übertrage ich auf das neue Format. Ich tue dabei nicht so, als hätte ich ChatGPT-Ads-Cases, die es heute auch noch gar nicht ehrlich geben kann.

ChatGPT Ads ergänzt Google Ads als zusätzlicher Kanal. Beide erreichen Menschen in unterschiedlichen Phasen ihrer Entscheidung.

Benjamin Häntzschel – Google Ads Spezialist

Was du bei mir bekommst

Sechs Bausteine, die zusammen den Unterschied machen.

1

Wie das Format funktioniert

Bevor du Geld in einen Kanal steckst, musst du verstehen wie er funktioniert. Wo Anzeigen erscheinen, wie sie ausgewählt werden, was sie kosten – ich erkläre dir das ohne Marketingsprache.

2

Themen statt Suchbegriffe

ChatGPT zeigt Anzeigen anhand von Konversationsthemen, nicht klassischer Keywords. Wir überlegen gemeinsam, in welchen Gesprächen deiner Zielgruppe deine Anzeige relevant wäre.

3

Werbetexte für Konversationen

Ein Sales-Slogan funktioniert in einer Antwort nicht. Werbetexte müssen klingen wie eine hilfreiche Empfehlung, nicht wie ein Werbespruch.

4

Zielseiten für ChatGPT-Traffic

Wer aus einer ChatGPT-Antwort kommt, hat andere Erwartungen als jemand aus einer Google-Suche. Die Zielseite muss dazu passen.

5

Tracking, das den Kanal sauber trennt

Damit wir sehen, ob es sich rechnet: Conversion-Tracking, das Anfragen aus ChatGPT klar von anderen Quellen trennt.

6

Komplementär zu Google Ads

Auf Wunsch verzahne ich ChatGPT Ads mit deinem bestehenden Google-Ads-Setup, damit das Gesamtbild stimmt.

Was ich verspreche – und was bewusst nicht

Was ich verspreche

  • Ehrliche Einschätzung, ob ChatGPT Ads für dich Sinn ergibt
  • Verzahnung mit deiner Google-Ads-Strategie
  • Tracking, das den Kanal wirklich messbar macht
  • Updates zum Stand: ich melde mich, wenn sich etwas ändert

Was ich bewusst nicht verspreche

  • × Schnelle Anfragen aus einem Format, das in Deutschland gerade erst startet
  • × Aggregat-Zahlen aus anderen Kanälen als ChatGPT-Erfolg verkaufen
  • × Dass ChatGPT Ads jeden anderen Kanal ersetzt
  • × Klickpreise für Deutschland, die hier noch niemand gemessen hat

Für welche Branchen passt das?

Nicht jeder Kanal passt zu jeder Branche. Hier meine Einschätzung pro Schwerpunkt.

Kanzleien

Werbung für Rechtsdienstleistungen lässt OpenAI in seinen Werberichtlinien bisher gar nicht zu, die April-Lockerung betraf nur, welche Anzeigen neben Rechtsthemen stehen dürfen. Für Kanzleien bleibt Google Ads der Kanal, ChatGPT ist reines Beobachtungsfeld.

B2B-Dienstleister

Recherche-Anfragen in ChatGPT sind hochinteressant: Entscheider fragen ChatGPT in der Vorabklärung. Hier kann sich ChatGPT Ads schnell rechnen.

(Lokale) Dienstleister

Empfehlungsfragen wie „wen kannst du mir dafür empfehlen?“ landen auch in ChatGPT, und lokale Dienstleistungen gehören bei OpenAI zu den ausdrücklich zugelassenen Kategorien. Der Haken war lange die Ausrichtung, weil sich Werbung in Deutschland nur landesweit schalten ließ. Seit dem Self-Service geht sie bis auf Postleitzahlen, damit ist der Kanal auch für rein lokale Anbieter testbar geworden. Ob es zusätzlich eine Ausrichtung nach Umkreis gibt, ist offen.

