Google Ads für kleine Unternehmen
Google Werbung schalten
Was es wirklich kostet, wie du startest und woran die meisten kleinen Kampagnen scheitern. Mit echten Klickpreisen statt Schätzungen.
Was kostet es, bei Google Werbung zu schalten?
Du zahlst pro Klick, nicht für die Einblendung. Was ein Klick kostet, entscheidet der Wettbewerb in deiner Branche, und die Spanne ist größer, als die meisten erwarten. Ein monatliches Mindestbudget gibt Google nicht vor, du legst es selbst fest und kannst es jederzeit ändern.
Die folgenden Zahlen stammen aus dem Google Keyword-Planer, abgefragt im August 2026 für Deutschland. Sie zeigen die Gebotsspanne, in der sich die Klickpreise für den jeweiligen Hauptbegriff bewegen.
| Branche | Beispiel-Suchbegriff | Suchen im Monat | Klickpreis |
|---|---|---|---|
| Dachdecker | dachdecker | 40.500 | 1,22 bis 5,60 € |
| Steuerberatung | steuerberater in der nähe | 22.200 | 0,62 bis 3,66 € |
| Umzugsunternehmen | umzugsunternehmen | 14.800 | 3,38 bis 9,72 € |
| Kanzlei, Arbeitsrecht | anwalt für arbeitsrecht | 14.800 | 2,76 bis 11,51 € |
| Elektriker-Notdienst | elektriker notdienst | 2.900 | 2,38 bis 7,59 € |
Zur Einordnung gehört dazu, dass es bundesweite Zahlen sind. In deiner Stadt ist das Suchvolumen ein Bruchteil davon, dafür ist die Absicht der Suchenden meist klarer, weil sie ihren Ort mitschreiben.
Aus dem Klickpreis ergibt sich dein Mindestbudget. Als Faustregel brauchst du im Monat genug für rund 30 bis 50 Klicks in deinem wichtigsten Bereich, sonst bekommt Google zu wenige Daten, um die Auslieferung zu lernen. Bei 5 Euro je Klick sind das etwa 150 bis 250 Euro im Monat, bei 12 Euro entsprechend mehr.
So schaltest du deine erste Anzeige
Der technische Teil ist an einem Vormittag erledigt. Ich schreibe ihn hier auf, damit du einschätzen kannst, worauf du dich einlässt.
1. Konto anlegen und Ziel festlegen
Ein Google-Konto genügt zum Start. Wichtig ist die Frage, was am Ende herauskommen soll, ein Anruf, ein ausgefülltes Formular oder eine Bestellung. Ohne diese Festlegung optimiert Google auf Klicks, und Klicks kann sich niemand aufs Konto überweisen.
2. Messung einrichten, bevor Geld fließt
Anrufe und Formularanfragen müssen als Conversion im Konto ankommen. Das ist der Schritt, den die meisten überspringen, und danach lässt sich nicht mehr sagen, welcher Suchbegriff Anfragen gebracht hat. Nachträglich einbauen hilft nur für die Zukunft, die verbrannten Wochen bleiben blind.
3. Suchbegriffe eng halten
Starte mit wenigen Begriffen, die genau dein Angebot treffen. Google zeigt deine Anzeige sonst auch bei entfernt verwandten Suchen, und die kosten dasselbe Geld ohne den entsprechenden Ertrag.
4. Zielseite passend machen
Wer nach „Elektriker Notdienst" sucht und auf einer allgemeinen Startseite landet, springt wieder ab. Die Seite hinter der Anzeige muss dieselbe Frage beantworten wie die Suche.
5. Nach zwei Wochen Suchanfragen aussortieren
Im Bericht zu den Suchbegriffen steht, wonach Menschen wirklich gesucht haben, als deine Anzeige erschien. Alles, was nicht passt, wird ausgeschlossen. Dieser eine Handgriff spart in kleinen Konten regelmäßig einen zweistelligen Prozentsatz des Budgets.
Drei Fehler, die in kleinen Konten das meiste Geld kosten
Ich übernehme regelmäßig Konten, die vorher jemand anderes aufgesetzt hat. Diese drei Muster sehe ich am häufigsten.
Es wird auf Klicks optimiert statt auf Anfragen. Ohne eingerichtete Messung kennt Google nur ein Ziel, möglichst viele Klicks für das Budget zu holen. Das führt zuverlässig zu billigen Klicks von Menschen, die nichts kaufen wollen.
