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Google Business Profil Audit: So findest du heraus, wie gut dein Profil wirklich ist

Das Wichtigste zusammengefasst

Ein Google Business Profil Audit prüft systematisch, wie gut dein Profil bei Google Maps und in der lokalen Suche aufgestellt ist. Dabei werden sechs Bereiche analysiert: Profil-Vollständigkeit, Bewertungen, Fotos, Beiträge, Kategorien und Kontaktdaten. In diesem Artikel erfährst du, worauf es ankommt und wie du dein Profil selbst prüfen kannst.

Wenn jemand in deiner Stadt nach deiner Dienstleistung sucht, entscheidet dein Google Business Profil oft darüber, ob du überhaupt in Betracht gezogen wirst. Nicht deine Website, nicht deine Social-Media-Präsenz - sondern das, was Google direkt in den Suchergebnissen anzeigt.

Das Problem: Die meisten Unternehmer haben ihr Profil irgendwann eingerichtet und seitdem kaum angefasst. Dabei ändern sich die Anforderungen regelmäßig, und kleine Lücken können große Auswirkungen haben.

Ein strukturierter Audit hilft dir, genau diese Lücken zu finden.

Was wird bei einem Google Business Profil Audit geprüft?

Gut zu wissen

Ein vollständiger Audit deckt sechs Bereiche ab: Profil-Vollständigkeit, Bewertungsmanagement, Fotos und Medien, Beiträge und Aktivität, Kategorien und Attribute sowie NAP-Konsistenz (Name, Adresse, Telefon). Jeder Bereich hat unterschiedlich starken Einfluss auf dein Ranking bei Google Maps.

Die sechs Bereiche sind nicht gleichwertig. Laut der Whitespark/BrightLocal Local Search Ranking Factors Studie 2026 machen GBP-Signale allein 32% der Ranking-Faktoren aus - mehr als jede andere Kategorie. Bewertungen kommen mit weiteren 20% dazu.

Das bedeutet: Über die Hälfte deines Google-Maps-Rankings hängt direkt davon ab, wie gut dein Profil gepflegt ist.

Bereich 1: Profil-Vollständigkeit

Die Grundlagen klingen einfach, werden aber oft vernachlässigt. Dein Profil braucht eine vollständige Beschreibung (bis zu 750 Zeichen), korrekte Öffnungszeiten inklusive Feiertagen, eine verlinkte Website und eingetragene Dienstleistungen.

Besonders die Öffnungszeiten sind wichtiger als viele denken. “Geöffnet zum Zeitpunkt der Suche” ist der fünftwichtigste Ranking-Faktor. Wenn deine Zeiten nicht stimmen oder Feiertage fehlen, kann das direkt dein Ranking drücken - und Kunden stehen vor verschlossener Tür.

Bereich 2: Bewertungen

Bewertungen sind der Bereich, in dem die meisten Unternehmer das größte Potenzial liegen lassen. Es geht dabei nicht nur um die Anzahl oder den Durchschnitt, sondern vor allem um drei Dinge: Antwortrate, Antwortqualität und Aktualität.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. 42% der Verbraucher meiden Unternehmen, die ihre Bewertungen nicht beantworten. Gleichzeitig zeigt eine Untersuchung von Uberall, dass der Sprung von 10% auf 30% Antwortrate die Conversions um bis zu 80% steigern kann.

Dabei zählt die Qualität der Antworten genauso. Rund die Hälfte aller Verbraucher wird durch erkennbare Copy-Paste-Antworten abgeschreckt. Eine persönliche, auf den konkreten Inhalt eingehende Antwort wirkt dagegen professionell und wertschätzend.

Experten-Tipp

Viele Unternehmer beantworten nur negative Bewertungen und ignorieren die positiven. Das ist ein Fehler. 80% der Verbraucher nutzen eher ein Unternehmen, das auf alle Bewertungen antwortet - auch auf die guten. Zwei bis drei persönliche Sätze reichen völlig aus.

Bereich 3: Fotos und Medien

Profile mit 15 oder mehr eigenen Fotos zeigen messbar stärkeres Engagement über alle Kundenaktionen hinweg. Trotzdem haben viele Profile gerade mal eine Handvoll Bilder - oder nur solche, die Kunden hochgeladen haben.

