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Sitelink-Assets in Google Ads: Wie du mit zusätzlichen Links mehr aus deinen Anzeigen holst
· Aktualisiert am Google Ads Lexikon 10 Min. Lesezeit

Sitelink-Assets in Google Ads: Wie du mit zusätzlichen Links mehr aus deinen Anzeigen holst

Das Wichtigste zusammengefasst

Sitelink-Assets (früher Sitelink-Erweiterungen) sind zusätzliche Links unter deiner Google Ads Anzeige, die Nutzer direkt auf bestimmte Unterseiten deiner Website führen. Sie machen deine Anzeige größer, relevanter und klickstärker. Seit September 2022 heißen sie offiziell nicht mehr “Erweiterungen”, sondern “Assets” - an der Funktion hat sich dadurch nichts geändert.

Gut zu wissen

Sitelink-Assets sind zusätzliche Links, die unter deiner Google Ads Suchanzeige erscheinen. Jeder Sitelink besteht aus einem Linktext (max. 25 Zeichen), einer Ziel-URL und optional zwei Beschreibungszeilen (je max. 35 Zeichen). Auf dem Desktop werden bis zu 6 Sitelinks angezeigt, auf Mobilgeräten bis zu 8 in einem Karussell-Format. Google hat sie im September 2022 von “Sitelink-Erweiterungen” in “Sitelink-Assets” umbenannt.

Wenn du eine Google Ads Suchanzeige schaltest, besteht sie erst einmal aus Überschriften, Beschreibungen und einer URL. Das ist die Grundanzeige. Sitelink-Assets erweitern diese Anzeige um zusätzliche Links, die direkt unter dem Anzeigentext erscheinen. Jeder dieser Links führt auf eine andere Unterseite deiner Website.

Stell dir vor, du bist Rechtsanwalt für Familienrecht. Deine Anzeige bewirbt deine Kanzlei allgemein. Ohne Sitelinks sieht der Suchende nur diesen einen Link. Mit Sitelinks erscheinen darunter zusätzlich Links wie “Scheidungsrecht”, “Unterhaltsrecht”, “Sorgerecht” und “Erstberatung buchen”. Der Suchende kann also direkt die Unterseite ansteuern, die für sein konkretes Anliegen relevant ist.

Das Ergebnis: Deine Anzeige nimmt deutlich mehr Platz auf der Suchergebnisseite ein und bietet gleichzeitig mehr Einstiegspunkte. Beide Effekte zusammen führen in der Regel zu einer höheren Klickrate (CTR).

Von Erweiterungen zu Assets - was hat sich geändert?

Im September 2022 hat Google alle “Anzeigenerweiterungen” in “Assets” umbenannt. Sitelink-Erweiterungen heißen seitdem Sitelink-Assets, Anruferweiterungen heißen Anruf-Assets, und so weiter. Funktional hat sich durch die Umbenennung nichts geändert. Bestehende Erweiterungen wurden automatisch als Assets übernommen, inklusive aller Zuordnungen auf Konto-, Kampagnen- und Anzeigengruppenebene.

Der einzige praktische Unterschied: Im Google Ads Interface findest du Sitelinks jetzt nicht mehr unter einem separaten “Erweiterungen”-Tab, sondern direkt unter “Assets” in der linken Navigation. Wenn du eine neue Kampagne erstellst, werden Assets (inklusive Sitelinks) im selben Schritt wie die Anzeigen eingerichtet, statt in einem separaten Schritt danach.

In diesem Artikel verwende ich durchgängig den aktuellen Begriff “Sitelink-Assets”. Falls du in älteren Anleitungen oder Artikeln noch “Sitelink-Erweiterungen” liest, ist damit dasselbe gemeint.

Sitelink-Assets sind einer der wirkungsvollsten Asset-Typen in Google Ads, und das aus mehreren Gründen.

Deine Anzeige wird physisch größer. Auf dem Desktop kann eine Anzeige mit Sitelinks fast doppelt so viel Platz einnehmen wie eine ohne. Das allein sorgt schon dafür, dass Konkurrenz-Anzeigen weiter nach unten rutschen und deine Anzeige mehr Aufmerksamkeit bekommt.