E-Commerce

Product Cards mit Preis, Stock und Lieferzeit sind das stärkste ChatGPT-Format aktuell. OpenAI baut den Ads Manager inzwischen auf Produktfeeds aus, ähnlich wie Google und Meta. Wer seinen Merchant-Center-Feed gepflegt hat, ist vorbereitet.

Was sich wann geändert hat

Der Kanal verändert sich im Wochentakt, und vieles davon widerspricht dem, was drei Monate vorher galt. Deshalb führe ich die Chronologie hier mit, statt sie in den Meldungen von gestern zu lassen.

September 2026

11. September · Mein eigener Test ist gelaufen, und er zeigt vor allem, was man nicht sieht Eigener Test

Zehn Tage lang lief eine eigene Kampagne auf meine Website. Ein Klick hat mich rund 1,20 € gekostet, die Klickrate lag bei etwa 1,2 %. Das ist ein Bruchteil dessen, was dieselben Begriffe in Google Ads kosten, und es ist meines Wissens die erste gemessene Zahl aus Deutschland überhaupt. Angefragt hat aus den Besuchern niemand, fast alle waren nach der ersten Seite wieder weg. Mir ging es um erste Ergebnisse, weiterlaufen lassen habe ich die Kampagne nicht; für eine Aussage über Anfragen bräuchte es ein deutlich größeres Budget. Woran es lag, kann ich ohnehin nicht sagen, und genau das ist der Punkt. Es gibt keine Suchbegriffe, keine Zielgruppendaten und keinen Wettbewerbsvergleich. Man sieht nicht, in welchen Gesprächen die Anzeige lief und welche davon danebenlagen. Damit fehlt der Weg, auf dem ich in Google Ads nach einer Woche weiß, was ich ausschließe.

11. September · Adform bekommt Zugang für seine Kunden

Adform kommt als erster Anbieter mit europäischem Schwerpunkt in die Partner-Kohorte, die bisher rein amerikanisch besetzt war. Damit gibt es neben dem Self-Service einen zweiten, verwalteten Weg für europäische Einkäufer. Für ein kleines Unternehmen ändert das nichts. Seit dem 31. August steht der Anzeigenmanager in allen 31 europäischen Märkten direkt offen, und der Weg über eine Nachfrage-Plattform kommt mit Mindestabnahmen, die sich erst bei ganz anderen Budgets rechnen. Erwähnenswert ist daran vor allem, dass OpenAI den Partnerkanal parallel weiter ausbaut, statt alles auf den Self-Service zu lenken.

10. September · Konkurrierende KI-Werkzeuge dürfen nicht mehr werben

Anbieter von KI-Bild- und Audio-Werkzeugen werden laut Bericht als Werbetreibende gesperrt. In den Werberichtlinien in der Fassung 1.4 vom 10. August steht das nicht, OpenAI hat es nicht bestätigt, es kommt aus der Fachpresse. Es passt aber zu einer Regel, die dort schon steht. Im Zweifel lehnt OpenAI den ganzen Werbetreibenden ab und nicht nur die einzelne Anzeige. Wer in einem Bereich arbeitet, den OpenAI als eigenes Geschäftsfeld sieht, sollte damit rechnen, gar nicht erst zugelassen zu werden.

5. September · Der Anzeigenmanager bekommt Zielgruppen, Messung und Berichte

OpenAI weitet ChatGPT Ads weltweit aus und baut das Werkzeug dahinter aus. Dazugekommen sind eine Zielgruppen-Aussteuerung, eine Conversion-Messung und Berichte. Aus einem Anzeigenprodukt mit wenigen Knöpfen wird damit Schritt für Schritt ein Baukasten, wie man ihn aus Google Ads kennt. Für den deutschen Zugang ändert die Meldung nichts, selbst buchen kann man hier seit dem 31. August. Interessant ist daran die Richtung. OpenAI baut genau die Steuerung nach, an der es im Sommer noch gefehlt hat.

