Performance Max Channel-Diagnose: Asset-Lücken schnell finden
Im Channel-Performance-Bericht von Performance Max gibt es jetzt eine eigene Diagnose-Ansicht. Sie zeigt dir über alle Kanäle hinweg oder pro Kanal, wo Assets fehlen, welche nicht akzeptiert wurden und wo die Kampagne Potenzial liegen lässt. Hier erfährst du, warum das die Fehlersuche in PMax deutlich verkürzt und wie du die Ansicht konkret nutzt.
Performance Max spielt deine Anzeigen über alle Google-Kanäle aus: Suche, YouTube, Display, Discover, Gmail und Maps. Wenn irgendwo etwas hakt, war die Fehlersuche bisher mühsam. Die Informationen lagen verstreut über mehrere Berichte, und ein fehlendes Videoformat oder ein abgelehntes Bild fiel oft schlicht nicht auf.
Genau dafür gibt es jetzt eine eigene Diagnose-Ansicht direkt im Channel-Performance-Bericht. Entdeckt hat die Neuerung der PPC-Spezialist Aleksejus Podpruginas.
Was kann die neue Diagnose-Ansicht?
Die Diagnose sitzt im Bereich Statistiken und Berichte innerhalb der Channel Performance. Du kannst sie über alle Kanäle laufen lassen oder gezielt in einen einzelnen Kanal reinschauen. Angezeigt werden fehlende Assets, Assets, die nicht akzeptiert wurden, und Möglichkeiten, die Leistung zu verbessern. Alles an einer Stelle, statt über mehrere Ansichten verteilt.
Das klingt unspektakulär, löst aber ein echtes Alltagsproblem. Ein Beispiel: Deine Kampagne hat kein Video im Hochformat hinterlegt. Dann kann Google dich auf YouTube Shorts und ähnlichen Platzierungen nur eingeschränkt ausspielen. Eine Fehlermeldung bekommst du dafür nicht, die Kampagne läuft ja. Sie läuft nur eben mit angezogener Handbremse, und das sieht man ihr von außen nicht an.
Solche stillen Bremsen macht die Diagnose jetzt sichtbar, kanalweise und ohne Klickerei durch fünf verschiedene Menüs.
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Warum fehlende Assets so viel Reichweite kosten
Performance Max baut deine Anzeigen aus den Bausteinen zusammen, die du lieferst: Headlines, Beschreibungen, Bilder in mehreren Formaten, Logos, Videos. Jeder Kanal braucht dabei andere Bausteine. Display lebt von Bildern in verschiedenen Seitenverhältnissen, YouTube braucht Videos, die Suche starke Texte.
Fehlt ein Baustein, fällt der zugehörige Kanal oder das Format nicht komplett aus. Google improvisiert dann, generiert etwa automatisch einfache Videos aus deinen Bildern, oder spielt dort schlicht weniger aus. Beides ist selten in deinem Sinne. Automatisch zusammengesetzte Videos wirken oft lieblos, und weniger Ausspielung heißt weniger Chancen auf Anfragen.
Dasselbe gilt für abgelehnte Assets. Ein Bild, das gegen eine Richtlinie verstößt, oder eine Headline, die in der Prüfung hängen bleibt, schwächt die Kampagne leise. Bisher musste man dafür aktiv in die Asset-Übersicht der einzelnen Asset-Gruppen schauen. In der Diagnose taucht es jetzt gesammelt auf.
So gehst du konkret vor
Die Auswertung ist in wenigen Schritten erledigt:
- Öffne in deiner Performance Max Kampagne den Bereich Statistiken und Berichte und dort die Channel Performance.
- Starte die Diagnose zunächst über alle Kanäle, um einen Gesamtüberblick zu bekommen.
- Geh danach in die Kanäle, die für dein Geschäft am wichtigsten sind. Für die meisten Dienstleister ist das die Suche, für Shops oft auch YouTube und Display.
- Arbeite die Funde ab: fehlende Formate ergänzen, abgelehnte Assets prüfen und ersetzen, Verbesserungsvorschläge einzeln bewerten.