Sitelinks machen deine Anzeige relevanter. Wenn jemand nach “Dachdecker Hamburg” sucht, zeigt deine Anzeige vielleicht den allgemeinen Text. Aber die Sitelinks darunter können “Dachsanierung”, “Flachdach”, “Sturmschaden Soforthilfe” und “Kostenlose Besichtigung” zeigen. So trifft mindestens einer dieser Links das konkrete Anliegen des Suchenden.

Und dann ist da der Kostenfaktor. Sitelinks kosten dich nichts extra. Du zahlst nur, wenn jemand tatsächlich auf einen Sitelink klickt, und der Klickpreis wird genauso berechnet wie ein Klick auf deine Hauptanzeige. Es gibt keinen Aufpreis dafür, dass deine Anzeige größer dargestellt wird.

Laut Google erzielen Kampagnen, die mindestens 6 Sitelinks einsetzen, im Durchschnitt 3,5% mehr Conversions bei ähnlichen Kosten pro Conversion. Das klingt nach wenig, aber über ein ganzes Jahr gerechnet können das mehrere zusätzliche Anfragen oder Aufträge sein, ohne einen Cent mehr auszugeben.

Die Einrichtung ist unkompliziert. In deinem Google Ads Konto gehst du in der linken Navigation auf “Assets”. Dort klickst du auf das Plus-Symbol und wählst “Sitelink” aus.

Für jeden Sitelink gibst du folgende Informationen ein:

Der Linktext ist das, was der Nutzer als klickbaren Link sieht. Du hast maximal 25 Zeichen. Halte den Text kurz und aussagekräftig. “Kostenlose Erstberatung” funktioniert besser als “Hier klicken für weitere Informationen”.

Die finale URL ist die Zielseite, auf die der Klick führt. Jeder Sitelink sollte auf eine andere, relevante Unterseite verweisen. Nicht alle Sitelinks auf die Startseite leiten, das verfehlt den ganzen Zweck.

Die zwei Beschreibungszeilen sind optional, aber empfehlenswert. Jede hat maximal 35 Zeichen. Google zeigt die Beschreibungen nicht immer an, aber wenn es den Platz gibt (besonders auf dem Desktop), können sie die Klickrate nochmal verbessern. Wenn du Beschreibungen für einen Sitelink einträgst, musst du sie für alle Sitelinks eintragen.

Experten-Tipp

Richte Sitelinks am besten auf Kampagnenebene ein. So kannst du sie gezielt auf die jeweilige Kampagne abstimmen. Ein Handwerker mit einer Kampagne für “Badezimmer renovieren” und einer für “Küche renovieren” braucht unterschiedliche Sitelinks für jede Kampagne. Konto-weite Sitelinks sind nur sinnvoll, wenn du allgemeine Links hast, die zu allen Kampagnen passen, etwa “Über uns” oder “Kontakt”.

Sitelinks funktionieren nicht nur in Suchkampagnen. Du kannst sie auch in Performance Max Kampagnen, Demand Gen Kampagnen und sogar in Videokampagnen auf YouTube einsetzen. Bei Video-Ads erscheinen die Sitelinks als klickbare Buttons unter dem Video. Google hat in Betatests festgestellt, dass Video-Anzeigen mit Sitelinks bis zu 23% mehr Conversions erzielen.

Google empfiehlt mindestens 4 Sitelinks, damit sie überhaupt angezeigt werden können. In der Praxis solltest du mindestens 6 einrichten. Der Grund: Google wählt bei jeder Auktion automatisch die Sitelinks aus, die am besten zur jeweiligen Suchanfrage passen. Je mehr gute Optionen Google hat, desto relevanter werden die angezeigten Sitelinks.

Das ist eine der wichtigsten Regeln und gleichzeitig einer der häufigsten Fehler. Wenn zwei Sitelinks auf dieselbe URL führen, verstößt das gegen die Google Ads Richtlinien und die Sitelinks werden abgelehnt. Aber auch inhaltlich macht es keinen Sinn. Der ganze Vorteil von Sitelinks ist, dass Nutzer direkt auf die für sie relevante Seite gelangen.

