Google Ads Editor: Download, Update und Massenänderungen
Der Google Ads Editor ist ein kostenloses Desktop-Programm von Google, mit dem du Kampagnen offline bearbeitest und Massenänderungen deutlich schneller durchführst als in der Weboberfläche. Er lohnt sich bei größeren Konten, langen Keyword-Listen oder wenn du regelmäßig viele Kampagnen gleichzeitig änderst. Ab dem 19. Oktober 2026 unterstützt Google die Versionen 2.10 und älter nicht mehr. Wer noch mit einer alten Version arbeitet, sollte vorher auf die aktuelle Version 2.13 aktualisieren und offene Änderungen vorher hochladen.
Was ist der Google Ads Editor?
Der Google Ads Editor ist eine Desktop-Anwendung, die du kostenlos von Google herunterladen kannst. Sie läuft lokal auf deinem Computer und verbindet sich bei Bedarf mit deinem Google Ads Konto. Für die Grundlagen, die du vor jeder Massenänderung kennen solltest, hilft der Überblick zu Google Ads für kleine Unternehmen.
Der Editor lädt deine Kontodaten herunter, du bearbeitest sie offline auf deinem Rechner, und wenn du fertig bist, überträgst du alle Änderungen gesammelt ins Live-Konto. Solange du nicht veröffentlichst, passiert im echten Konto nichts.
Das ist ungewohnt, wenn du sonst direkt in der Weboberfläche arbeitest. Genau darin liegt aber der Vorteil. Du kannst in Ruhe mehrere Schritte vorbereiten, Dinge ausprobieren und dann alles auf einmal hochladen.
Der Editor ist für Windows und macOS verfügbar. Aktuell ist Version 2.13, erschienen Ende Juli 2026. Version 2.12 kam im März 2026, Version 2.11 im November 2025.
Welche Version brauchst du ab dem 19. Oktober 2026?
Laut Google-Hilfe werden die Versionen 2.10 und älter ab dem 19. Oktober 2026 nicht mehr unterstützt. Google unterstützt jede Version ein Jahr ab ihrer Veröffentlichung, danach musst du auf die neueste Version wechseln, um deine Konten weiter mit dem Editor zu verwalten. Die vorige Frist lag nach Berichten im März 2026 und betraf Version 2.9 und älter.
Die Frist gilt für alle Nutzer des Editors, auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie steht so in der deutschen Fassung der Google-Hilfe, und eine Unterscheidung nach Ländern gibt es dort nicht.
Für die meisten wird das kein Thema sein, weil der Editor sich selbst aktualisiert. Er sucht laut Hilfe beim Start und regelmäßig während der Nutzung nach Updates und fragt, ob du aktualisieren willst. Versionen, für die du dein Konto nicht neu herunterladen musst, installiert er im Hintergrund. Hängen bleibt eine alte Version vor allem auf Rechnern, auf denen der Editor nur selten geöffnet wird oder ein Update einmal weggeklickt wurde.
Lade alle Änderungen hoch, die noch im Editor liegen. Willst du sie nicht veröffentlichen, erstellst du laut Google-Hilfe vor der Installation eine Sicherungsdatei mit deinen Änderungen und Kommentaren und importierst sie nach dem Upgrade wieder.
Danach kannst du ohne Risiko aktualisieren.
Bestätige die Update-Abfrage beim Start. Hast du ein Update verschoben, findest du unten rechts im Fenster die Schaltfläche „Aktualisieren auf“. Der Editor startet danach mit der neuen Version neu.
Je nach Version musst du danach dein Konto noch einmal herunterladen.
Lade das Konto nach dem Update neu herunter, bevor du weiterarbeitest. Für neue Funktionen müssen laut Google manche Kontodaten neu geladen werden.
Eine Stelle wird dabei gern übersehen.
Wenn der Editor auf mehreren Rechnern installiert ist, etwa im Büro und auf dem Laptop, prüfe jeden einzeln. Ein Rechner, auf dem der Editor seit Monaten nicht geöffnet wurde, ist der typische Kandidat für eine Version, die ab dem 19. Oktober nicht mehr unterstützt wird.
