Shopscore in Google Ads: Neue Kennzahl für Shopping-Kampagnen sichtbar
Google hat in der Ads-Oberfläche einen neuen Shopscore sichtbar gemacht. Die Kennzahl bewertet offenbar die Gesamtqualität deiner Shopping-Aktivitäten, von der Feed-Qualität über Preiskompetitivität bis zur Verfügbarkeit deiner Produkte. Details zur genauen Berechnung hat Google noch nicht veröffentlicht, aber die Richtung ist klar.
Wer einen Online-Shop betreibt und Google Shopping nutzt, kennt das Prinzip: Du lädst deinen Produktfeed hoch, erstellst Kampagnen, und Google entscheidet, wann und wo deine Produkte erscheinen. Bisher war schwer nachzuvollziehen, wie Google die Gesamtqualität deines Shops einschätzt. Der neue Shopscore könnte das ändern.
Was ist der Shopscore?
Der Shopscore ist eine neue Kennzahl, die jetzt in der Google Ads Oberfläche sichtbar ist. Er scheint die allgemeine Qualität und Leistungsfähigkeit deiner Shopping-Aktivitäten in einem Wert zusammenzufassen. Ähnlich wie der Quality Score bei Suchanzeigen, aber eben für Shopping.
Google hat die genaue Berechnung des Shopscore bisher nicht offiziell dokumentiert. Basierend auf dem, was E-Commerce-Spezialist Ruben Runneboom entdeckt hat, und Googles bisherigen Qualitätsbewertungen für Shopping, fließen wahrscheinlich mehrere Faktoren ein: die Qualität deines Produktfeeds, die Wettbewerbsfähigkeit deiner Preise, die Verfügbarkeit deiner Produkte und allgemeine Performance-Signale deiner Kampagnen.
Das ist keine komplett neue Idee. Google hatte bereits das “Top Quality Store”-Programm im Merchant Center und die Shopping Experience Scorecard. Der Shopscore scheint diese Bewertungen jetzt direkt in Google Ads sichtbar zu machen, dort wo du deine Kampagnen steuerst.
Warum ist das für Online-Shops relevant?
Wenn Google eine Qualitätskennzahl einführt und sie prominent in der Oberfläche zeigt, dann in der Regel, weil sie auch Auswirkungen auf die Performance hat. Beim Quality Score für Suchanzeigen ist der Zusammenhang bekannt: Höherer Score bedeutet tendenziell niedrigere Klickpreise und bessere Platzierungen.
Ob der Shopscore den gleichen direkten Einfluss auf deine Kosten und Sichtbarkeit hat, ist noch nicht bestätigt. Aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch. Google hat in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass Feed-Qualität und Shop-Bewertungen einen Einfluss darauf haben, wie häufig und an welcher Position deine Produkte in den Suchergebnissen erscheinen.
Für Unternehmer mit einem Online-Shop bedeutet das: Die Qualität deines Produktfeeds ist nicht nur eine technische Aufgabe, die du einmal erledigst und dann vergisst. Sie wird zunehmend zu einem laufenden Wettbewerbsfaktor.
Auch wenn die genaue Berechnung des Shopscore noch nicht bekannt ist, kannst du jetzt schon die wahrscheinlichsten Stellschrauben optimieren. Feed-Qualität war schon immer der wichtigste Faktor für Shopping-Performance. Produkte ohne GTIN, fehlende Markenangaben oder ungenaue Produktkategorien werden von Google schon heute benachteiligt. Der Shopscore macht das vermutlich nur transparenter.
Was du jetzt prüfen solltest
Unabhängig davon, wie genau der Shopscore berechnet wird, gibt es Bereiche, die mit ziemlicher Sicherheit einfließen. Dein Produktfeed ist dabei der wichtigste Ansatzpunkt.
Vollständige Produktdaten sind die Grundlage. Jedes Produkt sollte eine GTIN (Barcode), einen korrekten Markennamen und eine passende Google-Produktkategorie haben. Fehlende Angaben reduzieren schon heute die Impressionen deiner Produkte, und mit dem Shopscore wird das wahrscheinlich noch stärker gewichtet.
Aktuelle Preise und Verfügbarkeit sind der zweite Faktor. Wenn dein Feed Produkte als verfügbar anzeigt, die es nicht mehr gibt, oder Preise zeigt, die auf deiner Website anders sind, schadet das deiner Bewertung. Google gleicht diese Informationen regelmäßig ab.
Lieferzeiten und Retourenquoten spielen vermutlich ebenfalls eine Rolle. Google sammelt über das Merchant Center Daten zur Kundenerfahrung. Shops mit schneller Lieferung und niedrigen Retourenraten werden tendenziell besser bewertet.
Deine Checkliste
Empfohlener Ablaufplan, um für den Shopscore vorbereitet zu sein:
- Shopscore im Konto suchen. Prüfe in deiner Google Ads Oberfläche, ob der Shopscore bei dir bereits sichtbar ist.
- Produktfeed prüfen. Stelle sicher, dass alle Produkte vollständige Angaben haben: GTIN, Marke, Produktkategorie, hochwertige Bilder und aktuelle Preise.
- Verfügbarkeit aktuell halten. Synchronisiere deinen Feed regelmäßig, damit ausverkaufte Produkte nicht weiter beworben werden.
- Merchant Center Warnungen bearbeiten. Offene Warnungen oder abgelehnte Produkte im Merchant Center wirken sich negativ auf deine Bewertung aus.
- Kundenerfahrung im Blick behalten. Lieferzeiten, Retourenquoten und Kundenbewertungen fließen zunehmend in Googles Qualitätsbewertung ein.
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