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Demand Gen Anzeigen hängen tagelang in Prüfung: Was Google bestätigt hat
Google Ads News 5 Min. Lesezeit

Demand Gen Anzeigen hängen tagelang in Prüfung: Was Google bestätigt hat

Das Wichtigste zusammengefasst

Demand Gen Anzeigen hängen aktuell teilweise sieben bis zwölf Tage in der Prüfung, ohne dass eine Ablehnung oder eine Begründung sichtbar ist. Google hat den Bug öffentlich bestätigt. Search- und Performance-Max-Kampagnen sind nicht betroffen. Was das für deine Kampagnenplanung bedeutet.

Wenn du gerade Demand Gen testest und deine Anzeigen scheinbar ewig in der Anzeigen-Prüfung festhängen, ohne dass eine Ablehnung kommt: Du machst nichts falsch. Das Problem ist real und betrifft Werbetreibende über mehrere Branchen und Konten hinweg. Google hat den Bug inzwischen öffentlich bestätigt.

Was passiert konkret?

Gut zu wissen

Demand Gen Anzeigen bleiben aktuell sieben oder mehr Tage im Status “Wird geprüft” hängen. Es gibt keine Richtlinienverstöße, keine Warnungen, keine erkennbaren Fehler. Search- und Performance-Max-Anzeigen werden parallel im selben Konto völlig normal geprüft. Ginny Marvin von Google hat den Bug bestätigt, einen Zeitplan für die Behebung gibt es bisher nicht.

Das Tückische: Es ist kein klarer Fehlerstatus. Dein Konto sieht gesund aus, die Anzeigen sind eingereicht, das Budget ist verfügbar – nur eben werden die Anzeigen nicht ausgeliefert. Wer nicht aktiv ins Konto schaut, merkt unter Umständen erst nach Tagen, dass neue Creatives gar nicht laufen.

Wie ich das selbst im Konto erlebt habe

Ich hatte das Problem zuletzt selbst in einem Konto. Eine Demand Gen Anzeige hing zehn bis zwölf Tage in der Prüfung, bevor sie endlich freigeschaltet wurde – ohne erkennbaren Grund, warum es so lange gedauert hat. Parallel wurden Search-Anzeigen im selben Konto innerhalb weniger Stunden freigegeben. Wenn man darauf wartet, eine Kampagne pünktlich live zu bekommen, kostet so eine Verzögerung Nerven und mitunter Reichweite.

Vor diesem Hintergrund passt das, was Adriaan Dekker und Ginny Marvin in den letzten Wochen berichtet haben, ziemlich genau zu dem, was im Tagesgeschäft sichtbar wird.

Warum ist das ein Problem?

Demand Gen ist als Kampagnentyp explizit auf schnelle Iteration ausgelegt. Du sollst kreative Ideen testen können, Trends mitnehmen, Visuals tauschen, neue Hooks ausprobieren. Wenn jede dieser Iterationen sieben bis zwölf Tage Wartezeit bedeutet, fällt der eigentliche Vorteil des Formats weg.

Drei konkrete Auswirkungen für KMUs, die Demand Gen einsetzen:

  • Kampagnen-Launches verschieben sich. Wer auf einen festen Stichtag plant (Saison-Start, Aktion, Messe), kann sich nicht darauf verlassen, dass die Anzeigen rechtzeitig live sind.
  • Creative-Tests werden ineffizient. Schnelle A/B-Iteration ist nicht mehr möglich, wenn jede Variante eine bis zwei Wochen Vorlauf braucht.
  • Reaktion auf Performance-Daten verzögert sich. Wer gewohnt ist, schwache Anzeigen zügig zu ersetzen, muss länger mit unterperformender Kreation leben.

Wie ist die Situation laut Google?