Bei den Verbesserungsvorschlägen gilt derselbe Grundsatz wie bei allen Google-Empfehlungen: Sie sind Hinweise, keine Anweisungen. Ein Vorschlag, mehr Assets hochzuladen, ist meist sinnvoll. Ein Vorschlag, der auf mehr Budget hinausläuft, gehört erst gegen deine Zahlen geprüft.
Nimm die Diagnose in deinen festen Prüfrhythmus auf, statt sie nur einmalig anzuschauen. Assets werden auch nachträglich abgelehnt, etwa wenn Google eine Richtlinie ändert oder ein Bild neu bewertet. Ein kurzer Blick in die Diagnose einmal im Monat fängt solche Fälle ab, bevor sie über Wochen Reichweite kosten.
Welche Bausteine jeder Kanal braucht
Damit du die Funde der Diagnose einordnen kannst, hilft ein Blick darauf, was die einzelnen Kanäle überhaupt verlangen.
Die Suche lebt von deinen Texten, also von genügend unterschiedlichen Headlines und Beschreibungen. Display braucht Bilder in mehreren Seitenverhältnissen, mindestens Querformat und Quadrat, dazu dein Logo. YouTube verlangt Videos, idealerweise im Quer- und im Hochformat, damit auch Shorts-Platzierungen bedient werden können. Discover und Gmail greifen vor allem auf deine Bilder zurück, hier zahlt sich hochwertiges, echtes Bildmaterial doppelt aus.
Die häufigsten Lücken, die mir in Konten begegnen, sind fehlende Hochformat-Videos und fehlende quadratische Bilder. Beides ist schnell behoben. Aus einem bestehenden Querformat-Video lässt sich oft mit wenig Aufwand eine Hochformat-Variante schneiden, und quadratische Zuschnitte deiner besten Bilder kosten nur ein paar Minuten.
Wenn die Diagnose bei dir viele Lücken auf Kanälen zeigt, die für dein Geschäft kaum Umsatz bringen, musst du übrigens nicht alles blind auffüllen. Ein Dienstleister, dessen Anfragen fast komplett über die Suche kommen, muss nicht zwingend in Videoproduktion investieren, nur weil der YouTube-Kanal Lücken meldet. Erst prüfen, welche Kanäle tatsächlich liefern, dann gezielt dort nachlegen.
Wo die Diagnose an ihre Grenzen stößt
Ein ehrlicher Hinweis gehört dazu: Die Diagnose findet technische und strukturelle Lücken, keine strategischen. Ob deine Botschaft überzeugt, ob dein Angebot gegen den Wettbewerb besteht und ob die Landingpage aus Klicks Anfragen macht, dazu sagt sie nichts. Eine Kampagne kann in der Diagnose komplett grün sein und trotzdem kein profitables Ergebnis liefern.
Die Diagnose ist damit der schnelle Gesundheitscheck, nicht die Therapie. Sie stellt sicher, dass die Kampagne technisch mit vollem Werkzeugkasten arbeitet. Was sie mit dem Werkzeug baut, bleibt deine Verantwortung.
Zusammen mit dem neuen Zielgruppenbericht und dem Video-Segment im Channel-Bericht reiht sich die Diagnose in eine erfreuliche Entwicklung ein: Performance Max wird Stück für Stück besser durchschaubar. Wer die neuen Ansichten regelmäßig nutzt, holt sich einen Teil der Kontrolle zurück, die der Kampagnentyp lange vermissen ließ.
Deine Checkliste
Empfohlener Ablaufplan für die Umsetzung:
- Diagnose öffnen. Prüfe in der Channel Performance deiner PMax-Kampagne, ob die neue Diagnose-Ansicht schon verfügbar ist.
- Gesamtüberblick verschaffen. Diagnose über alle Kanäle laufen lassen und die Funde notieren.
- Asset-Lücken schließen. Fehlende Formate ergänzen, besonders Bilder in allen Seitenverhältnissen und mindestens ein Video im Hoch- und Querformat.
- Abgelehnte Assets ersetzen. Ablehnungsgründe prüfen und die betroffenen Bausteine korrigieren oder austauschen.
- Monatlichen Check einplanen. Die Diagnose fest in die regelmäßige Kontoprüfung aufnehmen.
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