Der billige Klick wird für den guten gehalten. Bei einer Arbeitsrecht-Kampagne im Süden habe ich mit 1,50 Euro je Klick begonnen und zwei Wochen lang keine einzige Anfrage bekommen. Erst mit bewusst höheren Geboten kamen die Anfragen. In derselben Kampagnenlogik zahle ich im Norden 6 bis 7 Euro je Klick und bekomme brauchbare Anfragen.
Es wird zu früh umgebaut. Nach drei Tagen sagen zwölf Klicks nichts aus. Wer trotzdem täglich an Geboten und Texten dreht, wirft die Lernphase jedes Mal zurück und wundert sich über schwankende Ergebnisse.
Selbst schalten oder schalten lassen?
Selbst machen lohnt sich, wenn du Zeit hast, dich wöchentlich damit zu beschäftigen, und dein Budget überschaubar ist. Der Einstieg ist machbar, es gibt gute Anleitungen, und du lernst dabei viel über die Sprache deiner Kunden.
Ab einem gewissen Budget kippt die Rechnung. Wenn du 1.500 Euro im Monat ausgibst und ein Zehntel davon in Suchanfragen versickert, die nie zu einer Anfrage führen, sind das 150 Euro im Monat, die nichts bringen. Dann wird die Betreuung günstiger als das, was sie kostet.
Bei mir läuft das über einen festen Monatspreis je Konto, ab 590 Euro, ohne Anteil am Werbebudget. Dein Budget zahlst du direkt an Google, das Konto gehört dir und bleibt bei dir, auch wenn wir wieder auseinandergehen.
Häufige Fragen
Was kostet es, bei Google Werbung zu schalten?
Du zahlst pro Klick, nicht für die Einblendung. Wie teuer ein Klick ist, entscheidet der Wettbewerb in deiner Branche. Nach dem Google Keyword-Planer (Abfrage August 2026, Deutschland) liegt eine Suche nach einem Dachdecker bei 1,22 bis 5,60 Euro, ein Umzugsunternehmen bei 3,38 bis 9,72 Euro und ein Fachanwalt für Arbeitsrecht bei 2,76 bis 11,51 Euro. Dein Monatsbudget legst du selbst fest und kannst es jederzeit ändern.
Wie viel Budget brauche ich mindestens?
Eine belastbare Untergrenze gibt es nicht als feste Zahl, sie ergibt sich aus deinem Klickpreis. Als Faustregel brauchst du im Monat genug Budget für rund 30 bis 50 Klicks in deinem wichtigsten Bereich, sonst sammelt Google zu wenig Daten, um die Auslieferung zu lernen. Bei 5 Euro je Klick sind das etwa 150 bis 250 Euro, bei 12 Euro entsprechend mehr.
Kann ich Google Werbung selbst schalten?
Ja. Ein Konto ist in einer halben Stunde eingerichtet und die erste Kampagne läuft am selben Tag. Die Schwierigkeit liegt danach, beim Aussortieren der Suchanfragen, die Geld kosten und nichts bringen, beim Messen der Anfragen und beim Nachsteuern der Gebote. Genau dort entscheidet sich, ob das Budget arbeitet.
Wie schnell sehe ich Ergebnisse?
Erste Klicks kommen innerhalb von Stunden. Eine belastbare Aussage darüber, ob sich die Kampagne rechnet, brauchst du vier bis sechs Wochen, weil vorher schlicht zu wenige Anfragen zusammengekommen sind. Wer nach einer Woche umbaut, optimiert auf Zufall.
Was ist der Unterschied zwischen Google Ads und Google AdWords?
Nur der Name. Google hat AdWords im Juli 2018 in Google Ads umbenannt, das Produkt dahinter ist dasselbe geblieben. Wenn du irgendwo noch AdWords liest, ist meist ein älterer Text gemeint.
Was kostet es, die Werbung schalten zu lassen?
Bei mir ein fester Monatspreis je Konto, ab 590 Euro, ohne Anteil am Werbebudget. Dein Budget zahlst du direkt an Google. Was in deinem Fall sinnvoll ist, klären wir vorher in einem kostenlosen Erstgespräch, und wenn sich Google Ads für dein Angebot nicht rechnet, sage ich dir das.
Mehr zum Preisgefüge steht im Ratgeber Google Ads Agentur Kosten, zur Alternative eines Einzelnen im Ratgeber Google Ads Freelancer.
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