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Ziel-CPA und Ziel-ROAS: Vor dem 6. Juli prüfen
Google Ads News 6 Min. Lesezeit

Ziel-CPA und Ziel-ROAS: Vor dem 6. Juli prüfen

Das Wichtigste zusammengefasst

Ab dem 17. August 2026 hält Google budgetlimitierte Kampagnen mit Ziel-CPA oder Ziel-ROAS enger an ihrem eingestellten Zielwert. Kampagnen, die heute deutlich besser laufen als ihr Ziel, können dadurch teurer werden. Ab dem 6. Juli gibt es ein Tool, mit dem du deine Ziele vorher anpassen kannst.

Die meisten Unternehmer stellen ihren Ziel-CPA einmal ein und schauen danach selten wieder drauf. Genau das wird ab diesem Sommer zum Problem. Google ändert, wie automatische Gebotsstrategien mit budgetlimitierten Kampagnen umgehen, und diese Änderung trifft vor allem die Konten, in denen ein veralteter Zielwert schlummert.

Der Punkt ist unscheinbar, aber er kostet im Zweifel echtes Geld. Wenn deine Kampagne seit Monaten zuverlässig unter dem eingestellten Ziel-CPA bleibt, war das bisher dein Sicherheitspuffer. Ab August kann genau dieser Puffer dazu führen, dass Google die Kosten Richtung Zielwert nach oben laufen lässt, ohne dass du mehr Anfragen bekommst.

Was ändert sich am 17. August?

Gut zu wissen

Ab dem 17. August 2026 richten sich Kampagnen mit Ziel-CPA oder Ziel-ROAS, die durch ihr Budget begrenzt sind, stärker am tatsächlich eingestellten Zielwert aus. Google will damit eine berechenbarere Leistung liefern. Die Änderung betrifft Such-, Shopping-, Performance-Max-, Demand-Gen- und Reisekampagnen.

Bisher hat Google bei budgetlimitierten Kampagnen oft mehr auf Volumen optimiert und den eingestellten Zielwert eher locker behandelt. Künftig nimmt der Algorithmus dein Ziel ernster. Das klingt erst einmal gut, hat aber eine Kehrseite für alle, deren Zielwert nicht mehr zur Realität passt.

Wichtig zu wissen: Google passt weder dein Budget noch deine Zielwerte automatisch an. Wenn du nichts tust, läuft die Kampagne mit dem Ziel weiter, das gerade eingestellt ist, egal ob das noch sinnvoll ist. Die Verantwortung liegt komplett bei dir.

Welche Kampagnen sind gefährdet?

Betroffen sind nicht alle Konten gleich. Gefährdet ist die Kombination aus zwei Faktoren: Die Kampagne ist durch ihr Budget begrenzt, und sie läuft deutlich besser als ihr eingestelltes Ziel.

Ein Beispiel aus der Leadgen-Praxis: Du hast vor einem Jahr einen Ziel-CPA von 80 Euro eingestellt, weil das damals dein Rechenwert war. Inzwischen holt die Kampagne Anfragen für 45 Euro. Die Lücke zwischen 45 und 80 Euro ist der Spielraum, den Google ab August nutzen darf, um die Kosten Richtung 80 Euro steigen zu lassen. Mehr Mandate oder Aufträge bekommst du dadurch nicht zwangsläufig, du zahlst nur mehr pro Anfrage.

Umgekehrt sind Kampagnen, deren Zielwert realistisch zur tatsächlichen Leistung passt, kaum betroffen. Genau deshalb ist die Bestandsaufnahme jetzt der wichtigste Schritt.

Warum das gerade für Leadgen-Konten zählt

Anwaltskanzleien, Berater und Handwerksbetriebe arbeiten fast immer mit Ziel-CPA, nicht mit Ziel-ROAS. Und sie arbeiten oft mit überschaubaren Budgets, die regelmäßig ausgeschöpft sind. Damit fallen viele dieser Konten genau in die betroffene Gruppe.

Dazu kommt: In der Leadgen ist ein günstiger CPA selten ein Zufall. Wer über Monate stabil unter dem Ziel liegt, hat meist sauber gearbeitet, gute Suchbegriffe, klare Anzeigen, eine passende Landingpage. Diese erarbeitete Effizienz sollte als Gewinn auf deinem Konto bleiben und nicht durch einen vergessenen Zielwert wieder verloren gehen.

