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Google Ads automatische Angebote: warum ich sie ausschalte
Google Ads News 9 Min. Lesezeit

Google Ads automatische Angebote: warum ich sie ausschalte

Das Wichtigste zusammengefasst

Laut einer Servicemitteilung vom 1. Oktober 2026 schaltet Google in Google Ads ab dem 12. Oktober die Funktion „Automatische Angebote“ standardmäßig ein. Google liest dann Rabatte und Gutscheine von deinen Landingpages und macht daraus Angebots-Assets für Such- und Performance Max Kampagnen mit Standort-Assets. Für Handwerk, Praxen, Kanzleien, B2B-Dienstleister und lokale Dienstleister rate ich zum Ausschalten, weil Google selbst entscheidet, was auf deiner Seite als Angebot gilt, und du erst nach der Ausspielung siehst, was gezeigt wurde.

Am 1. Oktober 2026 hat Google eine Servicemitteilung verschickt, die man leicht überliest. Ab dem 12. Oktober 2026 würden „Gutscheine und Rabatte auf Ihrer Website erkannt … und direkt auf Ihre Kampagnen angewendet“, steht darin. Und weiter heißt es: „Wir aktivieren diese neue Funktion automatisch für Sie.“ Wer nichts tut, hat automatische Angebote also ab diesem Tag im Google Ads Konto.

Wer sein Konto selbst betreut, sollte diese Einstellung einmal bewusst setzen, so wie die übrigen Grundlagen aus dem Überblick zu Google Ads für kleine Unternehmen.

Warum ich automatische Angebote in Google Ads ausschalte

Der Kern ist, dass Google entscheidet, was auf deiner Seite ein Angebot ist. Du gibst nichts frei und formulierst nichts selbst. Was als Rabatt, Gutschein oder Aktion erkannt wird, landet als Angebots-Asset unter deiner Anzeige. Die Hilfeseite zu Angebots-Assets spricht sogar davon, dass Angebote „von Ihrer Website und aus anderen Quellen“ abgerufen werden. Welche Quellen das sind, steht dort nicht.

Auf den Websites von Handwerksbetrieben, Praxen oder Beratungen steht schnell mehr, als man im Kopf hat. Ein Aktionsbanner vom Frühjahr, das nie jemand abgenommen hat, gehört genauso dazu wie ein ausgelaufener Rabatt für Neukunden oder eine Aktion, die nur ab einem bestimmten Auftragswert gilt. Was Google bei einem automatisch gelesenen Angebot von Zeitraum und Bedingungen übernimmt, steht in der Hilfe nicht.

Dazu kommt der Zeitpunkt, an dem du davon erfährst. Google schreibt in der Servicemitteilung selbst: „Assets ohne Impressionen werden nicht aufgeführt.“ Was du im Konto findest, wurde also schon ausgespielt, und du kontrollierst erst hinterher.

Bei Leadgenerierung entstehen gute Anfragen außerdem meist über Vertrauen. Wer eine Kanzlei, eine Steuerberatung oder einen Fachbetrieb sucht, will wissen, ob er dort gut aufgehoben ist und ob der Betrieb zu seinem Anliegen passt. Ein Anrufer, der wegen eines Rabatts kommt, den es nicht mehr gibt, startet mit einer Enttäuschung ins Gespräch.

Was die 24 Stunden nicht abfangen

Jedes automatische Angebot läuft laut Google-Hilfe weniger als 24 Stunden. Danach wird es nur wieder aktiv, wenn es weiterhin auf der Website sichtbar ist. Das schützt vor Angeboten, die du von der Seite genommen hast. Ein abgelaufener Rabatt, der noch auf der Seite steht, bleibt für Google aber sichtbar. Start- und Enddatum will Google erst künftig auslesen können.

Was ändert sich am 12. Oktober genau?

Gut zu wissen

„Automatische Angebote“ ist ein automatisch erstelltes Asset auf Kontoebene. Google liest Angebote von deinen Landingpages, in der Hilfe etwa „20 % Rabatt auf schwarze Pullover“ oder „2 zum Preis von 1“, und erstellt daraus Angebots-Assets. Voraussetzung ist eine aktive Such- oder Performance Max Kampagne mit angehängten Standort-Assets, lokale Kampagnen eingeschlossen. In der Kampagne darf kein manuelles Angebot laufen, und sie muss die Werberichtlinien einhalten.