4. September · Wer dort inzwischen wirbt, und wie viel Werbung Nutzer sehen

OpenAI meldet für sein Anzeigengeschäft eine auf das Jahr hochgerechnete Laufrate von einer Milliarde Dollar. Zwei andere Zahlen aus derselben Auswertung sagen mehr. Der Anteil der Finanzdienstleister am Werbeumsatz ist zwischen April und August von 2 auf 13 Prozent gestiegen, und die Anzeigendichte auf Mobilgeräten hat sich seit dem Frühjahr mehr als verdoppelt. Nutzer sehen dort also spürbar mehr Werbung als noch vor einem halben Jahr, und es sind beratungsintensive Anbieter, die den Kanal zuerst ernst nehmen. Beides beschreibt den US-Markt, Finanzdienstleistungen sind außerhalb der USA weiterhin gesperrt. Für Kanzleien, Handwerksbetriebe und Praxen hier ist das ein Signal zum Beobachten und noch keine Entscheidung.

4. September · Comscore misst gesponserte Antworten als eigene Kategorie

Comscore führt gesponserte Antworten in ChatGPT ab jetzt als eigene Kategorie. Damit gibt es zum ersten Mal Zahlen zur Anzeigendichte, die nicht von OpenAI selbst stammen. Bei Hotel-Anfragen ist der Anteil der Antworten mit gesponsertem Link binnen drei Monaten von 6 auf 24 Prozent gestiegen. Das ist die stillere Meldung dieses Tages und auf Dauer die nützlichere, weil sich Aussagen über den Kanal damit unabhängig nachprüfen lassen.

2. September · Das Ziel einer Kampagne steht nach dem Start fest Eigener Test

Beim Umbau meiner eigenen Kampagne habe ich gesehen, dass sich das Ereignis, auf das eine Kampagne hin optimiert, hinterher nicht mehr tauschen lässt. Ich wollte von der abgeschickten Anfrage auf die Kontaktabsicht wechseln und musste die Anzeigengruppe dafür komplett neu bauen. Bei Google Ads ist das eine Einstellung, die man jederzeit ändert. Der zweite Fund vom selben Tag geht in dieselbe Richtung. Eigene Ereignisse kann man anlegen, sie werden gezählt und tauchen mit ihrem Namen in der Auswertung auf, in der Zielauswahl einer Kampagne stehen sie trotzdem nicht. Steuern lässt sich die Auslieferung nur über die vorgegebenen Ziele. Wer jetzt anfängt, richtet deshalb erst alles ein, was er später messen will, und baut danach die Kampagne.

2. September · Erstes Kundenkonto: die Kreditkarte ist der Engpass Eigener Test

Mit einem Kunden habe ich das erste Werbekonto angelegt. Der Weg funktioniert so, wie ich ihn empfehle: der Kunde registriert das Konto selbst, lädt mich unter Einstellungen als Benutzer ein, und Zahlungsmittel wie Inhaberschaft bleiben bei ihm. Hängen geblieben sind wir an der Abrechnung. Der Anzeigenmanager nimmt ausschließlich Kreditkarten, keine Lastschrift und kein PayPal, und eine private Karte will niemand fürs Firmenkonto hinterlegen. Wer den Termin plant, klärt die Firmenkreditkarte vorher. Zwei weitere Dinge, die erst im Konto auffallen: ohne hochgeladenes Logo wird nichts ausgeliefert, und die Liste der Geschäftsbereiche ist grob. Für einen Ankaufbetrieb blieb nur „Sonstiges“, und die Wahl steht danach fest.

