Performance Max nutzt Bilder von deiner Website – warum das wichtig ist
Google Ads zeigt jetzt mit konkreten Beispielen, wie Performance Max automatisch Bilder von deiner Landing Page in Anzeigen einbaut. Das Feature existiert schon länger, aber die neuen visuellen Beispiele machen erstmals transparent, wo diese Bilder überall auftauchen. Für dich bedeutet das: Deine Website ist nicht nur Conversion-Tool, sondern gleichzeitig Anzeigen-Creative.
Wer Performance Max nutzt, hat sich wahrscheinlich schon gefragt, woher manche Bilder in den Anzeigen kommen. Die Antwort: Google crawlt deine Landing Pages und zieht sich automatisch Bilder, die dann in verschiedenen Platzierungen als Anzeigen-Assets verwendet werden.
Das ist kein neues Feature. PMax macht das seit seiner Einführung. Neu ist, dass Google jetzt visuelle Beispiele bereitstellt, die zeigen, wo genau diese Bilder landen. Display-Netzwerk, Discovery, Gmail und andere PMax-Platzierungen – überall können Bilder von deiner Website auftauchen.
Für die meisten Unternehmer war die Website bisher vor allem eins: der Ort, an dem Besucher zu Anfragen werden. Jetzt wird sie zusätzlich zur Anzeigen-Quelle. Und das verändert, worauf du bei deinem Webauftritt achten solltest.
Welche Bilder nimmt sich Performance Max von meiner Website?
PMax kann grundsätzlich jedes Bild von deiner Landing Page verwenden – Hero-Images, Produktfotos, Team-Bilder, Branding-Elemente. Google prüft die Bilder zwar auf bestimmte Qualitätsstandards, aber diese Prüfung filtert nicht alles heraus. Veraltete Stockfotos, verpixelte Logos oder unpassende Bilder können trotzdem in deinen Anzeigen landen.
Google beschreibt den Prozess so: Wenn du für Landing-Page-Bilder optiert bist (was bei neuen PMax-Kampagnen standardmäßig aktiviert ist), durchsucht das System deine Seite nach visuellen Elementen. Diese werden dann als zusätzliche Assets in deine Kampagne eingespeist – neben den Bildern, die du selbst hochgeladen hast.
Das klingt erstmal praktisch. Mehr Bilder bedeuten mehr Anzeigenvarianten, und mehr Varianten geben dem Algorithmus mehr Spielraum zum Optimieren. In der Theorie stimmt das auch. In der Praxis hängt der Nutzen aber komplett davon ab, was auf deiner Website tatsächlich an Bildmaterial vorhanden ist.
Warum das für viele KMUs ein Problem ist
PMax unterscheidet nicht zwischen aktuellen und veralteten Bildern auf deiner Website. Ein Foto von der Firmenfeier 2019, ein längst überholtes Produktbild oder ein generisches Stockfoto – alles kann als Anzeige im Google-Netzwerk erscheinen. Du siehst es nicht unbedingt, aber deine potenziellen Kunden schon.
Gerade bei Handwerkern und Dienstleistern ist die Website oft über Jahre gewachsen. Hier ein Bild ergänzt, dort eins nie ausgetauscht. Für die Conversion-Rate auf der Seite selbst fällt das vielleicht nicht ins Gewicht – Besucher scrollen drüber hinweg. Aber wenn Google genau diese Bilder aus dem Kontext reißt und als eigenständige Anzeige im Display-Netzwerk platziert, sieht das anders aus.
Ein unscharfes Teamfoto im Header einer Anwaltsseite mag auf der Website noch funktionieren, weil der restliche Inhalt Vertrauen aufbaut. Als alleinstehende Display-Anzeige fehlt dieser Kontext komplett. Was bleibt, ist ein unprofessioneller erster Eindruck.
Was solltest du auf deiner Website prüfen?
Der Perspektivwechsel ist der entscheidende Punkt. Bisher hast du deine Website aus Sicht des Besuchers bewertet: Findet er die Informationen? Füllt er das Formular aus? Ruft er an? Jetzt kommt eine zweite Perspektive dazu: Wie sehen die Bilder deiner Website aus, wenn sie isoliert als Anzeige erscheinen?
