Conversion Traffic
Google Ads Agentur Kosten und Preise: was fair ist
· Aktualisiert am Google Ads 12 Min. Lesezeit

Google Ads Agentur Kosten und Preise: was fair ist

Das Wichtigste zusammengefasst

Eine Google Ads Agentur kostet für kleine Unternehmen in der Regel 300 bis 1.500 Euro im Monat, dazu kommt einmalig die Einrichtung und dein Werbebudget an Google. Mit 1.000 Euro Werbebudget und 600 Euro Betreuung liegst du also bei 1.600 Euro im Monat. Ob sich das für dich lohnt, rechnest du am besten aus Kosten je Anfrage und Ertrag je Auftrag durch, Schritt für Schritt weiter unten. Auch unter 1.000 Euro Werbebudget kann sich eine Betreuung lohnen, vor allem wenn das Konto später wachsen kann.

Wenn du bei zehn Agenturen nach dem Preis fragst, bekommst du neunmal dieselbe Antwort: “Das kommt drauf an. Lass uns telefonieren.” Ich verstehe, warum das so ist, jeder Account ist wirklich anders. Trotzdem finde ich es unbefriedigend, wenn man einfach nur wissen will, in welcher Größenordnung man sich bewegt. Deshalb stehen in diesem Artikel echte Zahlen. Wie ich selbst Google Ads betreue, steht auf der Startseite.

Wie hoch sind die Google Ads Agentur Kosten im Monat?

Gut zu wissen

Für kleine Unternehmen liegen die laufenden Betreuungskosten in Deutschland üblicherweise zwischen 300 und 1.500 Euro im Monat. Die einmalige Einrichtung kostet meist 500 bis 2.500 Euro. Bei größeren Konten rechnen viele Agenturen 10 bis 20 Prozent des Werbebudgets ab. Dein Werbebudget an Google kommt immer noch obendrauf.

Die Spannen sind so breit, weil dahinter sehr unterschiedliche Leistungen stecken. Für 300 Euro im Monat bekommst du in der Regel ein Grundrauschen: jemand schaut gelegentlich ins Konto, passt Gebote an und schickt dir ein automatisches Reporting. Für 1.000 bis 1.500 Euro solltest du erwarten dürfen, dass jede Woche jemand aktiv im Konto arbeitet, Suchbegriffe prüft, Anzeigen testet und dein Tracking sauber hält.

Nach oben ist die Skala offen. Agenturen mit Konzern-Kunden rufen auch 3.000 Euro und mehr im Monat auf. Für die meisten kleinen Unternehmen ist das der falsche Teich zum Fischen, dort bist du der kleinste Kunde und bekommst den unerfahrensten Mitarbeiter.

Was kostet Google Ads insgesamt mit Agentur?

Bei den Gesamtkosten werden zwei Rechnungen gern in einen Topf geworfen. Das Werbebudget geht an Google und bezahlt die Klicks. Das Honorar geht an die Agentur und bezahlt die Arbeit im Konto. Was die Werbung selbst kostet, also Klickpreise je Branche und die praktische Untergrenze, steht ausführlich im Beitrag zu den Google Ads Kosten.

Ein realistisches Beispiel für ein kleines Unternehmen: 1.000 Euro Werbebudget an Google plus 600 Euro Betreuung ergibt 1.600 Euro Gesamtkosten im Monat. Im ersten Monat kommt die Einrichtung dazu. Wenn dir eine Agentur “Google Ads ab 299 Euro” verkauft, ist das Werbebudget da fast nie drin.

Eine Untergrenze gibt es trotzdem, sie betrifft das Lernen im Konto. Unter etwa 500 bis 750 Euro im Monat kommen in den meisten Branchen zu wenige Klicks zusammen, um zu erkennen, welche Suchbegriffe funktionieren. In umkämpften Branchen, etwa bei Anwälten oder Handwerks-Notdiensten, kostet ein einzelner Klick schnell 5 bis 10 Euro. Da ist mit 300 Euro Budget nach 40 Klicks Schluss, und daraus lernt weder ein Mensch noch der Google-Algorithmus etwas.

Ab welchem Budget lohnt sich eine Google Ads Betreuung?

Eine feste Grenze halte ich für irreführend. Ob sich eine Betreuung lohnt, hängt an drei Zahlen, die in jeder Branche anders aussehen: was eine Anfrage kostet, wie viele Anfragen zu Aufträgen werden und was ein Auftrag dir einbringt. Diese Rechnung musst du einmal durchgehen, dann weißt du es.

