Conversion Traffic
SERP: Was die Google-Suchergebnisseite für deine Anzeigen bedeutet
· Aktualisiert am Google Ads Lexikon 9 Min. Lesezeit

SERP: Was die Google-Suchergebnisseite für deine Anzeigen bedeutet

Das Wichtigste zusammengefasst

SERP steht für Search Engine Results Page, auf Deutsch: Suchergebnisseite. Hier erscheinen deine Google Ads Anzeigen, organische Treffer, Shopping-Ergebnisse und immer öfter auch KI-generierte Antworten. Der Aufbau der SERP entscheidet, wie sichtbar deine Anzeige ist und wie viel Wettbewerb du auf der Seite hast. Wer versteht, wie die Seite aufgebaut ist und warum Google sie ständig verändert, kann seine Kampagnen gezielter steuern.

Was ist eine SERP?

Definition

SERP steht für Search Engine Results Page und bezeichnet die Seite, die eine Suchmaschine nach einer Suchanfrage anzeigt. Bei Google erscheinen dort bezahlte Anzeigen, organische Suchergebnisse, Shopping-Kacheln, lokale Ergebnisse, Knowledge Panels und zunehmend auch KI-generierte Zusammenfassungen. Die SERP ist der Ort, an dem Werbetreibende und organische Ergebnisse um die Aufmerksamkeit der Suchenden konkurrieren.

Wenn ein potenzieller Kunde “Steuerberater Hamburg” eingibt und auf Suche drückt, landet er auf einer SERP. Was er dort sieht, hängt von seiner Anfrage, seinem Standort, seinem Gerät und dem Zeitpunkt der Suche ab. Keine zwei SERPs sehen exakt gleich aus, und Google verändert das Layout regelmäßig.

Als Unternehmer, der Google Ads schaltet, ist die SERP der Ort, an dem entschieden wird, ob dein Budget wirkt oder nicht. Deine Anzeige kann noch so gut sein, wenn du nicht weißt, wo sie erscheint und mit welchen anderen Inhalten sie um Aufmerksamkeit konkurriert, fehlt dir ein wichtiger Teil des Gesamtbildes.

Wie ist eine SERP aufgebaut?

Eine typische Google-Suchergebnisseite besteht aus mehreren Bereichen, die je nach Suchanfrage unterschiedlich kombiniert werden.

Bezahlte Anzeigen oben

Die oberen Anzeigenplätze sind die prominentesten Positionen auf der SERP. Google zeigt dort in der Regel bis zu vier Textanzeigen an, die mit einem kleinen “Gesponsert”-Label gekennzeichnet sind. Diese Plätze werden über die Anzeigenauktion vergeben. Wer erscheint und in welcher Reihenfolge, entscheidet sich anhand des Anzeigenrangs, der aus Gebot, Qualität und Kontext berechnet wird.

Für viele Branchen sind die oberen Anzeigenplätze das Kernziel, weil sie den größten Teil der Klicks auf sich ziehen. Auf mobilen Geräten nehmen diese vier Anzeigen fast den gesamten sichtbaren Bildschirm ein, bevor der Nutzer überhaupt scrollen muss.

Organische Suchergebnisse

Unterhalb der bezahlten Anzeigen folgen die organischen Ergebnisse. Diese Plätze werden nicht gekauft, sondern durch SEO und die Bewertung des Google-Algorithmus vergeben. Wer hier oben steht, hat meistens über Monate oder Jahre an Inhalten, Backlinks und technischer Optimierung gearbeitet.

Google Ads hat auf diese Plätze keinen direkten Einfluss. Für dich als Werbetreibender ist das organische Ergebnis dennoch relevant: Wenn du auf einem umkämpften Keyword sowohl organisch als auch mit Anzeigen präsent bist, erhöht das die Glaubwürdigkeit und nutzt den verfügbaren Platz auf der Seite doppelt.

Shopping-Ergebnisse

Bei produktbezogenen Suchanfragen zeigt Google häufig Shopping-Kacheln oben oder in einer Seitenleiste an. Diese sind ebenfalls bezahlte Placements, die über Google Shopping und den Google Merchant Center laufen. Für E-Commerce-Unternehmen sind sie oft der relevanteste Werbekanal auf der SERP.

Lokale Ergebnisse und Maps

Wenn eine Suchanfrage einen lokalen Bezug hat, etwa “Zahnarzt in der Nähe” oder “Schlüsseldienst Berlin”, blendet Google eine Karte mit Unternehmenseinträgen ein. Dieser Bereich wird als Local Pack bezeichnet und zieht bei standortbezogenen Suchen erheblich viele Klicks auf sich.

Wichtig: Für den Local Pack sind keine Google Ads notwendig. Das sind organische Listeneinträge aus dem Google-Unternehmensprofil. Allerdings gibt es für lokale Dienstleister auch Local Service Ads, die über dem Local Pack erscheinen können.