Die Funktion stand schon Anfang September in der Hilfe von Google, und nach Berichten war sie ab Ende September in ersten Konten zu sehen. Am 12. Oktober schaltet Google sie standardmäßig ein, laut Servicemitteilung „derzeit nur“ für Kampagnen, an die noch keine Angebots-Assets angehängt sind.

Für Deutschland ist die Funktion ebenfalls angekündigt. Die Servicemitteilung kam auf Deutsch in einem deutschen Google Ads Konto an, und die deutsche Hilfeseite nennt weder eine Länderliste noch einen Hinweis auf eine Testphase. Für Österreich und die Schweiz habe ich keinen eigenen Beleg, eine Länderbeschränkung nennen aber weder die Servicemitteilung noch die Hilfeseite.

Mit den Angeboten in Local Services Ads teilt die Funktion nur das Prinzip, dort ging es um ein eigenes Anzeigenformat. Die Inventur der eigenen Website aus dem Beitrag passt trotzdem genauso.

Worin unterscheidet sich das von einem manuellen Angebots-Asset?

Ein manuelles Angebots-Asset legst du selbst an, wie die übrigen Assets für deine Google Ads Anzeigen. Beim automatischen übernimmt Google jeden Schritt bis zur Ausspielung.

Manuelles Angebots-Asset
Automatisches Angebot
Du formulierst Text, Zeitraum und Bedingungen selbst
Google liest das Angebot von deiner Website
Du weißt vor dem Start, was in der Anzeige steht
Du siehst es erst, wenn es Impressionen hatte
Start und Ende legst du fest
Läuft unter 24 Stunden und verlängert sich, solange es auf der Seite steht
Du hängst es an die Kampagnen, in denen es laufen soll
Ein Schalter für das ganze Konto, keiner je Kampagne

Bei den Kosten gibt es keinen Unterschied. Ein Klick auf ein Angebots-Asset kostet laut Google so viel wie ein Klick auf den Titel der Anzeige, und je Impression werden höchstens zwei Klicks berechnet.

Manuelle Angebots-Assets, die sechs Monate nicht geändert wurden, pausiert Google laut Google-Hilfe automatisch. Ein liegengelassenes manuelles Angebot schützt eine Kampagne also nicht dauerhaft vor den automatischen, so lese ich das. Für eine echte, befristete Aktion bleibt das manuelle Asset trotzdem der sauberere Weg.

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Wie schalte ich automatische Angebote in Google Ads aus?

Der Weg steht so in der deutschen Google Hilfe zu automatischen Angeboten.

1
Assets öffnen

Klicke im Menü „Kampagnen“ auf „Assets“.

Von dort geht es zu den Assets, die Google selbst anlegt.

2
Automatisch erstellte Assets auf Kontoebene

Öffne in der Filterleiste das Dreipunktmenü und wähle „Automatisch erstellte Assets auf Kontoebene“ aus.

Der eigentliche Schalter liegt eine Ebene tiefer.

3
Erweiterte Einstellungen

Wähle auf dieser Seite das Menü aus und dann „Erweiterte Einstellungen“.

Jetzt fehlt nur noch die Auswahl.

4
Automatische Angebote auf Aus

Stelle im Drop-down „Automatische Angebote“ die Option „Aus“ ein. Fragt Google nach einem Grund, gibst du ihn an. Zum Einschalten steht an derselben Stelle „An (empfohlen)“.

Wenn du sehen willst, was Google schon erzeugt hat, öffnest du ebenfalls im Menü „Kampagnen“ die „Assets“ und wählst in der Filterleiste „Asset-Typ“ und dann „Angebot“. Automatische Angebote stehen in der Spalte „Hinzugefügt von“ mit „Google AI“. Fährst du mit dem Mauszeiger darauf, zeigt Google Details zur Quelle.

Einen ähnlichen Weg beschreibe ich im Beitrag zur Einstellung, mit der Google Fotos aus deinem Unternehmensprofil nutzt. Es ist dasselbe Muster wie bei allen automatisch erstellten Assets. Google schaltet ein, und ausschalten musst du selbst.

Experten-Tipp

Unabhängig vom Schalter lohnt sich ein Gang über die eigenen Landingpages. Such nach allem, was nach Rabatt oder Gutschein aussieht, also Hinweisleisten, Banner, Gutscheincodes im Footer und alte Aktionsseiten. Ein abgelaufener Rabatt ärgert Besucher auch ohne Anzeige.