Wichtig sind verschiedene Foto-Typen: Außenansicht, Innenräume, Team, Arbeitsergebnisse. Bei Handwerkern zum Beispiel sind Vorher-Nachher-Bilder besonders wirkungsvoll. Stock-Fotos dagegen sind kontraproduktiv - sie erzielen fast sechsmal weniger Klicks als echte Bilder.

Bereich 4: Beiträge und Aktivität

Hier eine ehrliche Einordnung: Beiträge haben laut aktuellem Forschungsstand wenig direkten Einfluss auf das Ranking. Sie sind aber ein Aktivitäts- und Conversion-Signal. Rund 40% aller Unternehmen haben noch nie einen Beitrag veröffentlicht. Schon ein wöchentlicher Post hebt dich damit von der Masse ab.

Besonders gut funktionieren Angebots-Beiträge (Offer-Posts), Beiträge mit eigenen Fotos und solche mit einem klaren Titel. Wer diese drei Dinge beachtet, hat bereits mehr getan als die allermeisten Mitbewerber.

Bereich 5: Kategorien und Attribute

Die Primärkategorie ist der wichtigste einzelne Ranking-Faktor für Google Maps. “Rechtsanwalt für Arbeitsrecht” ist ein völlig anderes Signal als “Rechtsanwalt” oder gar “Unternehmen”. Je spezifischer und passender die Kategorie, desto besser.

Zusatzkategorien sind der achtwichtigste Faktor. Profile mit drei bis fünf Zusatzkategorien schneiden nachweislich besser ab als solche ohne. Wichtig ist nur, dass alle Kategorien zum tatsächlichen Angebot passen - irrelevante Kategorien bringen nichts.

Attribute werden oft komplett vergessen. Dabei erscheinen sie in den Filtern bei Google Maps. Wenn ein potenzieller Kunde nach “barrierefrei” oder “Kartenzahlung” filtert und du diese Attribute nicht gesetzt hast, bist du unsichtbar.

Bereich 6: NAP-Konsistenz

NAP steht für Name, Adresse und Telefonnummer. Diese drei Angaben müssen überall identisch sein: auf deinem Google-Profil, auf deiner Website und in den wichtigsten Online-Verzeichnissen.

Schon kleine Abweichungen wie “Str.” statt “Straße” oder eine andere Telefonnummer können ein Problem darstellen. Google nutzt die Konsistenz dieser Daten als Vertrauenssignal. Und eine lokale Festnetznummer stärkt das lokale Signal zusätzlich.

Die häufigsten Fehler auf einen Blick

Nach der Analyse zahlreicher Google Business Profile fallen bestimmte Probleme immer wieder auf. Die Primärkategorie ist zu breit gewählt. Es gibt keine Zusatzkategorien. Öffnungszeiten enthalten keine Feiertage. Bewertungen werden nicht beantwortet - oder nur mit immer demselben Text. Es gibt kaum eigene Fotos. Und Beiträge wurden nie veröffentlicht.

Jedes dieser Probleme für sich mag klein wirken. In der Summe entscheiden sie aber darüber, ob dein Profil vor oder hinter dem Mitbewerber erscheint.

Dein Schnell-Check: 6 Fragen an dein Profil

Checkliste
  • Primärkategorie prüfen. Passt sie genau zu deinem Hauptangebot, oder ist sie zu breit gewählt?
  • Bewertungen zählen und Antwortrate berechnen. Hast du mindestens 20 Bewertungen, und beantwortest du mehr als die Hälfte davon?
  • Fotos zählen. Hast du mindestens 15 eigene Fotos mit verschiedenen Motiven?
  • Letzten Beitrag prüfen. Wann hast du zuletzt etwas gepostet? Wenn die Antwort “noch nie” ist, wird es Zeit.
  • Öffnungszeiten kontrollieren. Sind alle Feiertage eingetragen und die Zeiten aktuell?
  • NAP vergleichen. Stimmen Name, Adresse und Telefon auf Google mit deiner Website und deinem Impressum überein?

Willst du es genau wissen?

Benjamin Häntzschel

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