Landingpage erstellen lassen: worauf du achten solltest
Eine Landingpage erstellen zu lassen kostet in Deutschland zwischen etwa 500 € für eine Vorlage und 12.000 € für eine Seite mit eigener Strategie, Text und Technik. Der häufigste Bereich liegt zwischen 1.500 und 8.000 €. Den Preis treibt die Arbeit vor dem Design, also Angebot, Zielgruppe und Text. Ob sich die Ausgabe lohnt, hängt daran, wie viel Werbebudget auf die Seite trifft.
Die Frage kommt fast immer in derselben Situation. Jemand schaltet Werbung, die Klicks kommen an, und trotzdem passiert zu wenig. Dann fällt der Verdacht auf die Seite, auf der die Leute landen, und das ist meistens der richtige Verdacht. Wie ich mit Google Ads arbeite, steht auf der Startseite, hier geht es um die Seite dahinter.
Was macht eine Landingpage aus?
Eine Landingpage ist eine einzelne Seite, die für einen bestimmten Anlass gebaut wird. Sie beantwortet die Frage, mit der jemand geklickt hat, und bietet genau einen Weg weiter, meistens ein Formular oder einen Anruf. Der Unterschied zu einer normalen Unterseite liegt in der Konzentration. Alles, was ablenkt, kommt raus, auch die Navigation.
Der Denkfehler passiert oft schon davor. Viele schicken bezahlte Klicks auf ihre Startseite, weil die ja gut aussieht und alles enthält. Genau das ist das Problem. Eine Startseite muss allen etwas bieten, dem Neukunden, dem Bestandskunden, dem Bewerber und dem Journalisten. Eine Landingpage muss einer Person eine Sache beantworten.
Warum das gerade bei bezahlten Klicks so schwer wiegt, habe ich in einem eigenen Beitrag dazu aufgeschrieben, warum die Landingpage bei Google Ads so wichtig ist.
Was kostet es, eine Landingpage erstellen zu lassen?
Die Spanne im deutschen Markt ist groß, und sie erklärt sich über den Aufwand vor dem Bau. Die folgenden Zahlen stammen aus meiner Marktrecherche über Anbieterseiten im August 2026.
| Variante | Preis | Was du dafür bekommst |
|---|---|---|
| Festpreis-Angebot | ab 499 € | Fertiges Gerüst, deine Texte, Formular |
| Vorlage angepasst | ab 899 € | Template auf deine Farben und Inhalte gezogen |
| Individuell gebaut | 1.500 bis 8.000 € | Eigenes Konzept, geschriebener Text, Technik |
| Conversion-optimiert | 5.000 bis 12.000 € | Strategie, Text, Tracking, Tests nach dem Start |
Was diese Zahlen nicht zeigen, ist der eigentliche Unterschied. Zwei Seiten können identisch aussehen und trotzdem um den Faktor drei unterschiedlich viele Anfragen bringen. Der Grund liegt fast nie in der Optik. Er liegt darin, ob jemand vorher verstanden hat, was deine Kunden wirklich fragen, bevor sie sich melden.
Deshalb ist die günstigste Variante nicht automatisch die teure Entscheidung. Wenn du dein Angebot scharf beschreiben kannst und die Einwände deiner Kunden kennst, ist eine Vorlage für 499 € eine völlig vernünftige erste Seite. Wenn du beides noch nicht klar hast, hilft dir auch eine Seite für 8.000 € nicht, weil dann jemand anderes raten muss.
Lohnt sich der Aufwand überhaupt?
Die belastbarste öffentliche Zahl dazu kommt von Unbounce. Für den Conversion Benchmark Report wurden über 41.000 Landingpages mit 464 Millionen Besuchern ausgewertet. Der Median über alle Branchen liegt bei 6,6 Prozent, die Spanne zwischen den Branchen reicht von 3,8 bis 12,3 Prozent.