2. September · Die Werberichtlinien im Wortlaut

Die Richtlinienseite von OpenAI blockt automatisierte Abrufe, deshalb lief bisher alles über Fachauswertungen. Jetzt liegt mir der Text der Fassung 1.4 vom 10. August vor, und drei Regeln standen in keiner Auswertung. Einzelne Stellenanzeigen und einzelne Immobilienangebote sind verboten, eine Plattform mit Angeboten darf werben, solange weder Anzeige noch Zielseite ein konkretes Objekt nennt. Eine Zielseite, die das Prüfsystem nicht lesen kann, läuft nicht, deshalb gehört der Anzeigen-Crawler in die robots.txt. Und wessen Hauptgeschäft in einer gesperrten Kategorie liegt, kann als Werbetreibender insgesamt abgelehnt werden, nicht nur mit der einzelnen Anzeige. Bei Finanzdienstleistungen bleibt es dabei: außerhalb der USA gesperrt, ausdrücklich genannt sind dort auch Anlagen wie Goldbarren. Ein Betrieb, der Gold ankauft, verkauft nichts, ob die Prüfung das so liest, zeigt die erste eingereichte Anzeige.

2. September · Messung: Pixel oder Conversions API, nie beides Eigener Test

Beim Durchmessen der eigenen Seite hat sich eine Annahme aus der Fachpresse erledigt. Pixel und Conversions API lassen sich nicht über eine gemeinsame Ereignis-ID zusammenführen, weil der Pixel seine ID selbst erzeugt und keine eigene annimmt. Wer beides meldet, zählt jede Anfrage doppelt. Dazu ein Detail für alle, die den Pixel direkt ins Seiten-Template setzen: er misst standardmäßig auch ohne Einwilligung, solange man ihm vor dem Start nicht ausdrücklich die Zustimmung entzieht. Im Tag Manager an einem Einwilligungs-Trigger lädt er ohne Zustimmung gar nicht erst, das ist der sauberere Weg. Vertraglich sind OpenAI und Werbetreibender bei diesen Werkzeugen eigenständig verantwortlich, die Datenschutzerklärung braucht dafür einen eigenen Absatz.

1. September · Selbst buchen geht jetzt auch hier Eigener Test

Ich habe den Anzeigenmanager mit meinem deutschen Konto geöffnet, und die Sperre vom August ist weg. Die Einrichtung läuft bis zum Abrechnungsprofil durch: Deutschland als Standort, Abrechnung in Euro, als Ziel wahlweise Reichweite, Klicks oder Conversions, ausgespielt wahlweise in der iOS-App, der Android-App und im Web. Die größte Überraschung steckt im Geo-Targeting. Es geht bis auf Postleitzahl-Ebene, auch hier. Die Fachpresse hatte zum Europa-Start noch berichtet, außerhalb der USA sei nur ein ganzes Land wählbar. Beim Budget hast du die Wahl zwischen einem Tagesbudget ab 15 € und einem Gesamtbudget ab 65 € je Kampagne. Und die Option „Textanpassung“ steht von Haus aus auf Ein, die KI erzeugt dann eigene übersetzte und personalisierte Fassungen deiner Texte, die ohne deine Freigabe ausgespielt werden. Ich würde sie zunächst ausschalten, weil du für das haftest, was in deiner Anzeige steht.

August 2026

31. August · OpenAI öffnet den Self-Service für Europa

OpenAI meldet den Beta-Zugang zum Anzeigenmanager für alle 31 europäischen Märkte, direkt für zugelassene Werbetreibende, ohne dass ein Partner den Zugang vermitteln muss. Es gilt dasselbe Modell wie in den USA, also zugelassene Kategorien und eine Freigabeprüfung je Anzeige. Rechtsdienstleistungen bleiben ausgeschlossen. Am selben Tag meldet OpenAI eine auf das Jahr hochgerechnete Werbeumsatz-Rate von einer Milliarde Dollar, gebucht sind davon nach Branchenrechnung bisher rund 330 Millionen.

31. August · Zugang: drei Wege, und wo die echten Zahlen stehen

Zum Stichtag lässt sich der Zugang klar sortieren. Über das Ads-Solutions-Team von OpenAI nennt niemand ein Mindestbudget, aber auch keine Kriterien und keine Frist. Über die Technologiepartner gibt es dagegen Zahlen: StackAdapt hat seine Mindestabnahme von 50.000 Dollar gestrichen, Criteo sie auf 10.000 Dollar gesenkt. Bis zu diesem Tag galt außerdem ein Muster, das für die deutsche Frage wichtiger war als jeder einzelne Marktstart: In den Märkten, die seit dem 24. August dazugekommen waren, kam der Self-Service in keinem einzigen mit. Am selben Abend hat OpenAI ihn dann für ganz Europa geöffnet.