1
Kosten je Anfrage schätzen

Nimm den Klickpreis deiner Branche und eine Anfragequote von zwei bis fünf Prozent, das ist bei Dienstleistern eine übliche Spanne. Bei 3 Euro je Klick und vier Prozent kostet eine Anfrage rund 75 Euro.

Mit dieser Zahl siehst du, wie viele Anfragen dein Budget überhaupt einkaufen kann.

2
Anfragen und Aufträge im Monat ausrechnen

Teile das Werbebudget durch die Kosten je Anfrage. 600 Euro Budget bei 75 Euro je Anfrage ergeben acht Anfragen. Wenn bei dir jede dritte Anfrage zum Auftrag wird, sind das zwei bis drei Aufträge im Monat.

Erst jetzt kommt das Honorar ins Spiel.

3
Ertrag gegen Gesamtkosten halten

Rechne den Ertrag aus diesen Aufträgen, also was nach Material und Arbeitszeit übrig bleibt, und halte ihn gegen Werbebudget plus Betreuung. Bleibt nach beidem etwas übrig, trägt sich die Betreuung. Bleibt nichts, ist entweder das Budget zu klein oder der Auftragswert zu niedrig.

Mit diesem Rechenbeispiel kann sich auch ein Werbebudget von 600 Euro mit einer günstigen Betreuung rechnen, wenn ein Auftrag genug abwirft. Es gibt außerdem einen Grund, der in keiner Monatsrechnung auftaucht: Kann das Konto später wachsen, weil es in deiner Region oder Branche mehr Suchanfragen gibt, als dein Budget heute abdeckt, ist die Betreuung in der kleinen Phase eine Investition in eine Basis, die beim Hochfahren schon funktioniert. Dann kann sich eine Betreuung auch unter 1.000 Euro Werbebudget lohnen.

Experten-Tipp

Wie stark der Klickpreis über die nötige Budgethöhe entscheidet, sehe ich an zwei Konten, die ich betreue (Stand Sommer 2026). Eines liegt bei rund 680 Euro Werbebudget im Monat und bringt bei 1,61 Euro je Klick stabil 13 bis 26 Conversions. Ein anderes gibt rund 9.400 Euro im Monat aus und kommt bei 9,58 Euro je Klick auf 13 bis 16. Das kleine Budget ist dort das datenreichere Konto.

Was diese Rechnung nicht beantwortet, ist die Frage, was zu tun ist, wenn Google dir im Konto meldet, dass dein Budget nicht reicht. Das ist eine Einstellungsfrage innerhalb einer laufenden Kampagne, und sie steht im Beitrag was tun, wenn dein Google Ads Budget ausgeschöpft ist.

Die drei gängigen Abrechnungsmodelle

Fast alle Agenturen rechnen nach einem von drei Modellen ab. Jedes hat eine eigene Logik, und bei jedem lohnt sich der Blick darauf, wofür die Agentur eigentlich belohnt wird.

ModellÜbliche HöheWofür die Agentur belohnt wird
Prozent vom Werbebudget10 bis 20 % des BudgetsFür mehr Ausgaben, egal ob sie sich rechnen
Pauschale (Flat-Fee)fester Monatsbetrag nach UmfangFür den Umfang des Kontos, unabhängig vom Budget
Stundensatz80 bis 150 € je StundeFür Zeit, im Zweifel auch für langsames Arbeiten

Prozent vom Werbebudget

Das ist das klassische Agenturmodell. Du zahlst 10 bis 20 Prozent von dem, was du bei Google ausgibst, oft mit einer Mindestpauschale. Bei 2.000 Euro Budget und 15 Prozent wären das 300 Euro Honorar.

Klingt erst mal fair, die Agentur verdient mit, wenn du wächst. Der Haken steckt in der Richtung des Anreizes: Die Agentur verdient mehr, wenn du mehr ausgibst. Ob sich die Mehrausgabe für dich rechnet, spielt für ihr Honorar keine Rolle. Wenn dir eine Prozent-Agentur zum dritten Mal in Folge eine Budgeterhöhung empfiehlt, kannst du nicht sauber unterscheiden, ob das eine gute Empfehlung ist oder eine gute Umsatzstrategie.

Viele Agenturen mit diesem Modell machen trotzdem einen sauberen Job. Du solltest den eingebauten Interessenkonflikt aber kennen und Budget-Empfehlungen immer mit der Frage prüfen: Welche Zahlen belegen, dass mehr Budget mehr profitable Anfragen bringt?

