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Google testet lokale Anzeigen mit Bildkarussell
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Google testet lokale Anzeigen mit Bildkarussell

Das Wichtigste zusammengefasst

Google testet ein neues Anzeigenformat für lokale Suchanfragen. Unter dem Label “Sponsored options in the area” erscheinen Unternehmen mit Bildern in einem eigenen gesponserten Block. Für lokale Dienstleister könnte das die Sichtbarkeit in der Google-Suche deutlich verändern.

Wer als Handwerker, Anwalt oder lokaler Dienstleister bei Google gefunden werden will, kennt die klassischen Textanzeigen und das Local Pack mit den drei Karteneinträgen. Jetzt testet Google ein neues Format, das lokale Werbung visueller und auffälliger machen soll.

Was ist “Sponsored options in the area”?

Gut zu wissen

Google zeigt in bestimmten lokalen Suchanfragen einen neuen gesponserten Bereich mit dem Label “Sponsored options in the area”. Dieser Block erscheint getrennt vom organischen Local Pack und enthält mehrere Unternehmen mit Bildkarussell.

Das Format wurde erstmals im Februar 2026 entdeckt und befindet sich noch in der Testphase. Anders als bei herkömmlichen Textanzeigen stehen hier visuelle Elemente im Vordergrund. In einem beobachteten Beispiel wurden Anwaltskanzleien in einem Kartenformat mit Bildern angezeigt, ähnlich wie man es von Shopping-Anzeigen kennt.

Der Name “Sponsored options in the area” ist die aktuelle Bezeichnung aus den USA, wo das Format getestet wird. Wie Google das Format im deutschsprachigen Raum benennen wird, ist noch nicht bekannt. Die alltagsnahe Formulierung “options in the area” statt des üblichen “Suchergebnisse” oder “Anzeigen” deutet darauf hin, dass Google lokale Werbung stärker in die natürliche Sucherfahrung einbetten will.

Warum ist das für lokale Unternehmer wichtig?

Google hat in den vergangenen Monaten die Zahl der bezahlten Plätze im lokalen Bereich der Suchergebnisse deutlich ausgebaut. Gleichzeitig testet Google verschiedene neue Formate wie “Sponsored Places” und jetzt “Sponsored options in the area”.

Für lokale Unternehmer bedeutet das zweierlei. Erstens wird der Wettbewerb um die sichtbaren Positionen in lokalen Suchergebnissen intensiver. Wer bisher nur auf organische Sichtbarkeit oder das Google-Unternehmensprofil gesetzt hat, konkurriert zunehmend mit bezahlten Platzierungen. Zweitens bieten die neuen Formate aber auch eine Chance, sich visuell von der Konkurrenz abzuheben, gerade wenn Bilder künftig eine größere Rolle spielen.

Was bedeutet das für deine Google Ads Kampagnen?

Noch ist das Format nicht offiziell verfügbar. Aber es gibt einige Dinge, die du jetzt schon tun kannst, um vorbereitet zu sein.

Bilder und visuelle Assets pflegen

Falls Google bildbasierte lokale Anzeigen breiter ausrollt, werden Unternehmen mit hochwertigen Fotos im Vorteil sein. Stelle sicher, dass dein Google-Unternehmensprofil aktuelle, professionelle Bilder enthält. Das gilt besonders für Handwerksbetriebe und Dienstleister, bei denen Bilder von abgeschlossenen Projekten oder dem Team Vertrauen schaffen.

Lokale Kampagnen überprüfen

Wenn du bereits lokale Suchkampagnen bei Google Ads schaltest, prüfe ob deine Standort-Assets und Anzeigenerweiterungen vollständig eingerichtet sind. Google nutzt diese Informationen, um dein Unternehmen in lokalen Formaten anzuzeigen.

Google-Unternehmensprofil aktuell halten

Die neuen Formate greifen wahrscheinlich auf Daten aus dem Unternehmensprofil zurück, darunter Öffnungszeiten, Bewertungen und Fotos. Ein vollständiges und gepflegtes Profil ist die Grundlage für gute Sichtbarkeit in lokalen Anzeigenformaten. Wenn du nicht sicher bist, wie gut dein Profil aufgestellt ist, kann ein Google Business Profil Audit ein guter Startpunkt sein, um Schwachstellen zu erkennen und gezielt zu verbessern.

Experten-Tipp

Lokale Anzeigenformate entwickeln sich gerade schnell weiter. Unternehmen, die jetzt schon gute Bilder und ein vollständiges Google-Unternehmensprofil haben, werden davon profitieren, sobald Google diese Formate breiter ausrollt. Die Vorbereitung kostet nichts und bringt schon heute Vorteile für die organische Sichtbarkeit.

Wann kommt das Format offiziell?

Google hat bisher keine offizielle Ankündigung gemacht. Das Format befindet sich in der Testphase und wurde bislang nur in einzelnen Suchergebnissen in den USA beobachtet. Erfahrungsgemäß dauert es einige Monate, bis Google neue Anzeigenformate weltweit und in allen Märkten verfügbar macht.

Für den deutschsprachigen Raum ist mit einer Einführung frühestens im Sommer 2026 zu rechnen, falls Google das Format nach der Testphase beibehält. Es ist aber auch möglich, dass Google das Format noch verändert oder durch ein anderes ersetzt.

Unabhängig vom genauen Zeitplan zeigt der Test eine klare Richtung. Lokale Werbung bei Google wird visueller, und Bilder werden wichtiger als bisher. Wer sein Unternehmensprofil und seine Anzeigen-Assets jetzt auf Vordermann bringt, ist für diese Entwicklung gut aufgestellt.

Deine Checkliste

Empfohlener Ablaufplan für die Vorbereitung:

Checkliste
  • Professionelle Fotos hochladen. Aktualisiere die Bilder in deinem Google-Unternehmensprofil mit hochwertigen Aufnahmen deines Betriebs, deiner Arbeit oder deines Teams.
  • Standort-Assets prüfen. Stelle sicher, dass deine Google Ads Kampagnen mit Standorterweiterungen und lokalen Assets ausgestattet sind.
  • Unternehmensprofil vervollständigen. Überprüfe ob Öffnungszeiten, Leistungen, Kontaktdaten und Bewertungen aktuell sind.
  • Lokale Anzeigenformate beobachten. Behalte die Google Ads Updates im Blick, um neue Formate frühzeitig zu nutzen.
Benjamin Häntzschel

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