Diese Zahl taugt als Größenordnung, nicht als Versprechen. Sie stammt von Seiten, die mit einem Tool gebaut wurden, also von Leuten, die sich ohnehin Gedanken über Conversion machen. Deine Startseite mit demselben Werbebudget landet erfahrungsgemäß deutlich darunter, und das ist meine Einschätzung aus der Praxis, keine Studienzahl.
Rechnen lässt sich das trotzdem nüchtern. Bei 2.000 € Werbebudget im Monat und einem Klickpreis von vier Euro kommen ungefähr 500 Besucher an. Ob daraus zehn oder dreißig Anfragen werden, entscheidet die Seite. Über ein Jahr gerechnet ist das der Unterschied, an dem sich der einmalige Aufwand misst.
Woran erkennst du eine gute Landingpage?
Es gibt ein paar Dinge, die sich ohne Fachwissen prüfen lassen. Nimm deine eigene Seite und geh sie damit durch.
Dazu kommen zwei Punkte, die man leicht übersieht. Der erste ist die Übereinstimmung mit der Anzeige. Wer auf eine Anzeige für Arbeitsrecht klickt und auf einer Seite über die ganze Kanzlei landet, springt wieder ab. Der zweite ist die Messung. Eine Seite ohne funktionierendes Conversion-Tracking liefert dir zwar Anfragen, aber keine Erkenntnis darüber, welche Anzeige sie gebracht hat.
Lass jemanden auf deine Seite schauen, der dein Geschäft nicht kennt, und frag danach nur eine Frage: Was hättest du hier gerade gemacht? Wenn die Antwort zögert, liegt es fast nie am Design. Es liegt daran, dass die Seite mehrere Dinge gleichzeitig will.
Wenn du das systematischer angehen willst, habe ich beschrieben, wie sich eine Landingpage mit KI-Personas testen lässt, bevor echtes Geld darauf trifft.
Wer soll die Seite bauen?
Der ehrlichste Rat dazu ist unbequem. Wenn du gerade erst anfängst und noch nicht weißt, ob dein Angebot über Werbung überhaupt zieht, bau die erste Seite selbst oder lass sie günstig bauen. Eine teure Seite für ein ungeprüftes Angebot ist eine teure Vermutung.
Sobald aber jeden Monat vierstellig Werbebudget läuft, dreht sich die Rechnung. Dann kostet eine mittelmäßige Seite mehr, als eine gute gekostet hätte.
Wann du keine eigene Landingpage brauchst
Es gibt Fälle, in denen ich davon abrate.
Wenn deine bestehende Unterseite bereits schmal auf eine Leistung zugeschnitten ist, ein Formular hat und schnell lädt, dann ist der Gewinn durch eine neue Seite klein. Dann lohnt sich eher, sie zu überarbeiten, statt daneben etwas Neues zu stellen. Wie das aussieht, steht im Beitrag zum Google Ads Landingpage optimieren.
Wenn dein Werbebudget unter etwa 500 € im Monat liegt, kommen so wenige Besucher an, dass du den Unterschied zwischen zwei Seiten gar nicht messen kannst. Dann ist das Budget selbst der Engpass.
Und wenn dein eigentliches Problem in der Kampagne liegt, also bei falschen Suchbegriffen oder kaputtem Tracking, verschiebt eine neue Seite nur das Symptom. Das sehe ich häufiger als alles andere.
Wie ich das handhabe
Ich baue Landingpages ausschließlich für Konten, die ich auch betreue. Das ist eine bewusste Grenze und keine Kapazitätsfrage.
Der Grund ist einfach. Eine Seite ist nur so gut wie das, was auf sie trifft. Wenn ich die Kampagne nicht in der Hand habe, kann ich nicht dafür geradestehen, ob am Ende Anfragen ankommen, und dann verkaufe ich dir eine Datei. Umgekehrt kann ich in der Betreuung die Seite anpassen, sobald die Suchbegriffe zeigen, was die Leute wirklich wollen. Genau da entsteht der Unterschied.
