Google hat Google Maps als wählbares Placement in Demand Gen Kampagnen integriert. Für lokale Unternehmen wie Handwerker, Gärtner und Servicebetriebe bedeutet das: Werbung genau dort, wo potenzielle Kunden aktiv nach lokalen Dienstleistern suchen. In diesem Artikel erfährst du, was das konkret für dein Unternehmen bedeutet und wie du die neue Funktion nutzen kannst.
Was hat sich bei Demand Gen Kampagnen geändert?
Google Maps kann jetzt als eigenständiger Kanal in Demand Gen Kampagnen ausgewählt werden. Bisher erschienen Demand Gen Anzeigen auf YouTube, in Gmail und im Discover Feed. Mit dem neuen Update kommt Google Maps als viertes Placement hinzu.
Die Änderung wurde Ende Dezember 2024 sowohl in der Google Ads Oberfläche als auch in der API verfügbar. Du kannst Maps jetzt entweder zusammen mit anderen Kanälen nutzen oder eine reine Maps-Kampagne erstellen.
In den Kampagneneinstellungen findest du die neue Option unter „Kanalsteuerung“. Dort kannst du entweder alle Google-Kanäle automatisch bespielen lassen oder manuell auswählen, auf welchen Plattformen deine Anzeigen erscheinen sollen.
Warum ist das für lokale Unternehmen relevant?
Google Maps erreicht über eine Milliarde aktive Nutzer monatlich. Viele davon suchen gezielt nach lokalen Dienstleistern, während sie bereits unterwegs sind oder einen Besuch planen. Das ist ein Moment hoher Kaufbereitschaft.
Der Unterschied zu klassischen Suchanzeigen liegt im Timing und der Nutzerabsicht. Jemand, der auf Google Maps nach einem Handwerker sucht, hat meist einen konkreten Bedarf und befindet sich bereits im Entscheidungsprozess. Das macht diese Platzierung besonders wertvoll für Unternehmen, die von lokaler Sichtbarkeit leben.
Typische Anwendungsfälle sind Handwerksbetriebe, Garten- und Landschaftsbauer, lokale Reparaturdienste oder andere Serviceanbieter mit definiertem Einzugsgebiet. Wenn jemand in deiner Nähe nach „Elektriker“ oder „Gärtner“ sucht und dabei Google Maps nutzt, kannst du jetzt mit Demand Gen Anzeigen präsent sein.
Was bedeutet das für die Standort-Ausrichtung?
Gleichzeitig mit dem Maps-Update hat Google die Standort-Ausrichtung in Demand Gen verbessert. Du kannst jetzt zwischen „Präsenz oder Interesse“ und nur „Präsenz“ wählen, wie es bei Suchkampagnen schon lange möglich ist.
Die Option „Präsenz“ beschränkt deine Anzeigen auf Nutzer, die sich tatsächlich in deinem Zielgebiet befinden. Das reduziert Streuverluste erheblich. Bisher war die Standort-Ausrichtung in Demand Gen weniger präzise, was dazu führen konnte, dass Anzeigen auch Menschen außerhalb des Einzugsgebiets erreichten.
Für lokale Dienstleister mit klar definiertem Radius ist die „Präsenz“-Option meist die bessere Wahl. Ein Gärtner in Hamburg möchte keine Anfragen aus München erhalten, auch wenn dort jemand Interesse an Gartenbau hat.
Wie richtest du Maps als Placement ein?
Die Einrichtung erfolgt direkt in deiner Demand Gen Kampagne. Bei der Erstellung einer neuen Anzeigengruppe oder der Bearbeitung einer bestehenden findest du die Kanalsteuerung in den erweiterten Einstellungen.
- Kampagne öffnen. Gehe zu deiner bestehenden Demand Gen Kampagne oder erstelle eine neue.
- Anzeigengruppe bearbeiten. Wähle die Anzeigengruppe aus, für die du Maps aktivieren möchtest.
- Kanalsteuerung finden. Navigiere zu den erweiterten Einstellungen der Anzeigengruppe.