Wann lohnt sich der Google Ads Editor?
Ich nutze den Editor bei meinen Kunden regelmäßig, aber nicht für alles. Es gibt Situationen, in denen er echte Zeit spart, und andere, in denen die Weboberfläche genauso schnell ist.
Er lohnt sich, wenn du negative Keywords in großen Mengen hinzufügen willst, zum Beispiel nach einer Suchbegriff-Analyse. Genauso, wenn du Keywords oder Anzeigentexte in mehreren Kampagnen gleichzeitig änderst, eine neue Kampagnenstruktur mit vielen Anzeigengruppen aufbaust, Gebote oder Budgets für viele Kampagnen auf einmal anpasst oder Kampagnendaten sichern und zwischen Konten kopieren möchtest.
Weniger lohnt er sich bei ein oder zwei aktiven Kampagnen, bei einzelnen Änderungen, die in der Weboberfläche genauso schnell gehen, und wenn du hauptsächlich Assets in Performance Max pflegst. Dafür ist die Weboberfläche besser geeignet.
Welche Funktionen sparen am meisten Zeit?
Massenbearbeitung per Suchen und Ersetzen
Das ist die Funktion, für die ich den Editor am häufigsten nutze. Mit „Suchen und Ersetzen“ änderst du einen Begriff in allen Anzeigentexten gleichzeitig, zum Beispiel wenn sich ein Produktname ändert oder du eine Telefonnummer in den Assets deiner Anzeigen aktualisieren willst. In der Weboberfläche müsstest du jede Anzeige einzeln öffnen.
Mehrfachauswahl und gleichzeitige Bearbeitung
Im Editor kannst du beliebig viele Kampagnen, Anzeigengruppen oder Keywords auswählen und gemeinsam bearbeiten. Dieselbe Gebotsanpassung für 15 Kampagnen setzt du so in einem Schritt.
Import und Export via CSV oder Excel
Du kannst Kampagnendaten als CSV exportieren, in Excel bearbeiten und wieder importieren. Das hilft, wenn du eine große Keyword-Liste aus einem anderen System übernehmen willst oder jemand ohne Editor Änderungen vorbereiten soll.
Wenn du Listen mit auszuschließenden Keywords aus dem Suchbegriff-Bericht aufbaust, exportiere die Suchbegriffe als CSV, markiere irrelevante Begriffe in Excel und importiere sie dann als auszuschließende Keywords über den Editor. Das geht deutlich schneller als einzelnes Eintippen in der Weboberfläche.
Kampagnen zwischen Konten kopieren
Verwaltest du mehrere Google Ads Konten, kopierst du im Editor eine Kampagne aus Konto A direkt in Konto B, mit Anzeigengruppen, Keywords und Anzeigentexten. Das spart viel Arbeit, wenn du ähnliche Strukturen mehrfach aufbaust.
Änderungen rückgängig machen
Solange du nicht hochgeladen hast, kannst du Änderungen im Editor zurücksetzen. Stellst du fest, dass eine Massenbearbeitung einen Fehler hatte, nimmst du sie zurück, bevor sie im Konto landet. In der Weboberfläche ist das deutlich schwieriger.
In eigener Sache
Willst du wissen, ob sich Google Ads bei dir rechnet?
Prüfen lassen, ob es sich lohnt →Wie läuft die Arbeit mit dem Editor ab?
Herunterladen und installieren
Den Google Ads Editor bekommst du kostenlos auf der Google-Ads-Website unter ads.google.com/intl/de_de/home/tools/ads-editor/. Die Installation läuft wie bei jeder normalen Desktop-Software.
Konto verknüpfen und Daten herunterladen
Nach der Installation meldest du dich mit deinem Google-Konto an. Du kannst mehrere Google Ads Konten im Editor verwalten. Wähle das Konto aus und lade den aktuellen Stand herunter, dann holt der Editor alle Kampagnendaten auf deinen Rechner.
Offline bearbeiten
Jetzt arbeitest du lokal. Links siehst du die komplette Kontostruktur, du navigierst zwischen Kampagnen und Anzeigengruppen und nimmst Änderungen vor. Was du änderst, wird im Editor markiert, aber noch nicht ins Live-Konto übertragen.