Anzeigen unten auf der Seite

Am Ende der Suchergebnisseite können weitere bezahlte Anzeigen erscheinen, meistens bis zu drei. Diese Positionen gelten traditionell als weniger wertvoll, weil die meisten Nutzer nicht bis dorthin scrollen. Seit April 2025 führt Google für obere und untere Positionen separate Auktionen durch. Das bedeutet, dass dieselbe Anzeige theoretisch sowohl oben als auch unten erscheinen kann.

Weitere SERP-Elemente

Je nach Suchanfrage können auf der SERP auch diese Elemente erscheinen:

  • Featured Snippets. Hervorgehobene Textauszüge, die direkt in den Suchergebnissen eine Antwort auf eine Frage geben. Sie erscheinen oft über den organischen Ergebnissen und werden auch “Position 0” genannt.
  • Knowledge Panels. Info-Kästen auf der rechten Seite oder oben, die Informationen zu Unternehmen, Personen oder Orten zusammenfassen.
  • People Also Ask. Eine Box mit verwandten Fragen, die Nutzer häufig im selben Kontext stellen.
  • Bilder und Videos. Bildkarussells oder einzelne Videovorschauen, die bei entsprechenden Suchanfragen eingeblendet werden.

Wie viele Anzeigen erscheinen auf einer SERP?

Das ist nicht pauschal zu beantworten, weil Google es situationsabhängig entscheidet. In der Regel gilt:

  • Oben: bis zu 4 Textanzeigen
  • Unten: bis zu 3 Textanzeigen
  • Shopping: variable Anzahl von Produktkacheln, oft 4 bis 8

Für sehr spezifische Suchanfragen mit geringem Wettbewerb können auch weniger oder gar keine bezahlten Anzeigen erscheinen. Wenn kein Werbetreibender ein relevantes Gebot abgegeben hat oder die Qualität der Anzeigen die Mindestanforderungen nicht erfüllt, bleibt der Anzeigenplatz leer.

Experten-Tipp

Ich prüfe für neue Kunden regelmäßig manuell, wie die SERP für ihre wichtigsten Keywords aussieht. Das Anzeigenvorschau-Tool im Google Ads Konto gibt dir eine gute Übersicht ohne die eigenen Impressionsdaten zu verfälschen. So siehst du, wie viele Mitbewerber aktiv sind, ob Shopping-Ergebnisse erscheinen und wie die organischen Positionen verteilt sind. Das beeinflusst, wie ich Gebote und Budget einsetze.

AI Overviews und SGE: Was ändert sich für deine Anzeigen?

Google rollt AI Overviews (früher Search Generative Experience, SGE) weltweit aus. Das sind KI-generierte Antworten, die ganz oben auf der SERP erscheinen, noch vor den bezahlten Anzeigen und organischen Ergebnissen.

Das verändert die SERP spürbar. Wer früher auf Position 1 der organischen Ergebnisse war, rutscht weiter nach unten. Die KI-Antwort selbst kann bereits die wichtigsten Informationen liefern, wodurch manche Nutzer gar nicht mehr klicken.

Für bezahlte Anzeigen ist das bisher weniger dramatisch als für SEO, weil Google die Anzeigenplätze wirtschaftlich braucht. Allerdings gibt es inzwischen auch Anzeigenplätze innerhalb oder direkt unter den AI Overviews. Diese entwickeln sich gerade noch, und ich würde das nicht als verlässlichen Kanal einplanen, bevor klar ist, wie sie sich dauerhaft verhalten.

Was ich meinen Kunden in diesem Kontext mitgebe: Wer stark auf organischen Traffic setzt, sollte die Entwicklung sehr genau beobachten. Wer Google Ads schaltet, hat zumindest den Vorteil, dass er weiterhin auf definierten Plätzen erscheint, solange das Gebot und die Qualität stimmen.

Warum Position 1 nicht immer das beste Ziel ist

Viele Unternehmer denken, dass Platz 1 auf der SERP automatisch der beste Platz ist. Das stimmt nicht immer.

Position 1 bedeutet in der Regel das höchste Gebot und damit den höchsten Klickpreis. Gleichzeitig zieht die erste Position auch Nutzer an, die noch sehr am Anfang ihrer Recherche sind und vielleicht noch drei weitere Anzeigen vergleichen, bevor sie eine Entscheidung treffen. Der Klick kostet viel, die Konversionswahrscheinlichkeit ist aber nicht zwangsläufig höher als bei Position 2 oder 3.

Ich habe Konten gesehen, in denen Position 2 oder 3 einen deutlich niedrigeren Klickpreis hatte und trotzdem ähnliche Konversionsraten lieferte. Das liegt daran, dass Nutzer, die weiter scrollen und mehrere Anzeigen vergleichen, oft schon konkreter in ihrer Kaufabsicht sind.

Das heißt nicht, dass Position 1 schlecht ist. Bei Brand-Keywords oder in Branchen, in denen Suchende schnell eine Entscheidung treffen, kann die erste Position durchaus den besten Return liefern. Die Antwort hängt von deiner Branche, deinem Angebot und der Suchintention der Nutzer ab. Was zählt, ist nicht die Position, sondern der Kosten-pro-Anfrage am Ende.