Hero-Images auf den wichtigsten Seiten
Das große Bild oben auf deiner Startseite oder Landing Page ist oft das erste, was PMax sich schnappt. Es sollte professionell sein, zur Marke passen und auch ohne umgebenden Text eine klare Botschaft transportieren.
Produkt- und Leistungsbilder
Wenn du Projekte, Produkte oder Ergebnisse zeigst, sollten diese Bilder aktuell und hochwertig sein. Für einen Handwerker bedeutet das: aktuelle Referenzfotos statt Bilder von Projekten aus 2018.
Team- und Vertrauenselemente
Fotos von dir oder deinem Team tauchen ebenfalls in Anzeigen auf. Authentische, professionelle Bilder funktionieren hier deutlich besser als gestellte Stockfotos.
Logos und Branding
Dein Logo wird als Overlay oder eigenständiges Element in manchen Platzierungen verwendet. Es sollte in hoher Auflösung vorliegen und auf verschiedenen Hintergründen funktionieren.
Öffne deine Website auf dem Handy und mache Screenshots von jedem Bild, das du siehst. Dann stelle dir bei jedem einzelnen die Frage: Würde ich dieses Bild als eigenständige Anzeige schalten? Wenn die Antwort nein ist, solltest du es austauschen – nicht nur wegen PMax, sondern weil es generell keinen guten Eindruck macht.
Kannst du kontrollieren, welche Bilder PMax verwendet?
Du hast zwei Optionen. Die erste: Du kannst Landing-Page-Bilder in den Kampagneneinstellungen deaktivieren. Google bietet seit einiger Zeit die Möglichkeit, pro PMax-Kampagne das Verwenden von Landing-Page-Bildern ein- oder auszuschalten. Damit nutzt PMax nur noch die Bilder, die du selbst hochgeladen hast.
Die zweite und oft bessere Option: Du lädst gezielt starke Bild-Assets hoch. Wenn PMax genug hochwertiges Material direkt in der Kampagne hat, greift es seltener auf Landing-Page-Bilder zurück. Du behältst die Kontrolle, ohne dem Algorithmus Material wegzunehmen.
Die Kombination aus beiden Ansätzen funktioniert am besten. Lade mindestens 5-10 hochwertige Bilder pro Asset-Gruppe hoch und stelle gleichzeitig sicher, dass die Bilder auf deiner Website auch für Anzeigen taugen. So gibst du PMax gutes Material auf beiden Wegen.
Deine Website ist jetzt Teil deiner Anzeigenstrategie
Diese Entwicklung zeigt einen Trend, der sich in den letzten Jahren verstärkt hat: Die Grenzen zwischen Website und Anzeigen verschwimmen. Google nutzt immer mehr Elemente von deiner Seite – Texte für automatisch erstellte Anzeigen, Bilder für Display-Platzierungen, sogar Sitelinks werden teilweise automatisch generiert.
Das bedeutet nicht, dass du die Kontrolle verlierst. Aber es bedeutet, dass du deine Website nicht mehr isoliert betrachten kannst. Jedes Bild, jeder Text, jedes visuelle Element kann potenziell als Anzeige erscheinen. Wer das versteht und seine Website entsprechend pflegt, gibt dem Algorithmus besseres Material – und bekommt bessere Anzeigen.
Deine Checkliste
- Landing-Page-Bilder in PMax prüfen. Schau in deinen Kampagneneinstellungen nach, ob Landing-Page-Bilder aktiviert sind, und entscheide bewusst, ob du das willst.
- Website-Bilder aus Anzeigen-Perspektive bewerten. Geh deine wichtigsten Seiten durch und frage dich bei jedem Bild: Funktioniert das als eigenständige Anzeige?
- Veraltete oder schwache Bilder austauschen. Alles, was älter als zwei Jahre ist oder nicht professionell wirkt, sollte ersetzt werden.
- Mindestens 5 starke Bilder pro Asset-Gruppe hochladen. Je mehr gutes Material du PMax direkt gibst, desto weniger muss der Algorithmus improvisieren.
- Regelmäßig prüfen. Mache die Bild-Überprüfung deiner Website zu einem festen Bestandteil deiner vierteljährlichen Kampagnenpflege.
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