24. August · Start in Europa

Start in 31 europäischen Märkten, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Der Zugang läuft zuerst über Vertrieb und Partner, das Targeting ist rein kontextuell. Beim Geo-Targeting hieß es zu diesem Zeitpunkt, außerhalb der USA lasse sich nur ein ganzes Land auswählen. Das galt nur bis zum Self-Service, seit dem 1. September ist im deutschen Konto die Postleitzahl-Ebene nachweisbar.

24. August · Automatische Gebote, Plattform-Ziele, View-Through-Spalte

Zum Start kommen automatisches Gebotsmanagement und Zielsteuerung nach Plattform dazu. Der Ads Manager weist View-Through-Conversions in einer eigenen Spalte aus, mit festem Fenster von einem Tag und ohne Einfluss auf CPA und Gebotssteuerung.

24. August · Eigener Test des Anzeigenmanagers Eigener Test

Der Anzeigenmanager unter ads.openai.com ist am Starttag auch mit einem deutschen Konto erreichbar und vollständig auf Deutsch übersetzt, er heißt dort „Anzeigenmanager Beta“. Die Einrichtung fragt nach Unternehmen, Website, Land, Währung und Zeitzone und läuft bis zum Ende durch. Danach steht dort, der Ads Manager sei im eigenen Land noch nicht verfügbar, mit Verweis auf ads-support@openai.com.

24. August · Erste Reichweitenzahlen von Adthena

In den USA tragen 4,47 Prozent der Anfragen eine Anzeige, und in einer Antwort steht jeweils nur eine. Der Handel stellt 39 Prozent aller Anzeigen und deckt damit 24 Prozent der Anfragen ab. Personalisiertes Targeting ist im EWR zum Start ausgeschaltet. Die Zahlen stammen aus den USA, für den deutschsprachigen Raum gibt es nichts Vergleichbares, und sie kommen von einem Anbieter mit eigenem Interesse an dem Thema, unabhängig geprüft sind sie nicht.

21. August · „Maximize results“ ist vorausgewählt

In neuen Anzeigengruppen ist diese Gebotsstrategie voreingestellt, sofern die Gruppe dafür in Frage kommt. Eine Zusage auf CPA, CPC oder ROAS gibt sie nicht, einen festen Deckel bekommst du weiterhin nur über die manuelle Steuerung mit Max bid. Am selben Tag trennt die Zielsteuerung nach Plattform iOS App, Android App und Web, das Reporting in den Insights bleibt dagegen bei zwei Kategorien und zählt mobiles Web weiter als Mobile. Steuerung und Auswertung liegen damit auf unterschiedlichen Ebenen, das ist beim Nachmessen zu beachten. Beide Punkte stammen aus dem Fachmedium PPC Land und sind von OpenAI bisher nicht bestätigt.

17. August · Mexiko und Brasilien

Beide Märkte kommen dazu, dort ist der Self-Service am ersten Tag verfügbar.

Ältere Einträge anzeigen (Februar bis Juli 2026)

Juli 2026

Der Ads Manager bekommt Produktfeeds, Tagesbudgets, Gebotsobergrenzen und Kampagnen-Klonen. Dazu kommen Custom Audiences aus eigenen Kundenlisten, vorbefüllte Anzeigenentwürfe aus Website-Metadaten und ein Business Agent, der ein Gespräch führen kann, ohne dass eine Landingpage dahintersteht.

Juni 2026

Großbritannien startet am 6. Juni, die Self-Service-Beta folgt gut zwei Wochen später. Japan, Südkorea, Kanada, Australien und Neuseeland kommen im Lauf des Sommers dazu.