Relevanz zur Kampagne sicherstellen

Deine Sitelinks sollten thematisch zur Kampagne und den beworbenen Keywords passen. Wenn du eine Kampagne für “Arbeitsrecht Anwalt” hast, dann passen Sitelinks wie “Kündigungsschutz”, “Abfindung verhandeln” und “Arbeitsvertrag prüfen”. Sitelinks wie “Mietrecht” oder “Erbrecht” gehören in die jeweiligen anderen Kampagnen.

Klare, handlungsorientierte Linktexte

Der Linktext sollte sofort vermitteln, was den Nutzer auf der Zielseite erwartet. Vermeide generische Texte wie “Mehr erfahren” oder “Seite 2”. Nutze stattdessen konkrete Begriffe wie “Preise & Pakete”, “Referenzen ansehen” oder “Termin vereinbaren”.

Beschreibungen ausfüllen

Auch wenn die Beschreibungen nicht immer angezeigt werden, solltest du sie trotzdem einpflegen. Wenn Google den Platz hat, zeigt es die Beschreibungen an, und das macht deine Anzeige nochmals größer und informativer. Formuliere die Beschreibungen so, dass sie den Linktext sinnvoll ergänzen, ohne ihn einfach zu wiederholen.

Das passiert erstaunlich oft, besonders bei Unternehmen, die nur wenige Unterseiten haben. Wenn alle Sitelinks auf dieselbe Seite verweisen, bringen sie keinen Mehrwert. Falls deine Website wenige Unterseiten hat, erstelle gezielt Landingpages für die wichtigsten Themen, bevor du Sitelinks einrichtest.

Veraltete oder fehlerhafte Zielseiten

Wenn ein Sitelink auf eine 404-Seite oder eine veraltete Angebotsseite führt, schadet das deinem Unternehmen gleich doppelt. Erstens verschwendest du den Klick und das Budget. Zweitens hinterlässt es beim potenziellen Kunden einen schlechten Eindruck. Prüfe deine Sitelink-URLs regelmäßig, besonders wenn du Änderungen an deiner Website vornimmst.

Zu lange oder abgeschnittene Linktexte

Du hast 25 Zeichen für den Linktext. Nutze sie weise. Besonders auf Mobilgeräten werden längere Texte abgeschnitten. “Unverbindliches Erstgespräch vereinbaren” wird zu “Unverbindliches Erstge…”, und das sieht weder professionell aus noch motiviert es zum Klicken. Kürzer ist hier fast immer besser.

Keine regelmäßige Auswertung

Google zeigt dir in den Asset-Details, wie jeder einzelne Sitelink performt. Du siehst Klicks, Impressionen und die Klickrate. Trotzdem schauen sich viele Unternehmer diese Daten nie an. Dabei ist die Auswertung der Schlüssel zur Optimierung. Wenn ein Sitelink kaum geklickt wird, ersetze ihn durch einen neuen mit anderem Text oder anderer Zielseite.

Experten-Tipp

Schaue bei der Auswertung nicht nur auf die Klickrate einzelner Sitelinks, sondern vergleiche auch die Gesamtperformance deiner Anzeige mit und ohne Sitelinks. In den meisten Fällen wirst du sehen, dass Anzeigenimpressionen mit Sitelinks eine deutlich bessere CTR haben als ohne. Das bestätigt, dass deine Sitelinks einen echten Beitrag leisten.

Auf Mobilgeräten werden Sitelinks anders dargestellt als auf dem Desktop. Statt nebeneinander oder untereinander aufgereiht erscheinen sie als horizontal scrollbares Karussell. Der Nutzer kann durch die Sitelinks wischen. Bis zu 8 Sitelinks können angezeigt werden, also sogar mehr als auf dem Desktop.

Das hat Konsequenzen für die Gestaltung. Auf dem Handy sieht der Nutzer zunächst nur die ersten 2-3 Sitelinks. Die wichtigsten Sitelinks sollten also am überzeugendsten sein. Außerdem sind auf dem kleinen Bildschirm kurze, prägnante Linktexte noch wichtiger als auf dem Desktop.