So prüfst du deine Zielwerte richtig

Der Ablauf ist überschaubar. Du gleichst deinen eingestellten Zielwert mit der tatsächlichen Leistung der letzten Wochen ab und korrigierst dort, wo eine große Lücke klafft.

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Ist-Werte den Zielen gegenüberstellen

Schau dir für jede Kampagne mit automatischer Gebotsstrategie an, was du als Ziel eingestellt hast und was tatsächlich herauskommt. Nimm dafür die letzten 30 Tage und blende die jüngsten Tage aus, in denen Conversions noch nachträglich eintrudeln können.

Ziel-CPAZiel-ROASletzte 30 Tage
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Große Abweichungen markieren

Interessant sind die Kampagnen, die ihr Budget ausschöpfen und deutlich besser laufen als ihr Ziel. Liegt dein tatsächlicher CPA klar unter dem Zielwert, ist das Ziel zu locker und sollte näher an die Realität.

budgetlimitiertÜberperformer
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Ziel in kleinen Schritten anpassen

Senke einen zu hohen Ziel-CPA nicht in einem Rutsch. Größere Sprünge als etwa 15 bis 20 Prozent stoßen eine neue Lernphase an und machen die Leistung für ein bis zwei Wochen unruhig. Geh lieber in zwei kleineren Schritten vor.

maximal 15 bis 20 Prozent

Sobald das Bid Target Adjustment Tool am 6. Juli verfügbar ist, übernimmt es einen Teil dieser Arbeit für dich. Es zeigt dir, welche Kampagnen von der Änderung betroffen sind, und lässt dich die Ziele anpassen, bevor sie am 17. August greift. Die Wochen zwischen dem 6. Juli und Mitte August sind dein Zeitfenster.

Experten-Tipp

Setze den neuen Zielwert nah an deine tatsächliche Leistung, aber nicht exakt darauf. Ein Ziel-CPA, der genau auf dem aktuellen Ist-Wert liegt, lässt dem Algorithmus kaum Luft. Etwas Abstand nach oben hält die Kampagne handlungsfähig, ohne den Spielraum so groß zu lassen, dass die Kosten unnötig steigen.

Eine Sache solltest du beim Senken im Blick behalten: Geh mit dem Ziel nie unter deine Gewinnschwelle. Der günstigste CPA bringt nichts, wenn am Ende kein Mandat oder Auftrag mehr profitabel ist. Dein Zielwert sollte immer aus deinen echten Zahlen kommen, also aus Auftragswert, Marge und der Quote, mit der Anfragen zu Kunden werden.

Der 6. Juli ist der Startschuss, nicht die Deadline

Die Änderung greift am 17. August, aber das Tool zum Gegensteuern kommt schon am 6. Juli. Wer erst Mitte August reagiert, korrigiert mitten in der Umstellung, wenn die Leistung ohnehin schwankt. Nutze das Fenster davor in Ruhe.

Deine Checkliste

Empfohlener Ablaufplan für die Umsetzung:

Checkliste
  • Verschaffe dir einen Überblick über alle Kampagnen mit Ziel-CPA oder Ziel-ROAS und notiere eingestellten Wert und tatsächliche Leistung.
  • Markiere die budgetlimitierten Überperformer, also Kampagnen, die ihr Budget ausschöpfen und klar besser laufen als ihr Ziel.
  • Passe zu lockere Ziele in kleinen Schritten an, höchstens 15 bis 20 Prozent pro Änderung, und bleibe dabei über deiner Gewinnschwelle.
  • Nutze ab dem 6. Juli das Bid Target Adjustment Tool, um betroffene Kampagnen gezielt zu finden und die Ziele vor dem 17. August zu setzen.

Wenn du dir bei deinen Zielwerten unsicher bist oder nicht weißt, welche deiner Kampagnen wirklich betroffen sind, schau gemeinsam mit jemandem drauf, der die Zahlen einordnen kann. Ein falsch gesetztes Ziel fällt im Alltag oft erst auf, wenn die Kosten schon gestiegen sind.

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