Hol dir immer zuerst den aktuellen Stand, bevor du anfängst. Hat zwischenzeitlich jemand anderes im Konto etwas geändert, bekommst du beim Hochladen Konflikte.
Änderungen prüfen und hochladen
Bevor du alles überträgst, prüfe die Liste deiner Änderungen. Dort siehst du, was du hinzugefügt, geändert oder gelöscht hast. Der Editor zeigt dir vor dem Hochladen auch Fehler an, zum Beispiel fehlende Pflichtfelder. Wenn alles stimmt, veröffentlichst du die Änderungen.
Was ist in den letzten Versionen neu?
Google aktualisiert den Editor mehrmals im Jahr. Für Such-, Shopping- und Performance-Max-Kampagnen sind das die Neuerungen, die ich am wichtigsten finde. Die Angaben zu 2.10 und 2.13 stammen aus den Versionshinweisen in der Google-Hilfe, die zu 2.12 aus Berichten vom März 2026.
Die auszuschließenden Keywords in Performance Max sind für die meisten Konten die nützlichste Neuerung, weil das vorher nur über kontoweite Listen ging. Bei AI Max bin ich zurückhaltend. Warum, steht im Beitrag AI Max: Warum du Googles Empfehlungen aktuell ignorieren solltest.
Worauf solltest du bei Massenänderungen achten?
Je mehr der Editor auf einmal ändert, desto größer ist auch ein Fehler, der dabei durchrutscht.
Massenbearbeitung ist mächtig und kann schnell Schaden anrichten. Ich habe schon erlebt, dass durch falsches Suchen und Ersetzen Anzeigentexte in einem ganzen Konto auf einmal falsch wurden. Prüfe immer erst die Vorschau, bevor du überträgst, und kontrolliere nach einer größeren Massenbearbeitung, ob die Änderungen so angekommen sind wie geplant.
Wer den Editor nur selten braucht, kommt mit den Grundlagen aus dem Überblick zu Google Ads für kleine Unternehmen meist weiter als mit einem zusätzlichen Werkzeug.
Häufige Fragen
Kostet der Google Ads Editor etwas?
Nein. Der Editor ist kostenlos und kann direkt von Google heruntergeladen werden, für Windows und macOS.
Welche Version des Google Ads Editors ist aktuell?
Aktuell ist Version 2.13, erschienen im Juli 2026. Google unterstützt jede Version ein Jahr ab ihrer Veröffentlichung. Version 2.10 und älter werden ab dem 19. Oktober 2026 nicht mehr unterstützt.
Wie aktualisiere ich den Google Ads Editor?
Der Editor sucht beim Start und regelmäßig während der Nutzung selbst nach Updates und fragt, ob du aktualisieren willst. Hast du ein Update verschoben, findest du unten rechts im Fenster die Schaltfläche „Aktualisieren auf“. Lade vorher offene Änderungen hoch oder sichere sie.
Was passiert mit nicht hochgeladenen Änderungen beim Update?
Laut Google-Hilfe bleiben sie erhalten, wenn du vor dem Upgrade eine Sicherungsdatei erstellst und sie danach wieder importierst. Einfacher ist es, die Änderungen vor dem Update hochzuladen und erst dann zu aktualisieren.
Funktioniert der Editor auch für Performance Max Kampagnen?
Teilweise. Grundlegende Einstellungen wie Budget, Status und seit Version 2.10 auch auszuschließende Keywords auf Kampagnenebene kannst du über den Editor verwalten. Für Asset-Gruppen und kreative Inhalte ist die Weboberfläche komfortabler.
Wie aktuell sind die Daten im Editor?
Der Editor arbeitet mit einer lokalen Kopie deiner Kontodaten. Diese Kopie ist so aktuell wie dein letzter Download. Wenn jemand anderes zwischenzeitlich im Konto etwas geändert hat, siehst du das erst nach einem neuen Abruf des aktuellen Stands.
Lohnt sich Google Ads für dich?
Benjamin Häntzschel
Google Ads, KI & Conversion-Optimierung