Bedenke auch, dass viele deiner potenziellen Kunden mobil suchen. Ein Anwalt, der bei Google nach Mandanten sucht, sollte sich bewusst sein, dass jemand mit einem akuten Problem (Kündigung erhalten, Unfall gehabt) oft vom Smartphone aus sucht. Der Sitelink “Jetzt anrufen” oder “Soforthilfe” kann in dieser Situation genau der richtige Einstiegspunkt sein.

Neben den manuell eingerichteten Sitelinks kann Google auch sogenannte dynamische Sitelinks generieren. Das sind automatisch erstellte Links, die Google basierend auf deiner Website-Struktur und dem Suchverhalten der Nutzer zusammenstellt.

Diese dynamischen Sitelinks erscheinen manchmal zusätzlich zu deinen manuellen, manchmal auch anstelle davon. Du hast weniger Kontrolle darüber, welche Seiten verlinkt werden und welcher Text angezeigt wird. In der Praxis sind die manuell erstellten Sitelinks fast immer besser, weil du die Texte und Zielseiten gezielt auf deine Marketingstrategie abstimmen kannst.

Du kannst dynamische Sitelinks nicht direkt abschalten, aber je mehr und je bessere manuelle Sitelinks du einrichtest, desto seltener greift Google auf die automatische Variante zurück. Ein weiterer Grund, sich die Zeit für gut durchdachte Sitelinks zu nehmen.

Heißen Sitelinks jetzt Sitelink-Assets oder Sitelink-Erweiterungen? Seit September 2022 heißen sie offiziell Sitelink-Assets. Google hat alle Anzeigenerweiterungen in “Assets” umbenannt. In der Praxis wirst du beide Begriffe noch antreffen, gemeint ist dasselbe.

Kosten Sitelinks extra? Nein. Du zahlst nur, wenn jemand auf einen Sitelink klickt. Der Klickpreis wird genauso berechnet wie ein Klick auf deine Hauptanzeige. Für die erweiterte Darstellung deiner Anzeige zahlst du nichts zusätzlich.

Warum werden meine Sitelinks nicht angezeigt? Google entscheidet bei jeder Auktion automatisch, ob Sitelinks angezeigt werden. Voraussetzungen sind: Mindestens 2 aktive Sitelinks, eine ausreichend hohe Anzeigenposition (in der Regel die oberen Positionen) und eine Einschätzung von Google, dass die Sitelinks die Anzeigenleistung verbessern. Bei niedrigeren Positionen werden Sitelinks seltener oder gar nicht eingeblendet.

Kann ich Sitelinks für bestimmte Anzeigengruppen einrichten? Ja. Du kannst Sitelinks auf Konto-, Kampagnen- oder Anzeigengruppenebene zuordnen. Sitelinks auf Anzeigengruppenebene überschreiben die auf Kampagnenebene, und Kampagnen-Sitelinks überschreiben die auf Kontoebene.

Wie viele Sitelinks sollte ich mindestens haben? Mindestens 4, damit Google sie anzeigen kann. Besser sind 6 oder mehr, damit Google bei jeder Suchanfrage die passendsten auswählen kann.

Funktionieren Sitelinks auch bei Performance Max? Ja. In Performance Max Kampagnen kannst du Sitelinks als Assets hinterlegen. Google setzt sie dann in den verschiedenen Kanälen ein, unter anderem in der Google-Suche und auf YouTube.

Deine Checkliste

Sitelink-Assets für dein Google Ads Konto
  • Mindestens 6 Sitelinks pro Kampagne eingerichtet
  • Jeder Sitelink führt auf eine eigene, relevante Unterseite
  • Linktexte sind kurz, konkret und handlungsorientiert (max. 25 Zeichen)
  • Beschreibungszeilen für alle Sitelinks ausgefüllt
  • Sitelinks passen thematisch zur jeweiligen Kampagne
  • Alle Zielseiten funktionieren und sind aktuell
  • Sitelinks auf Kampagnenebene statt nur auf Kontoebene zugeordnet
  • Performance der Sitelinks alle 4-6 Wochen geprüft und schwache Links ersetzt

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Benjamin Häntzschel

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