Gebaut habe ich unter anderem Seiten für Kanzleien wie VON BERGNER und Pöppel Rechtsanwälte, für Handwerks- und Bauanbieter sowie für lokale Dienstleister. Die Betreuung beginnt bei 590 € im Monat, die Seite selbst wird im Gespräch geklärt, weil eine Ein-Leistungs-Seite anders aussieht als fünf zusammenhängende. Was für und gegen einen Einzelnen spricht, habe ich unter Google Ads Freelancer aufgeschrieben.
Wenn du zuerst wissen willst, ob deine bestehende Seite überhaupt das Problem ist, nimm den kostenlosen Landing Page Check. Ich schaue mir deine Seite an und sage dir, was ich ändern würde. Ob du danach etwas bauen lässt, ist offen, und häufig ist die Antwort, dass sich eine Überarbeitung mehr lohnt als ein Neubau.
Wenn eher die Kampagne der Verdächtige ist, passt der kostenlose Google Ads Check besser. Wie die Betreuung insgesamt abläuft, steht auf der Startseite.
Verlierst du mit Google Ads mehr Geld, als du solltest?
In einer kostenlosen Analyse zeige ich dir, wo dein Account Potenzial verschenkt.
Kostenloser Google Ads CheckDeine Checkliste vor der Beauftragung
- Angebot schärfen. Schreib in einem Satz auf, was du anbietest und für wen. Wer das nicht kann, kann es auch nicht bauen lassen.
- Einwände sammeln. Notiere die fünf Fragen, die Kunden dir vor der Beauftragung stellen. Sie gehören auf die Seite.
- Budget einordnen. Unter etwa 500 € Werbebudget im Monat lohnt sich der Aufwand selten.
- Nach dem Text fragen. Kläre im Angebot, ob die Texte enthalten sind oder ob du sie lieferst. Das ist der größte Preisunterschied.
- Tracking mitbestellen. Ohne Messung weißt du hinterher nicht, ob die Seite besser ist als die alte.
Häufige Fragen
Was kostet es, eine Landingpage erstellen zu lassen?
Der deutsche Markt liegt 2026 zwischen etwa 500 € für eine Vorlagenlösung und 12.000 € für eine Seite mit eigener Strategie, Text und Technik. Der häufigste Bereich für eine einzelne, ordentlich gebaute Seite liegt zwischen 1.500 und 8.000 €. Den größten Preisunterschied macht die Frage, ob die Texte enthalten sind.
Wie lange dauert es, bis eine Landingpage fertig ist?
Der Bau selbst ist selten das Langsame. Zeit kostet die Klärung davor, also Angebot, Zielgruppe und Einwände, dazu Fotos und Freigaben auf deiner Seite. Wer Inhalte und Rückmeldungen zügig liefert, verkürzt die Dauer stärker als jeder Dienstleister es könnte.
Reicht meine Startseite nicht als Landingpage?
Für Werbung meistens nicht. Eine Startseite muss viele Fragen gleichzeitig beantworten und bietet dem Besucher entsprechend viele Wege. Eine Landingpage beantwortet genau die Frage, mit der jemand geklickt hat, und bietet einen einzigen Weg weiter. Bei bezahlten Klicks zahlst du für jeden Besucher, deshalb wiegt der Unterschied dort besonders schwer.
Kann ich eine Landingpage selbst bauen?
Technisch ja, mit WordPress, Wix oder einem Baukasten. Der schwierige Teil ist der Text und die Reihenfolge der Argumente. Wenn du dein Angebot und die typischen Einwände deiner Kunden gut kennst, kommst du selbst erstaunlich weit. Der Punkt, an dem sich Hilfe lohnt, ist meistens der, an dem messbar Werbebudget läuft.
Brauche ich für jede Kampagne eine eigene Landingpage?
Nicht für jede Kampagne, aber für jede Leistung, die du bewirbst. Wer Arbeitsrecht und Verkehrsrecht über dieselbe Seite bewirbt, zwingt beide Besuchergruppen dazu, sich erst zurechtzufinden. Das kostet Anfragen. Bei mehreren Leistungen ist die saubere Regel eine Seite je Leistung, passend zur jeweiligen Kampagne.
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Benjamin Häntzschel
Google Ads, KI & Conversion-Optimierung