Wie die SERP sich ständig verändert

Google testet und ändert das Layout der Suchergebnisseite regelmäßig. In den letzten Jahren sind dabei einige Veränderungen besonders relevant geworden:

Das klassische Label “Anzeige” wurde in “Gesponsert” umbenannt. Für viele Nutzer sehen Anzeigen dadurch noch ähnlicher aus wie organische Ergebnisse, was sich auf die Klickraten ausgewirkt hat.

Shopping-Ergebnisse erscheinen auf immer mehr Suchanfragen, auch auf solchen, die früher rein textbasierte Ergebnisse gezeigt haben. Das kann Anzeigen nach unten verdrängen.

AI Overviews nehmen je nach Suchanfrage erheblich viel Platz auf der Seite ein und verändern, was der Nutzer als erstes sieht.

Für dich als Werbetreibender bedeutet das: Die SERP ist kein stabiles System, auf das du dich einmal einstellen kannst. Es lohnt sich, regelmäßig zu prüfen, wie die Seite für deine wichtigsten Keywords gerade aussieht.

Häufige Fragen zur SERP

Was bedeutet SERP auf Deutsch?

SERP ist die englische Abkürzung für Search Engine Results Page, auf Deutsch Suchergebnisseite. Gemeint ist die Seite, die du siehst, nachdem du bei Google eine Suche abgeschickt hast. Der Begriff wird in der deutschen SEO- und Google Ads-Szene fast ausschließlich auf Englisch verwendet.

Wie viele organische Ergebnisse zeigt Google auf einer SERP?

Früher waren es zuverlässig zehn organische Ergebnisse auf der ersten Seite. Das ist heute nicht mehr der Standard. Je nach Suchanfrage blendet Google Featured Snippets, Shopping-Ergebnisse, Maps-Einträge oder AI Overviews ein, die organische Plätze nach unten verdrängen. Tatsächlich können auf manchen SERPs nur noch fünf oder sechs klassische organische Treffer erscheinen.

Beeinflusst Google Ads meine organischen Rankings?

Nein. Das bezahlte Schalten von Anzeigen hat keinen direkten Einfluss auf deine Position in den organischen Suchergebnissen. Beide Systeme laufen getrennt. Was Google Ads indirekt beeinflussen kann: Wenn mehr Nutzer auf deine Seite klicken und dort bleiben, können sich Nutzersignale langfristig positiv auf das organische Ranking auswirken. Das ist aber kein direkter kausaler Zusammenhang.

Was ist der Unterschied zwischen SERP und SEM?

SEM steht für Search Engine Marketing und beschreibt die übergeordnete Disziplin, Sichtbarkeit in Suchmaschinen zu erreichen. Das umfasst sowohl bezahlte Maßnahmen (Google Ads, auch SEA genannt) als auch organische Optimierung (SEO). Die SERP ist der Ausgabepunkt, die Seite also, auf der die Ergebnisse all dieser Maßnahmen sichtbar werden.

Warum erscheint meine Anzeige nicht auf der SERP?

Es gibt mehrere Gründe dafür. Das Budget ist möglicherweise ausgeschöpft, das Gebot reicht nicht aus, um in der Anzeigenauktion zu erscheinen, oder die Anzeige wurde abgelehnt. Auch geografische Einstellungen, Werbezeitpläne und der Qualitätsfaktor spielen eine Rolle. Das Anzeigenvorschau-Tool in Google Ads hilft dabei, die Ursache einzugrenzen, ohne die eigenen Impressionsdaten zu beeinflussen.

Deine Checkliste

Checkliste
  • SERP für deine wichtigsten Keywords manuell prüfen. Nutze das Anzeigenvorschau-Tool in Google Ads, um zu sehen, wie deine Anzeige im Vergleich zu Mitbewerbern erscheint, ohne eigene Impressionen zu erzeugen.
  • Anzeigenposition im Blick behalten. Schau dir die durchschnittliche Anzeigenposition und den Anteil an oberen Impressionen an. Das gibt dir ein klareres Bild als reine Klickzahlen.
  • Klickrate nach Position auswerten. Vergleiche die CTR für obere versus untere Positionen. Das zeigt dir, ob höhere Positionen tatsächlich bessere Ergebnisse liefern oder ob du Geld sparen kannst.
  • AI Overviews beobachten. Prüfe für deine Kernkeywords, ob Google AI Overviews einblendet. Das beeinflusst, wie viel Platz deine Anzeige auf der Seite noch bekommt.
  • Shopping-Konkurrenz einschätzen. Falls auf deinen Keywords Shopping-Kacheln erscheinen, prüfe, ob deine Zielgruppe eher auf Textanzeigen oder auf Produktbilder reagiert und passe deinen Kampagnenmix entsprechend an.
  • SERP-Layout regelmäßig überprüfen. Google ändert das Layout öfter als die meisten Werbetreibenden denken. Was vor sechs Monaten galt, kann heute schon überholt sein.
Benjamin Häntzschel

Verlierst du mit Google Ads mehr Geld, als du solltest?

Ich zeige dir, wo dein Account Potenzial verschenkt – und wie du mehr aus deinem Budget herausholst.

Performance-Analyse anfragen →

Das könnte dich auch interessieren