Pauschale (Flat-Fee)

Hier zahlst du einen festen Monatsbetrag, unabhängig vom Werbebudget. Der Preis richtet sich nach dem Aufwand: Wie viele Kampagnen, wie viele Leistungen oder Standorte, wie viel laufende Arbeit steckt im Konto.

Der Vorteil liegt in der Anreizstruktur. Die Agentur hat nichts davon, wenn du mehr ausgibst, und kann dir deshalb auch guten Gewissens empfehlen, das Budget zu senken, wenn die Zahlen das hergeben. Der Nachteil ist, dass eine Pauschale auch Faulheit verstecken kann. Ob für den Festpreis wirklich gearbeitet wird, siehst du nur im Änderungsverlauf des Kontos und an einem Reporting, das echte Maßnahmen dokumentiert.

Stundensatz

Abrechnung nach Aufwand, üblich sind 80 bis 150 Euro pro Stunde. Das Modell ist transparent und passt gut für einmalige Projekte: ein Audit, eine Kampagnen-Einrichtung, eine zweite Meinung. Für die laufende Betreuung finde ich es unpraktisch, weil du jeden Monat eine andere Rechnung bekommst und die Agentur im Zweifel dafür belohnt wird, länger zu brauchen.

Und Pay-per-Lead?

Daneben gibt es Bezahlung pro Anfrage. Das klingt nach dem risikolosesten Modell von allen, hat aber die teuersten versteckten Haken. Bei vielen dieser Anbieter läuft alles über deren eigene Landingpages und Tracking-Telefonnummern. Dann zählt auch der Bestandskunde, der deinen Namen googelt und anruft, als berechenbare “Anfrage”, obwohl er sowieso gekommen wäre. Und wenn du kündigst, gehören Landingpage, Rankings und sämtliche Daten dem Anbieter. Warum das so ist, steht im Beitrag zu Pay-per-Lead bei Google Ads.

In eigener Sache

Willst du wissen, ob bei deinen Google Ads mehr drin ist?

Erstgespräch anfragen →

Was ich selbst berechne

Ich arbeite mit einer festen Monatspauschale ab 590 Euro, abhängig vom Umfang des Kontos. Ohne Prozent vom Werbebudget, aus genau dem Anreiz-Grund, den ich oben beschrieben habe. Ich betreue Google Ads Konten seit 2013 und will meinen Kunden empfehlen können, weniger auszugeben, wenn die Zahlen dafür sprechen, ohne mir damit ins eigene Honorar zu schneiden.

Neben Agenturen arbeiten viele kleine Unternehmen mit einem Google Ads Freelancer. Die Preise überschneiden sich stärker, als man erwartet, der Unterschied liegt vor allem darin, wer am Ende wirklich im Konto arbeitet.

Ein Posten, der bei Angeboten gern untergeht, ist die Zielseite. Was der Markt dafür aufruft und wann sich der Aufwand rechnet, steht im Beitrag dazu, worauf du achten solltest, wenn du eine Landingpage erstellen lassen willst.

Woran erkennst du, ob eine Agentur ihr Geld wert ist?

Am Preis allein erkennst du es nicht. Eine 400-Euro-Betreuung kann ihr Geld wert sein und eine 1.500-Euro-Betreuung rausgeworfenes Geld. Die Unterschiede stecken in Punkten, die im Verkaufsgespräch selten von allein zur Sprache kommen.

Das Konto muss dir gehören. Manche Anbieter führen Kampagnen in ihrem eigenen Google Ads Konto. Wenn du kündigst, stehst du ohne Daten, ohne Historie und ohne die gelernten Optimierungen da. Ein seriöser Dienstleister arbeitet in deinem Konto, auf das du jederzeit vollen Zugriff hast.

Tracking kommt vor Optimierung. Wenn im Erstgespräch nicht über Conversion-Tracking gesprochen wird, ist das ein schlechtes Zeichen. Ohne sauberes Tracking weiß niemand, welche Klicks zu Anfragen werden, und jede “Optimierung” ist Stochern im Nebel.

Das Reporting muss Maßnahmen zeigen. Aus einem guten Monatsbericht geht hervor, was konkret im Konto gemacht wurde und was es gebracht hat. Impressionen und Klicks allein sagen dir wenig darüber, ob sich dein Geld rentiert.

Vorsicht bei langen Vertragslaufzeiten. Zwölf Monate Mindestlaufzeit schützen vor allem die Agentur. Google Ads braucht zwar ein paar Monate Anlauf, ein fairer Anbieter bindet dich aber nicht länger als nötig, weil er weiß, dass seine Arbeit für sich spricht.