Ginny Marvin, Ads Liaison bei Google, hat den Bug bestätigt und mitgeteilt, dass Google an einer Lösung arbeitet. Einen konkreten Zeitplan gibt es bisher nicht. Die Empfehlung der Community ist eindeutig: Aktuell so planen, als wären Demand Gen Review-Zeiten unvorhersehbar.

Keine sichtbare Fehlermeldung

Das Heimtückische am Bug ist, dass Google keine Meldung im Konto anzeigt. Es sieht nicht nach einem Fehler aus, sondern wie eine ganz normale, etwas längere Prüfung. Ohne aktives Monitoring fällt das Problem schnell durchs Raster.

Was kannst du jetzt konkret tun?

Wenn du Demand Gen aktiv nutzt oder den Einsatz planst, hilft realistische Erwartungssteuerung mehr als hektischer Aktionismus.

1
Vorlaufzeiten verlängern

Plane für neue Demand Gen Anzeigen aktuell mindestens zehn bis vierzehn Tage Vorlauf ein, statt der sonst üblichen ein bis zwei Tage. Lieber zu früh einreichen als zu spät, gerade vor zeitkritischen Aktionen oder saisonalen Spitzen.

2
Backup-Kampagnen vorbereiten

Für wichtige Launches eine parallele Search- oder Performance-Max-Kampagne mit ähnlicher Botschaft vorbereiten, die einspringen kann, falls die Demand Gen Variante nicht rechtzeitig live geht. Search-Anzeigen werden weiterhin normal geprüft.

3
Aktiv im Konto monitoren

Mindestens zweimal pro Woche prüfen, ob Demand Gen Anzeigen den Status “Aktiv” erreicht haben oder noch in der Prüfung hängen. Verlasse dich nicht auf E-Mail-Benachrichtigungen oder Status-Symbole im Dashboard – die zeigen das Problem nicht zuverlässig.

4
Creative-Iteration vorerst entschleunigen

Statt jede Woche neue Visuals zu testen, lieber alle zwei bis drei Wochen größere, durchdachte Iterationen einreichen. Das passt besser zu den aktuellen Review-Zeiten und reduziert Frust.

Experten-Tipp

Wenn dein Hauptkanal aktuell Demand Gen ist und du auf schnelle Reaktionsfähigkeit angewiesen bist, kann es sinnvoll sein, einen Teil des Budgets vorübergehend in andere Formate umzuschichten – nicht weil Demand Gen schlecht ist, sondern weil die Iterationsgeschwindigkeit gerade nicht gewährleistet ist. Sobald Google den Bug behoben hat, lässt sich das wieder anpassen.

Was sich nicht ändert

Search-, Performance-Max- und Shopping-Kampagnen laufen normal. Wer sein Werbebudget hauptsächlich auf diese Formate verteilt, ist vom Bug nicht direkt betroffen. Auch bestehende Demand Gen Anzeigen, die bereits laufen, funktionieren weiter. Das Problem betrifft ausschließlich neue Anzeigen, die aktuell zur Prüfung eingereicht werden.

Deine Checkliste

Empfohlener Ablaufplan, solange der Bug aktiv ist:

Checkliste
  • Status aktiv prüfen. Mindestens zweimal pro Woche ins Konto schauen und den Status neuer Demand Gen Anzeigen kontrollieren.
  • Vorlauf realistisch ansetzen. Mindestens zehn bis vierzehn Tage zwischen Einreichung und geplanter Live-Schaltung.
  • Backup für wichtige Launches. Parallele Search- oder PMax-Variante vorbereiten, die einspringen kann.
  • Creative-Test-Zyklen anpassen. Größere Iterationen alle zwei bis drei Wochen statt wöchentlicher Mini-Tests.
  • Bei kritischen Engpässen Budget umschichten. Wenn schnelle Reaktion zwingend nötig ist, vorübergehend stärker auf Search oder PMax setzen.
  • Status-Updates verfolgen. Auf Hinweise von Google oder im Ads Liaison Channel achten, wann der Bug behoben wird.
Benjamin Häntzschel

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