Mai 2026

Die Self-Service-Beta öffnet für US-Werbetreibende, ohne Mindest-Commitment. Das Klickpreis-Modell kommt dazu, der Tausenderkontaktpreis fällt von 60 auf etwa 25 Dollar. Pixel und Conversions API sind ab jetzt öffentlich dokumentiert, Anzeigen erscheinen auch bei nicht eingeloggten Nutzern.

April 2026

OpenAI hebt den pauschalen Werbe-Ausschluss in medizinischen, rechtlichen und finanziellen Gesprächen auf. Das betrifft die Platzierung, nicht die Anzeigen-Inhalte. Das Mindestbudget fällt von 200.000 bis 250.000 auf 50.000 Dollar. Nach weniger als sechs Wochen meldet OpenAI über 100 Millionen Dollar annualisierte Werbeeinnahmen und mehr als 600 teilnehmende Werbetreibende.

März 2026

Criteo steigt als erster Werbetechnologie-Partner ein und bringt Commerce-Werbung in den Pilot.

Februar 2026

Der Werbe-Pilot startet in den USA, sichtbar für eingeloggte erwachsene Nutzer der Tarife Free und Go. Zugang nur über Agentur- und Partnerkanäle, Tausenderkontaktpreis rund 60 Dollar.

Stand dieser Seite: 13. September 2026. Wenn dir etwas fehlt oder eine Angabe nicht mehr stimmt, schreib mir kurz, ich ziehe es nach.

Häufige Fragen

Wann startet ChatGPT Ads in Deutschland?

Am 24. August 2026. OpenAI startet ChatGPT Ads an diesem Tag in 31 europäischen Märkten, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Anzeigen sehen nur Nutzer der Tarife Free und Go sowie nicht eingeloggte Nutzer. Selbst buchen ging zunächst nicht, der Zugang lief über OpenAIs Ads-Solutions-Team sowie Agentur- und Technologiepartner. Am 31. August 2026 hat OpenAI den Self-Service für alle 31 Märkte geöffnet. Ich habe das am 1. September mit meinem eigenen deutschen Konto nachgeprüft, der Anzeigenmanager läuft bis zur Abrechnung durch.

Kann ich mir jetzt schon ein ChatGPT-Ads-Konto anlegen?

Ja, und du kannst darin inzwischen auch eine Kampagne anlegen. Der Anzeigenmanager unter ads.openai.com öffnet sich mit einem normalen OpenAI-Login, ist auf Deutsch übersetzt und führt durch Unternehmen, Website, Land, Währung und Zeitzone. Danach folgen Kampagne, Anzeigengruppe und Anzeige, am Ende die Abrechnung. Die Sperrmeldung aus dem August kommt nicht mehr. Achte beim Anlegen auf zwei Dinge: Unternehmensname, Branche, Standort und Währung lassen sich später nicht mehr ändern, und die Option Textanpassung steht von Haus aus auf Ein, die KI erzeugt dann eigene Fassungen deiner Anzeigentexte ohne deine Freigabe. Die Einzelheiten stehen in meinem Beitrag zum OpenAI Ads Manager. Stand: 1. September 2026, selbst getestet.

Brauche ich für den Start einen Agentur- oder Technologiepartner?

Seit dem 31. August 2026 nicht mehr, du kannst selbst buchen. Die anderen Wege gibt es weiter, für die meisten lohnen sie sich nicht. Beim Ads-Solutions-Team von OpenAI trägst du dich über ads.openai.com und das Formular auf openai.com/advertisers ein, das kostet nichts und ist unverbindlich, es gibt aber weder Auswahlkriterien noch eine Zusage, und OpenAI beschreibt diesen Weg selbst als Angebot für größere Werbetreibende. Die sechs Agenturpartner Publicis, Omnicom, WPP, Havas, Dentsu und Mediaplus sind internationale Gruppen mit eigenen Eintrittsschwellen und Aufschlägen auf das Mediabudget. Bei den Technologiepartnern stehen die einzigen belegten Zahlen: StackAdapt hat seine Mindestabnahme von 50.000 Dollar gestrichen, Criteo sie auf 10.000 Dollar gesenkt. Das sind Angaben aus dem US- und UK-Geschäft, und ob ein solcher Anbieter ein deutsches Konto mit kleinem Budget annimmt, sagt keiner öffentlich. Für ein mittelständisches Budget ist der Umweg über einen Partner damit überflüssig geworden.