Das Google-Partner-Abzeichen sagt wenig über Qualität aus, und das überrascht viele. Die Kriterien dafür belohnen unter anderem hohe Ausgaben und das Übernehmen von Google-Empfehlungen. Beides liegt eher in Googles Interesse als in deinem. Ein groß präsentiertes Partner-Logo als Hauptargument wäre für mich eher ein Grund, genauer hinzuschauen.

Wann du noch keine Agentur brauchst

Wenn die Rechnung von oben nicht aufgeht und auch kein Wachstum in Sicht ist, lohnt sich eine professionelle Betreuung noch nicht. Das ist meistens der Fall, wenn das Honorar größer ist als das Budget, das es steuern soll, und das Konto auch später nicht mehr Volumen hergeben wird.

In dem Fall hast du zwei sinnvolle Wege. Entweder du erhöhst das Budget auf ein Niveau, bei dem Betreuung und Werbung in einem gesunden Verhältnis stehen. Oder du machst die ersten Schritte selbst, sammelst Erfahrung und holst dir professionelle Hilfe dazu, wenn das Konto und das Budget gewachsen sind. Womit du dabei anfängst, steht im Leitfaden Google Ads für kleine Unternehmen. Beides ist völlig legitim. Für den zweiten Weg gibt es eine Abkürzung: ein Google Ads Coaching, bei dem du von Anfang an direkt am eigenen Konto lernst. Wie ein Erstgespräch bei mir abläuft und was danach passiert, steht auf der Startseite.

Häufige Fragen

Was kostet eine Google Ads Agentur im Monat?

Für kleine Unternehmen liegen die laufenden Betreuungskosten in Deutschland üblicherweise zwischen 300 und 1.500 Euro im Monat, je nach Umfang und Anspruch. Dazu kommt einmalig die Einrichtung, meist zwischen 500 und 2.500 Euro. Das Werbebudget, das an Google geht, kommt in beiden Fällen noch obendrauf.

Wie viel Werbebudget brauche ich zusätzlich zur Agentur?

Unter etwa 500 bis 750 Euro Werbebudget im Monat kommen in den meisten Branchen zu wenige Klicks zusammen, um zu erkennen, was funktioniert. In umkämpften Branchen wie Rechtsberatung oder Handwerks-Notdiensten liegt ein realistischer Startpunkt eher bei 1.000 bis 1.500 Euro. Wie viel es bei dir sein muss, hängt am Klickpreis und daran, was eine Anfrage kostet.

Ab welchem Budget lohnt sich eine Google Ads Betreuung?

Eine feste Grenze gibt es nicht, es muss durchgerechnet werden. Teile das Werbebudget durch die erwarteten Kosten je Anfrage, nimm deine Abschlussquote und deinen Ertrag je Auftrag dazu und halte das gegen Werbebudget plus Honorar. Auch unter 1.000 Euro Werbebudget kann sich das rechnen, vor allem wenn das Konto später wachsen kann.

Ist Prozent vom Werbebudget ein faires Abrechnungsmodell?

Das Modell hat einen eingebauten Fehlanreiz. Die Agentur verdient mehr, wenn du mehr ausgibst, unabhängig davon, ob sich die Mehrausgabe für dich lohnt. Das macht nicht jede Prozent-Agentur zu einer schlechten Agentur, aber du solltest den Anreiz kennen und Budget-Empfehlungen entsprechend kritisch prüfen.

Gibt es Google Ads Betreuung zum Festpreis?

Ja, viele Freelancer und kleinere Agenturen rechnen eine feste Monatspauschale ab, die sich nach dem Umfang des Kontos richtet und nicht nach dem Werbebudget. Der Vorteil liegt im Anreiz, der Dienstleister hat nichts davon, wenn du mehr ausgibst. Ob für den Festpreis wirklich gearbeitet wird, siehst du am Änderungsverlauf im Konto.

Welche Fragen sollte ich einer Agentur vor der Beauftragung stellen?

Frag, ob in deinem eigenen Google Ads Konto gearbeitet wird, wie abgerechnet wird, wie deine Anfragen gemessen werden und wie ein Monatsbericht aussieht. Dazu gehören Kündigungsfrist und die Frage, was bei Vertragsende mit Konto, Daten und Kampagnen passiert.

Läuft Google Ads bei dir schon so, wie es könnte?

Seit 2013 Google Ads für deutsche KMUs
Jährliche Werbebudgets im Millionenbereich verantwortet
5,0 von 5 bei ProvenExpert
30 Minuten Erstgespräch anfragen →
Benjamin Häntzschel

Benjamin Häntzschel

Google Ads, KI & Conversion-Optimierung

Das könnte dich auch interessieren