- Maps auswählen. Wähle Google Maps als Kanal aus oder nutze es in Kombination mit anderen Placements.
- Standort-Ausrichtung prüfen. Stelle sicher, dass die Ausrichtung auf „Präsenz“ steht, wenn du nur lokale Kunden erreichen willst.
Für den Anfang empfehle ich, Maps zusammen mit anderen Kanälen zu testen, statt eine reine Maps-Kampagne zu erstellen. So siehst du in den Berichten, wie Maps im Vergleich zu YouTube und Discover performt, ohne auf Reichweite zu verzichten. Nach einigen Wochen kannst du dann entscheiden, ob eine separate Maps-Kampagne für dein Geschäft sinnvoll ist.
Was solltest du bei der Umsetzung beachten?
Demand Gen Kampagnen funktionieren grundsätzlich anders als klassische Suchanzeigen. Sie sind auf visuelle Anzeigenformate ausgelegt und erreichen Nutzer, die nicht aktiv nach deinem Angebot suchen. Mit Maps als Placement ändert sich das teilweise, da die Nutzer dort durchaus aktiv nach lokalen Anbietern suchen können.
Achte bei deinen Anzeigen darauf, dass sie für verschiedene Bildschirmgrößen und Kontexte funktionieren. Eine Anzeige, die auf YouTube gut aussieht, wirkt in der Maps-App möglicherweise anders. Teste verschiedene Bildformate und prüfe die Vorschau für alle Placements.
Die Budgetverteilung übernimmt Google automatisch, wenn du mehrere Kanäle nutzt. Das System optimiert auf die beste Performance. Wenn du mehr Kontrolle haben möchtest, kannst du separate Anzeigengruppen für einzelne Kanäle erstellen.
Für wen lohnt sich das neue Maps-Placement?
Am meisten profitieren lokale Dienstleister mit klar definiertem Einzugsgebiet. Wenn dein Geschäft davon lebt, dass Kunden dich vor Ort finden und beauftragen, ist Maps ein relevanter Kanal.
Weniger geeignet ist das Placement für Unternehmen ohne geografische Einschränkung oder für reine Online-Geschäftsmodelle. Auch wenn du bereits erfolgreich mit Local Service Ads oder lokalen Suchkampagnen arbeitest, solltest du prüfen, ob sich die Zielgruppen überschneiden oder ergänzen.
Das Update ist laut Search Engine Land seit Ende Dezember 2025 verfügbar. Demand Gen Kampagnen insgesamt haben im vergangenen Jahr einen Anstieg der Conversions pro eingesetztem Euro von 26% verzeichnet.
Deine Checkliste
Empfohlener Ablaufplan für die Umsetzung:
- Demand Gen Kampagne prüfen. Schau in deinen bestehenden Kampagnen, ob die neue Maps-Option bereits verfügbar ist.
- Standort-Ausrichtung anpassen. Wechsle auf „Präsenz“, wenn du nur Kunden in deinem Einzugsgebiet erreichen willst.
- Anzeigen für Maps optimieren. Prüfe, ob deine visuellen Anzeigen auch in der Maps-Umgebung gut funktionieren.
- Performance beobachten. Nach zwei bis drei Wochen kannst du in den Berichten sehen, wie Maps im Vergleich zu anderen Kanälen abschneidet.
Updates umsetzen oder Chancen verpassen?
Googles Entwicklungen zeigen eine klare Richtung: Mehr Automatisierung, strengere Datenschutz-Compliance und bessere Self-Service-Tools. Das bietet Chancen für KMUs mit begrenzten Zeitressourcen – allerdings ersetzt Technologie nie dein Geschäftsverständnis und deine Kundenkenntnis. Nutze diese Tools als Unterstützung für deine Strategie, nicht als Ersatz.
Wenn dir die Umsetzung dieser Neuerungen zu komplex erscheint, stehe ich dir zur Seite. In einem kostenlosen Beratungsgespräch identifizieren wir gemeinsam die für dein KMU relevantesten Maßnahmen und entwickeln einen praktikablen Implementierungsplan.