Welche Fragen lässt Google noch offen?

Vier Punkte lässt Google bisher offen.

  • Ob ein pausiertes oder abgelaufenes manuelles Angebot als „manuelles Angebot“ zählt und die Kampagne damit ausnimmt.
  • Ob du ein erzeugtes Angebot einzeln bearbeiten kannst. In der Hilfe steht dazu nichts.
  • Ob Konten, in denen automatisch erstellte Assets schon abgeschaltet sind, trotzdem eingeschaltet werden.
  • Ob Google Formulierungen wie „kostenloses Erstgespräch“ als Angebot liest. Für Dienstleister wäre das die spannendste Frage, belegt ist es nicht.

Nach dem 12. Oktober würde ich deshalb einmal in die erweiterten Einstellungen schauen, auch wenn automatische Assets bei dir eigentlich aus sind.

Wann ich die Funktion anlassen würde

Bei Onlineshops sieht es anders aus. Wer Aktionsseiten pflegt, Rabatte mit Enddatum führt und abgelaufene Aktionen zuverlässig von der Seite nimmt, kann automatische Angebote anlassen und beobachten. Im Handel ist ein Rabatt oft tatsächlich der Kaufgrund, und das Anlegen von Hand fällt weg.

Beobachten heißt, regelmäßig über den Filter „Angebot“ nachzusehen, was mit „Google AI“ gekennzeichnet ist. Taucht ein Angebot auf, das nicht mehr gilt, würde ich ausschalten und zu manuellen Angebots-Assets zurückgehen.

Woran ich die übrigen Grundeinstellungen festmache, steht im Überblick zu Google Ads für kleine Unternehmen.

Häufige Fragen

Wie schalte ich automatische Angebote in Google Ads aus?

Im Menü „Kampagnen“ auf „Assets“ klicken, in der Filterleiste über das Dreipunktmenü „Automatisch erstellte Assets auf Kontoebene“ öffnen und dort im Menü „Erweiterte Einstellungen“ wählen. Im Drop-down „Automatische Angebote“ die Option „Aus“ einstellen und bei Nachfrage einen Grund angeben. Das gilt für das ganze Konto.

Kann ich automatische Angebote nur für eine Kampagne abschalten?

Über die Einstellung nicht, es gibt nur einen Schalter auf Kontoebene. Laut Servicemitteilung schaltet Google die Funktion derzeit aber nur für Kampagnen ein, an die noch keine Angebots-Assets angehängt sind. Ein eigenes Angebots-Asset hält eine Kampagne also heraus, setzt aber ein echtes Angebot voraus.

Was passiert mit einem abgelaufenen Rabatt auf meiner Seite?

Laut Google-Hilfe läuft jedes automatische Angebot weniger als 24 Stunden und wird wieder aktiv, solange es auf der Website sichtbar ist. Start- und Enddatum will Google erst künftig auslesen. Ein abgelaufener Rabatt, der noch auf der Seite steht, kann deshalb weiter in der Anzeige auftauchen. Er gehört so oder so von der Seite.

Betrifft mich das, wenn ich keine Standort-Assets habe?

Nach der Hilfe von Google nicht. Voraussetzung sind Such- oder Performance Max Kampagnen mit angehängten Standort-Assets, lokale Kampagnen eingeschlossen. Ich würde trotzdem ausschalten, weil der Schalter für das ganze Konto gilt und dann auch Kampagnen abdeckt, die später Standort-Assets bekommen.

Gilt die Umstellung auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Für Deutschland ist sie angekündigt. Die Servicemitteilung vom 1. Oktober 2026 kam auf Deutsch in einem deutschen Google Ads Konto an, und die deutsche Google-Hilfe nennt keine Länderliste. Für Österreich und die Schweiz habe ich keinen eigenen Beleg, eine Länderbeschränkung nennen aber weder die Servicemitteilung noch die Hilfeseite.

Kosten automatische Angebote extra?

Einen Aufpreis gibt es nicht. Ein Klick auf ein Angebots-Asset kostet laut Google so viel wie ein Klick auf den Titel der Anzeige, je Impression werden höchstens zwei Klicks berechnet. Bezahlt werden also normale Klicks, auch solche, die nur wegen eines Rabatts entstehen.

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