Shopping-Titel A/B-Tests: Produktnamen endlich richtig testen
Google testet ein neues Feature für Shopping-Kampagnen: A/B-Tests für Produkttitel und Bilder. Damit kannst du verschiedene Titelvarianten gegeneinander testen und herausfinden, welche besser funktioniert. Das Feature ist aktuell nur für ausgewählte Händler verfügbar, wird aber voraussichtlich breiter ausgerollt.
Produkttitel sind einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg von Shopping-Anzeigen. Sie bestimmen, bei welchen Suchanfragen deine Produkte erscheinen und ob Nutzer darauf klicken. Trotzdem war es bisher schwer, verschiedene Titel systematisch zu testen.
Das ändert sich jetzt. Google führt “Product Data Experiments” ein, ein Feature für kontrollierte A/B-Tests direkt in Google Ads. Statt Titel blind zu ändern und zu hoffen, kannst du jetzt zwei Varianten parallel testen und echte Vergleichsdaten bekommen.
Was sind Product Data Experiments?
Product Data Experiments ermöglichen A/B-Tests für Produktdaten in Shopping-Kampagnen. Du kannst verschiedene Varianten von Produkttiteln oder Bildern testen. Google teilt den Traffic auf beide Varianten auf und zeigt dir nach drei bis vier Wochen, welche besser performt.
Das Besondere: Der Test findet innerhalb deiner bestehenden Kampagne statt. Du musst keine separate Testkampagne erstellen oder dein Budget aufteilen. Google regelt die Traffic-Verteilung automatisch.
Ist das Feature schon für alle verfügbar?
Nein. Stand Januar 2026 ist das Feature nur für eine begrenzte Anzahl von Händlern verfügbar. Google testet es zunächst in einer kleinen Gruppe, bevor es breiter ausgerollt wird.
Ginny Marvin, Googles Ads Liaison, hat bestätigt, dass das Feature auf der Google Marketing Live 2025 angekündigt wurde und aktuell mit einer kleinen Händlergruppe getestet wird. Ein Datum für den breiten Rollout gibt es noch nicht.
Du kannst prüfen, ob du Zugang hast, indem du in Google Ads unter Kampagnen → Tests schaust. Wenn dort die Option für Produktdaten-Experimente erscheint, bist du dabei.
Warum sind Produkttitel so wichtig?
Der Produkttitel ist mehr als nur ein Name. Er bestimmt maßgeblich, wann und wo dein Produkt in den Suchergebnissen erscheint.
Suchrelevanz. Google matcht Suchanfragen mit Produkttiteln. Ein Titel wie “Holztisch” erscheint bei anderen Suchen als “Esstisch Eiche massiv 180x90”. Der detaillierte Titel hat mehr Chancen, bei spezifischen Suchen zu erscheinen.
Klickrate. Nutzer sehen den Titel direkt in der Anzeige. Ein präziser, ansprechender Titel führt zu mehr Klicks als ein generischer.
Conversion-Rate. Wenn der Titel die Erwartungen richtig setzt, stimmt das Produkt eher mit dem überein, was der Nutzer sucht. Das verbessert die Conversion-Rate.
Die Reihenfolge der Wörter im Titel ist wichtig. Google gewichtet die ersten Wörter stärker. “Laufschuhe Herren Nike” performt anders als “Nike Herren Laufschuhe”. Das sind genau die Unterschiede, die du mit dem neuen Feature testen kannst.
Was kannst du testen?
Das Feature erlaubt Tests für zwei Arten von Produktdaten:
Produkttitel. Teste verschiedene Formulierungen, Reihenfolgen oder Detailgrade. Zum Beispiel: “Wanderschuhe wasserdicht” gegen “Wasserdichte Wanderschuhe Gore-Tex”.
Produktbilder. Teste Produktfotos gegen Lifestyle-Bilder oder verschiedene Perspektiven. Manchmal performt ein Bild mit weißem Hintergrund besser, manchmal eines mit dem Produkt in Anwendung.
Wichtig: Teste immer nur eine Variable. Wenn du Titel und Bild gleichzeitig änderst, weißt du am Ende nicht, was den Unterschied gemacht hat.
Welche Titel-Varianten sind sinnvoll zum Testen?
Nicht jeder kleine Unterschied lohnt einen Test. Hier sind Varianten, die erfahrungsgemäß messbare Unterschiede bringen können:
- Marke vorne vs. hinten. “Nike Air Max 90” gegen “Air Max 90 Nike”.
- Mit vs. ohne Größenangabe. “T-Shirt schwarz XL” gegen “Schwarzes T-Shirt”.
- Technische Details vs. Nutzenformulierung. “Akku 5000mAh” gegen “Akku für 2 Tage Laufzeit”.
- Mit vs. ohne Material. “Geldbörse Leder” gegen “Geldbörse”.
- Allgemein vs. spezifisch. “Kopfhörer” gegen “Over-Ear Bluetooth Kopfhörer”.
Wie läuft ein Test ab?
Wenn du Zugang zum Feature hast, funktioniert die Einrichtung so:
- Produkte auswählen. Wähle eine repräsentative Gruppe von Produkten für den Test. Nicht alle Produkte gleichzeitig testen.
- Kontrollvariante festlegen. Das ist dein aktueller Titel oder dein aktuelles Bild.
- Testvariante erstellen. Die alternative Version, die du gegen die Kontrolle testen willst.
- Test starten. Google teilt den Traffic automatisch auf und sammelt Daten.
- Ergebnisse abwarten. Nach drei bis vier Wochen sollten genug Daten vorliegen.
- Gewinner implementieren. Übernimm die bessere Variante für alle Produkte.
Was du bei der Auswertung beachten solltest
Schau nicht nur auf eine Metrik. Die Klickrate allein sagt nicht alles.
- Klickrate (CTR). Wie viele Nutzer klicken auf die Anzeige?
- Conversion-Rate. Wie viele Klicks führen zu Käufen?
- Kosten pro Conversion. Was kostet dich ein Verkauf?
- ROAS. Wie viel Umsatz bringt jeder investierte Euro?
Eine Titelvariante mit höherer Klickrate ist nicht automatisch besser, wenn die Conversion-Rate einbricht. Schau auf das Gesamtbild.
Weitere Details zum Feature findest du bei Search Engine Land.
Deine Checkliste
- Zugang prüfen. Schau unter Kampagnen → Tests, ob Product Data Experiments verfügbar sind.
- Hypothese formulieren. Überlege dir vorher, welche Titelvariante du für besser hältst und warum.
- Produktgruppe wählen. Starte mit einer überschaubaren Produktgruppe, nicht dem gesamten Sortiment.
- Eine Variable testen. Ändere nur den Titel oder nur das Bild, nicht beides.
- Mindestens 3 Wochen laufen lassen. Kürzere Tests liefern keine belastbaren Ergebnisse.
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