Was kostet Werbung in ChatGPT?

Für Europa hat OpenAI keine Preise genannt, aus den USA gibt es eine Richtung. Gestartet ist OpenAI mit 60 Dollar pro 1.000 Einblendungen, inzwischen liegt dieser Wert bei etwa 25 Dollar und das Format läuft zunehmend über Klickabrechnung, empfohlen werden 3 bis 5 Dollar je Klick. In Deutschland wählst du beim Anlegen zwischen zwei Budget-Arten, abgelesen in meinem eigenen Konto am 1. September 2026: entweder ein Tagesbudget ab 15 Euro oder ein Gesamtbudget ab 65 Euro für die ganze Kampagne. In den USA liegt das Mindest-Tagesbudget bei 25 Dollar, in Großbritannien bei 15 Pfund. Eine Mindestabnahme verlangt OpenAI nicht mehr: im Pilot lag sie bei 200.000 bis 250.000 Dollar, im April bei 50.000, seit dem Self-Service im Mai gibt es keine. Was ein Klick hier tatsächlich kostet, wird sich erst zeigen, wenn genug deutsche Kampagnen laufen.

Lohnt sich ChatGPT Ads jetzt schon für mich?

Testen kannst du es seit dem 31. August 2026 selbst, ob es sich rechnet, weiß heute trotzdem niemand, weil Erfahrungswerte aus der DACH-Praxis noch fehlen. In den USA liegt die Empfehlung bei 3 bis 5 Dollar je Klick, ein Wert, der für beratungsintensive Leistungen im Rahmen liegt und bei kleinen Warenkörben schnell zu teuer wird. Wer früh dabei sein will, baut jetzt die organische Sichtbarkeit in ChatGPT auf und sorgt dafür, dass die eigenen Tags im Google Tag Manager liegen, damit das OpenAI-Pixel später ohne Entwickler dazukommt.

Was ist der Unterschied zu Google Ads?

Google Ads triggert auf Suchbegriffe, ChatGPT Ads auf Konversationsthemen. Bei Google sucht jemand nach Optionen, in ChatGPT will jemand eine Antwort. Die Anzeige ist eingebettet in die Antwort, nicht oben oder daneben. Reichweite und messbares Conversion-Tracking sind bei Google heute noch deutlich überlegen.

Brauche ich Google Ads dann nicht mehr?

Doch. ChatGPT Ads ergänzt Google Ads, ist aber kein Ersatz. Beide Kanäle erreichen Menschen in unterschiedlichen Phasen ihres Entscheidungsprozesses.

Wie ist das mit DSGVO und Datenschutz?

OpenAI nutzt für die Auswahl der Anzeigen den Gesprächskontext, keine Cookies oder Profile aus deinem Surfverhalten. Ausgewertet werden das Gesprächsthema, der Ort und der Gerätetyp, ohne Personalisierung über frühere Chats oder gespeicherte Erinnerungen. Beim Ort ist die Ausrichtung feiner, als zum Start berichtet wurde, im deutschen Konto lässt sich bis auf Postleitzahlen eingrenzen. Konten mit erkanntem Alter unter 18 werden ausgenommen. Custom Audiences, wie sie im US-Markt existieren, sind für Europa zum Start nicht angekündigt.

Kann ich mich jetzt schon vorbereiten?

