Google Ads EU-Bestätigung: Pflicht-Erklärung bis 31. März 2026
Google verlangt von allen Werbetreibenden eine Bestätigung, ob ihre Kampagnen politische Werbung in der EU enthalten. Die Frist läuft am 31. März 2026 ab. Wer nicht rechtzeitig bestätigt, riskiert Einschränkungen bei der Kontoverwaltung.
In den letzten Wochen haben viele Google Ads Nutzer eine E-Mail von Google erhalten, in der sie aufgefordert werden, den Status ihrer Kampagnen bezüglich EU-politischer Werbung zu bestätigen. Was auf den ersten Blick nach einer Formalität klingt, hat reale Konsequenzen für alle, die die Frist verpassen.
Was wird von dir verlangt?
Google fordert alle Werbetreibenden auf zu erklären, ob ihre bestehenden Kampagnen politische Werbung in der EU enthalten. Diese Erklärung muss bis zum 31. März 2026 abgegeben werden. Für die meisten Unternehmer lautet die Antwort schlicht: Nein.
Die Bestätigung ist Teil der EU-Verordnung zur Transparenz politischer Werbung (TTPA), die seit Oktober 2025 gilt. Google setzt diese Vorgabe um, indem alle aktiven Konten den Status ihrer Kampagnen deklarieren müssen.
Als politische Werbung gelten Anzeigen, die sich auf politische Parteien, Wahlen, öffentliche Politikthemen oder politische Amtsträger beziehen. Für die allermeisten Unternehmer, ob Anwalt, Handwerker oder Dienstleister, trifft das nicht zu.
Was passiert, wenn du nicht reagierst?
Ab dem 1. April 2026 blockiert Google bestimmte Kontoverwaltungs-Funktionen für Konten, die ihre EU-Erklärung nicht abgegeben haben. Das betrifft vor allem die API-basierte Verwaltung, kann aber auch andere Bereiche einschränken.
Wenn du dein Google Ads Konto über Drittanbieter-Tools, Skripte oder die API verwaltest, können ab dem 1. April keine Änderungen mehr an Kampagnen vorgenommen werden, solange die Erklärung fehlt. Auch wenn du das Konto nur über die normale Google Ads Oberfläche bedienst, solltest du die Bestätigung sicherheitshalber abgeben.
Google hat angekündigt, dass alle Verwaltungsaufrufe über die API fehlschlagen, wenn mindestens eine Kampagne im Konto nicht deklariert wurde. Das bedeutet: Ein vergessenes Konto kann die gesamte Verwaltung über externe Tools lahmlegen.
So gibst du die Bestätigung ab
Der Vorgang ist unkompliziert und schnell erledigt.
Prüfe zunächst, ob du eine entsprechende E-Mail von Google erhalten hast. Die Betreffzeile enthält einen Hinweis auf EU-politische Werbung. In der E-Mail findest du einen Link zur Bestätigung.
Alternativ kannst du die Erklärung auch direkt in deinem Google Ads Konto abgeben. Unter den Kontoeinstellungen findest du den Bereich für Compliance und politische Werbung. Dort wählst du aus, ob deine Kampagnen politische Inhalte enthalten oder nicht.
Für die meisten Unternehmer ist die Antwort “Nein”, und damit ist die Sache erledigt. Wer tatsächlich politische Werbung schaltet, muss zusätzliche Verifizierungsschritte durchlaufen und bestimmte Transparenzanforderungen erfüllen.
Falls du mehrere Google Ads Konten verwaltest, etwa für verschiedene Standorte oder Geschäftsbereiche, muss die Bestätigung für jedes einzelne Konto abgegeben werden. Gehe am besten alle Konten systematisch durch, damit keines vergessen wird.
Betrifft das auch Konten, die von einer Agentur verwaltet werden?
Ja. Die Erklärung muss für jedes Konto einzeln abgegeben werden, unabhängig davon, ob du es selbst verwaltest oder eine Agentur damit beauftragt hast. Falls dein Konto von einem Dienstleister betreut wird, kläre kurz ab, ob die Bestätigung bereits erledigt wurde.
Im Zweifelsfall ist es besser, die Bestätigung doppelt zu prüfen, als sie zu vergessen. Es gibt keine negativen Folgen für eine rechtzeitige Deklaration als nicht-politischer Werbetreibender.
Deine Checkliste
So erledigst du die Bestätigung:
- E-Mail von Google prüfen. Suche nach einer Nachricht zur EU-Bestätigung für politische Werbung in deinem Posteingang.
- Bestätigung abgeben. Erkläre für jedes deiner Google Ads Konten, ob politische Werbung geschaltet wird.
- Agentur informieren. Falls dein Konto extern verwaltet wird, stelle sicher, dass die Bestätigung erledigt ist.
- Frist beachten. Die Erklärung muss bis zum 31. März 2026 abgegeben sein, um Einschränkungen ab dem 1. April zu vermeiden.
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