Ja: sauberes Conversion-Tracking, damit ein neuer Kanal sofort messbar ist. Und ein Verständnis dafür, in welchen Konversationen deiner Zielgruppe ChatGPT eine Rolle spielt – das ist die Grundlage für die spätere Themen-Strategie. Wenn du einen Online-Shop hast, ist ein gepflegter Produktfeed die beste Vorbereitung, weil OpenAI denselben feed-basierten Aufbau nutzt wie Google und Meta. Wenn du Bestandskunde bist, ziehe ich das im Rahmen der laufenden Google-Ads-Betreuung mit.

Hast du ChatGPT Ads selbst getestet?

Ja, Anfang September 2026 mit einer eigenen Kampagne auf meine Website. Ein Klick hat mich rund 1,20 € gekostet, die Klickrate lag bei etwa 1,2 %. Für Deutschland gab es bis dahin keine einzige gemessene Zahl, alles Veröffentlichte stammte aus den USA. Angefragt hat aus diesen Besuchern niemand, und die meisten waren nach der ersten Seite wieder weg. Mir ging es darum, überhaupt erste Ergebnisse zu sehen, danach habe ich die Kampagne beendet. Für eine Aussage über Anfragen bräuchte es ein deutlich größeres Budget, ein einzelner Test in einer Nische beweist dazu nichts. Was er zeigt, ist die Lücke im Reporting. Ohne Suchbegriffe, Zielgruppendaten und Wettbewerbsvergleich lässt sich nicht herausfinden, woran es gelegen hat. Deshalb rate ich den meisten gerade zum Abwarten.

Was sich heute schon vorbereiten lässt

Anlegen kannst du eine Kampagne seit dem 31. August 2026 selbst. Bevor du Geld hineinsteckst, sollten diese Punkte stehen. Sie nützen dir ohnehin bei Google Ads und Meta.

  1. 1

    Den Anzeigen-Crawler von OpenAI auf die Seite lassen

    OAI-AdsBot und OAI-SearchBot in der robots.txt erlauben. Der erste prüft später, ob deine Zielseite zur Anzeige und zu den Richtlinien passt. Sperrt die robots.txt ihn aus, fällt diese Prüfung durch, und zwar bevor du überhaupt merkst, dass es daran lag. Das ist fünf Minuten Arbeit und wirkt unabhängig davon, wann der Zugang aufmacht.

  2. 2

    Conversion-Tracking sauber aufstellen, und zwar vor der ersten Kampagne

    Ohne saubere Mess-Basis ist jedes automatische Gebotssystem ein Blindflug, bei Google genauso wie bei OpenAI. Bei ChatGPT Ads kommt etwas dazu, das man von Google Ads nicht kennt: das Ziel-Ereignis einer Kampagne steht nach dem Start fest. Lege also erst alle Ereignisse an, die du später messen willst, und baue danach die Kampagne. Sonst wirfst du sie weg, sobald du die Messung verfeinerst.

  3. 3

    Echte Ziel-CPA und Kundenwert kennen

    Erst wenn du weißt, was dir ein Kunde über die gesamte Zusammenarbeit wert ist, kannst du sinnvoll bieten.

  4. 4

    Zielseiten für KI-Traffic vorbereiten

    Schnell, mobil, mit klarem Nutzenversprechen. Wer aus einem Chat klickt, hat gerade eine Empfehlung gelesen und erwartet, dass die Seite daran anknüpft.

  5. 5

    In ein bis zwei Sätzen sagen können, was dich unterscheidet

    KI-Systeme brauchen klare Signale, sonst landest du in der Masse der Austauschbaren.

  6. 6

    Eigene Daten und Listen pflegen

    Wer keine eigenen Listen hat, ist ganz auf die Signale der Plattform angewiesen. Das wird zunehmend zur Bremse.

Du willst heute schon Anfragen über die Suchmaschine?

ChatGPT Ads ist seit ein paar Tagen buchbar und noch von niemandem im deutschen Markt erprobt. Was heute verlässlich Anfragen bringt, sind durchdachte Google-Ads-Kampagnen. Genau das mache ich seit über 15 Jahren.

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